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31.08.2009

Aktuelle Trends im Zementabsatz

Anhaltender Bedeutungsverlust des Wohnungsbaus 
 
Der anhaltende Rückgang des Wohnungsbaus in Deutschland spiegelt sich auch deutlich in den jüngsten Trends für den Einsatz des Baustoffes Zement wider. Die Errichtung von Ein- und Zwei-Familien-Häusern sowie von Geschosswohnungen ist zuletzt als wichtigstes Absatzsegment des Zementverbrauchs klar abgelöst worden. In den beiden zurückliegenden Jahren 2007 und 2008 nahm vor allem der Nichtwohnbau, also Investitionen von Industrie, Handel und Dienstleistung, die Spitzenposition ein. Dies geht aus aktuellen Schätzungen des Arbeitskreises Marktforschung im Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ) hervor. Ziel dieser regelmäßigen Auswertungen ist es, den Einsatz von Zement für einzelne Produktgruppen und Verwendungen zu analysieren und damit die Absatzmärkte für Zement bzw. zementhaltige Produkte zu bestimmen. Den Berechnungen liegen verbandseigene Daten, amtliche Produktionsstatistiken sowie Experteneinschätzun­gen zugrunde.  

Hiernach ist der Anteil des Wohnungsbaus am gesamten inländischen Zementverbrauch von gut 33 Prozent in 2006 auf rund ein Viertel (25,4 Prozent) in 2007 regelrecht eingebrochen, um in 2008 nochmals zurückzugehen (auf etwa 23 Prozent). Der Einsatz des Baustoffs hat sich dabei vor allem in Richtung Nichtwohnbau verschoben, der mit 39,4 Prozent in 2007 und sogar 41,4 Prozent in 2008 erstmalig in den letzten gut zehn Jahren eindeutig den Spitzenrang noch vor dem Tiefbaubereich (35,2 Prozent bzw. 35,4 Prozent) erlangt hat. Dieses Segment ist mit Werten um die 35-Prozent-Marke im betrachteten Zeitraum seit 1998 weitgehend stabil geblieben. Neben der Schwäche des Wohnungsbaus drücken sich in der Akzentverlagerung die günstige Entwicklung sowie die Wachstumsstärke der deutschen Wirtschaft in den beiden Vorjahren aus. Die Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen angesichts der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise und ihrer Folgen dürfte - so zeigen erste Daten aus Ende 2008/Anfang 2009 - diesen Effekt zugunsten des Nichtwohnbaus wieder abschwächen. Denkbar ist, zumindest vorübergehend, ein kräftiger Bedeutungszuwachs des Tiefbaus, der gegenwärtig nicht zuletzt durch die Konjunkturprogramme der Bundesregierung eine Belebung erfahren könnte.  

Anders als mit Blick auf die verschiedenen Baubereiche blieben die Anteile der Verarbeitungsformen von Zement in den letzten Jahren relativ konstant. Vom gesamten Zementverbrauch im Jahre 2008 (27,3 Mio. Tonnen) wurden 15,1 Mio. Tonnen Zement zur Herstellung von Ortbeton, also in Form von Transportbeton (12,3 Mio. Tonnen) und Baustellenbeton (2,8 Mio. Tonnen) eingesetzt. Ein knappes Drittel (8,4 Mio. Tonnen) entfiel auf die Herstellung von Betonfertigteilen. 5,1 Prozent (2,4 Mio. Tonnen) wurden für die Herstellung von Mörtel, Putz, Estrich und bauchemischen Produkten verwendet. Der Rest (0,8 Mio. Tonnen) ist diversen Einsatzwecken wie Spritzbeton, Bodenverfestigungen, Bergbauprodukte, Zementinjektionen u. ä. zuzuordnen. 

Der aktuelle Bericht des AK Marktforschung steht zum Download unter www.bdzement.de zur Verfügung.
 

Quelle und Kontakt
Susanne Hoffmann
Hoffmann[dont like]@[spam]BDZement.de
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V.

Kochstraße 6-7
10969 Berlin

Tel. +49 30 28002-225
Fax. +49 30 28002-250
   


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