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22.07.2009 Absatzentwicklung von Flugasche Nach jüngsten Erhebungen des BVK, Bundesverband Kraftwerksnebenprodukte e. V., konnte im Jahr 2008 mit ca. 4 Millionen Tonnen Gesamtmenge an vermarkteter Steinkohlenflugasche eine weitere Festigung in den Absatzmärk-ten erreicht werden. Profitiert hiervon haben insbesondere die Anwendungen im Betonbereich: Nutzung von Steinkohlenflugasche, zertifiziert als Bauprodukt nach DIN EN 450.
Im Marktsegment Transportbeton und Werkfrischmörtel wurden mit 2,33 Millionen Tonnen leichte Zuwächse verzeichnet (plus 4 %) während im Segment Betonpflaster, -borde, -platten, -steine, -fertigteile und -erzeugnisse mit 0,66 Millionen Tonnen fast das Niveau des Vorjahres erreicht wurde. Bei der Ver-wendung im Straßen-, Wege-, Erd- und Grundbau konnte ebenfalls mit 168.000 Tonnen ein leichter Zuwachs festgestellt werden (plus 4 %). Geringer als im Vorjahr fielen dagegen die Nutzungen von Flugasche für die Zementherstellung mit 392.000 Tonnen (minus 8 %), im Segment Bergbau/Trockenbaustoffe mit 409.000 Tonnen (minus 34 %) und im Segment Mauersteine/Keramische Erzeugnisse mit 34.000 Tonnen (minus 30 %) aus.
Im laufenden Geschäftsjahr 2009 gehen die im BVK organisierten Vermarkter und Erzeuger von Baustoffen aus Kohlekraftwerken vorübergehend von Min-dermengen aus. Verantwortlich hierfür ist eine Reihe von Faktoren, die eine verlässliche Planung derzeit nicht möglich macht. So sind die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise ebenso zu bewältigen, wie das Ergebnis von gezielten Energieeinsparmaßnahmen. Der Anteil von Kohle im deutschen Energiemix wird darüber hinaus vom weiteren Ausbau regenerativer Energiequellen (Wasser, Wind und Sonne), vom (noch) geplanten Ausstieg aus der Kernenergienutzung und von dem Einkauf preiswerter Energie aus dem Ausland abhängen.
Derzeit sind fünf neue Steinkohlekraftwerke im Bau, die in den nächsten drei Jahren ans Netz gehen sollen. Inwieweit bis zu 20 neue Kohlekraftwerke in Deutschland realisiert werden, hängt von einer wirtschaftlich und technischen Machbarkeit der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage), von einer Bezahlbarkeit der CO2-Emissionszertifikate und nicht zuletzt von einer positive-ren Grundeinstellung der Bevölkerung zur Kohle ab.
Quelle: Bundesverband Kraftwerksnebenprodukte e. V.

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