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24.11.2010

Pro Mobilität zum Aktionsplan Güterverkehr und Logistik

Schnelle Umsetzung gefordert

Der Aktionsplan Güterverkehr und Logistik setzt verstärkt auf die Vernetzung der Verkehrssysteme Schiene, Straße und Wasserwege. Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer präsentierte das Strategiepapier am Montag in Berlin. Es ist die Fortschreibung des Masterplans für Verkehr und Logistik 2008.

Als weltweit führender Logistikstandort ist Deutschland besonders auf eine leistungsfähige Infrastruktur angewiesen. Dr. Peter Fischer, Präsident des Verkehrsinfrastrukturverbandes Pro Mobilität, sieht die Überarbeitung der Strategie für Güterverkehr und Logistik als zukunftsweisenden Schritt: "Jetzt rücken eine sachgerechte Vernetzung aller Verkehrssysteme und die Beseitigung von Engpässen auf überlasteten Verkehrsachsen in den Vordergrund. Das begrüße ich sehr".

Aktuelle Studien prognostizieren eine Zunahme der Güterverkehrsleistung von 2004 bis 2025 um rund 70 Prozent. Damit die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt, müssen die Verkehrswege leistungsfähiger werden. "Wir unterstützen den Aktionsplan, weil er der Öffentlichkeit den engen Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Zunahme des Güterverkehrs verdeutlicht", betont Dr. Fischer. "Aufklärung der Öffentlichkeit ist die Grundlage für Akzeptanz von Infrastruktur." Pro Mobilität sieht darin zentrale Zukunftsthemen für die Verkehrs- und die Wirtschaftspolitik.

"Unsere Wirtschaft braucht Mobilität." Deshalb fordert Dr. Fischer die Regierungskoalition auf, den Analysen schnell die notwendigen Schritte folgen zu lassen. Es dürfe nicht sein, dass auf Fernstraßen wertvolle Zeit im Stau verschwendet werde. Ein am Bedarf orientierter Ausbau, rechtzeitige Sanierung und ein optimiertes Baustellenmanagement seien hierfür wichtige Maßnahmen. Diese verbesserten nicht nur die Leistungsfähigkeit von Autobahnen und Bundesstraßen, sondern auch die Verkehrssicherheit und den Umweltschutz. Jetzt sei die Zeit, der Strategie die Taten folgen zu lassen. "Der Aktionsplan muss der Startschuss sein, um Prioritäten in der Infrastruktur zu setzen und neue Finanzierungslösungen zu entwickeln."

Der Masterplan Güterverkehr und Logistik von 2008 beschreibt die strategischen verkehrspolitischen Ziele und die zentralen Weichenstellungen, mit denen eine leistungsfähige Infrastruktur gesichert und der Verkehr gleichzeitig energiesparend, effizienter, sauberer und leiser gemacht werden soll.

Quelle: Pro Mobilität e.V.

 


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