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16.01.2009

Baustoffindustrie begrüßt zweites Konjunkturpaket

Die Baustoffindustrie begrüßt das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung als wichtigen Beitrag zur Überwindung der Wirtschaftskrise und zur Auflösung des langjährigen Investitionsstaus bei der Infrastruktur. "Die beschlossenen Investitionen in Schulen, Universitäten und Verkehrswege dienen nicht nur der kurzfristigen Stabilisierung von Binnennachfrage und Beschäftigung. Sie tragen auch dazu bei, dass Deutschland seine Wachstumspotenziale langfristig ausschöpfen kann“, sagte Dr.-Ing. Gernot Schaefer, Präsident des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden (BBS). Notwendig sei allerdings eine Verstetigung des höheren Investitionsniveaus über die Jahre 2009 und 2010 hinaus.

Zusammen mit dem ersten Konjunkturpaket, das Ende letzten Jahres beschlossen worden war, stehen 2009 und 2010 jeweils rund 12 Mrd. Euro zusätzlich für Bauinvestitionen zur Verfügung. Die Kapazitäten für eine Abarbeitung der zusätzlichen Bauinvestitionen seien entgegen anderslautender Aussagen vorhanden. Derzeit klage schon jedes dritte Bauunternehmen über eine schlechte Auftragslage. Die Baustoffindustrie habe bereits seit Ende 2007 eine rückläufge Auslastung zu verzeichnen, so der BBS-Präsident.

Auch für den Wohnungsneubau, der sich seit 2000 halbiert hat, sind kräftige Impulse notwendig. Im Jahr 2008 wurden nicht einmal 200.000 Wohneinheiten fertiggestellt. Dabei sind in Wachstumsregionen zunehmend Engpässe auf dem Wohnungsmarkt zu verzeichnen. Der BBS setzt sich daher für eine verbesserte steuerliche Absetzbarkeit von Neubauleistungen bei selbstgenutztem Wohneigentum und attraktivere Abschreibungsmöglichkeiten im Mietwohnungsbau ein.

Der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden vertritt mit seinen 19 Mitgliedsverbänden 4.000 Unternehmen, die mehr als 140.000 Mitarbeiter beschäftigen und so zur Stabilisierung der regionalen Beschäftigung beitragen. Der Jahresumsatz liegt bei rund 28 Mrd. Euro. Die Branche gewinnt ca. 600 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe pro Jahr.

Quelle: Bundesverband Baustoffe — Steine und Erden e.V.


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