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08.09.2010 Bauwirtschaft und Baustoffindustrie als Impulsgeber für nachhaltiges Wachstum Neuer Flyer des BBS erschienen
Die Bauwirtschaft, die außer dem Bauhauptgewerbe weitere Branchen wie die Baustoffindustrie umfasst, ist für die deutsche Volkswirtschaft von hoher Bedeutung. Insgesamt entfallen 11 Prozent der Wirtschaftsleistung (rund 260 Mrd. Euro) und 12 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (rund 3,3 Mio. Personen) auf die Wertschöpfungskette Bau. Durch ihre binnenwirtschaftliche Ausrichtung geben Bauinvestitionen unmittelbare Impulse für andere Wirtschaftsbereiche. Die hiermit verbundenen höheren Einnahmen an Steuern und Sozialabgaben zeigen, dass auch die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte auf gezielte Wachstumsimpulse am Bau setzen kann.
Bauinvestitionen leisten wichtige Beiträge zur Lösung aktueller Herausforderungen. So ist eine bedarfsgerecht ausgebaute Bildungs- und Verkehrsinfrastruktur zwingende Voraussetzung für die Sicherung des Standortes Deutschland. Auch zum Klimaschutz kann die Bauwirtschaft im hohen Maße beitragen. Durch die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes und energieeffiziente Neubauten werden nicht nur Heizkosten, sondern auch CO2-Emissionen deutlich reduziert. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann mit Hilfe der Branche zudem ein angemessenes Angebot an altersgerechtem Wohnraum geschaffen werden.
Weitere Informationen hat der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (BBS) in seinem neuen Flyer zusammengefasst, der auch den politischen Handlungsbedarf skizziert. „Bauwirtschaft und Baustoffindustrie: Volkswirtschaftliche Bedeutung und politischer Handlungsbedarf“
Notwendig sind aus Sicht des BBS vor allem folgende politische Maßnahmen: - Verstetigung der öffentlichen Mittel für die CO2-Gebäudesanierung und gleichberechtigte Einbeziehung des Bestandsersatzes in die KfW-Förderung
- Abbau mietrechtlicher Investitionshemmnisse, u. a. durch Auflösung des sogenannten Mieter-Vermieter-Dilemmas
- Verbesserte Abschreibungsbedingungen im Mietwohnungsbau
- Sicherstellung bedarfsgerechter Investitionen in die öffentliche Infrastruktur
- Weiterentwicklung alternativer Finanzierungsmodelle für die Infrastruktur (Öffentlich-Private-Partnerschaften, belastungsneutrale Nutzerfinanzierung)
- Effizientere Umsetzung öffentlicher Baumaßnahmen durch schlankere Planungs- und Genehmigungsverfahren
Quelle und weitere Informationen unter www.baustoffindustrie.de

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