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18.05.2009
Architekturpreis Zukunft Wohnen 2009: Gewinner stehen fest
Zement- und Betonindustrie prämiert zukunftsfähige Wohnkonzepte.
In Berlin sind die Preisträger des diesjährigen Architekturpreises Zukunft Wohnen 2009 bekannt gegeben worden. Seit fast 20 Jahren lobt die deutsche Zement- und Betonindustrie den Preis für zukunftsweisende und innovative Wohnbauten aus. Die Fachjury unter Vorsitz von Doris Gruber, Vizepräsidentin des Bundes Deutscher Architekten, prämierte sieben Preisträger aus insgesamt 188 eingereichten Projekten. Es ging Auslober und Jury weniger um die nur ästhetisch überzeugenden Lösungen, sondern auch um Qualität, Nutzungs-flexibilität, Dauerhaftigkeit und energieeffizientes Bauen. „Die zentrale Frage“, so Doris Gruber, „die unsere Diskussionen geprägt hat war, inwieweit die eingereichten Projekte tatsächlich einen exemplarischen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Wohnens in unserer Gesellschaft darstellen.“ Das prämierte Ensemble in der bayerischen Gemeinde Lilling/Gräfenberg (att Architekten, Nürnberg) zeigt dies in der Kategorie „Wohnen auf dem Land“. Dort findet das Wohnen innerhalb gewachsener Siedlungen statt. Verdichtete Strukturen bestimmen die Zukunft: aus energetischen, wirtschaftlichen, aber auch sozialen Gründen. Die Jury vergab in der Kategorie „Wohnen in der Stadt“ zwei Preise und unterstreicht damit die besondere Bedeutung des innerstädtischen Wohnens. Die beiden prämierten Projekte in Berlin (Zanderroth Architekten, Berlin) und Göttingen (Sergio Pascole Architects, Venedig) werden dieser Bedeutung mit zwei unterschiedlichen Konzepten gerecht.
Innerstädtisches Wohnen einer ganz anderen Ausprägung zeigt die prämierte Sanierung eines Wahrzeichens des modernen Nachkriegsstädtebaus in Dresden (Knerer und Lang Architekten), Preisträger der Kategorie „Wohnen im Bestand“. Auch hier sieht die Jury vorbildliches Weiterbauen an der Identität der Stadt. Wohnen im Zentrum zu ermöglichen wird als elementare städtische Auf-gabe wahrgenommen. Weitere mit Preisen bedachte Bauten liegen in den Ge-meinden Wutöschingen (Architekt Matthias Maurer), Hohenkammer (Brückner & Brückner Architekten BDA). Ein Projekt in Neu Ulm (Architekturbüro Wallner) wurde mit einem Sonderpreis hervorgehoben. „Insgesamt hat sich ein wirklich interessantes Spektrum an völlig verschiedenen Projekten für den Preis beworben. Generell zeigt sich ein ausgeprägtes Bewusstsein für qualitätvolles Bauen, und zwar bei Bauherren, Architekten und den Ausführenden.“ so Andreas Kern, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie, der den Aus-lober in der Jury vertrat.
Der Architekturpreis Zukunft Wohnen 2009 ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Zusätzlich vergibt die Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau einen Sonderpreis „Wohnen und Fertigteilbau“ in Höhe von 4.000 Euro. Die offizielle Preisverleihung findet im Oktober 2009 statt.
Alle infos unter
http://www.architekturpreis-zukunft-wohnen.de/
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