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12.02.2009

53. BetonTage trotzen der wirtschaftlichen Lage

Internationaler Charakter unterstrichen
2.000 Teilnehmer aus 25 Ländern, 100 namhafte Referenten aus Industrie und Wissenschaft, 13 Podien sowie eine bereits im August ausgebuchte Informationsausstellung mit 150 Ausstellern der Maschinen-, Software- und Zulieferindustrie, so die positive Bilanz der 53. BetonTage, die vom 10. – 12. Februar 2009 im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm stattfanden. „Der große Zuspruch – trotz einer nicht gerade strahlenden Baukonjunktur – spricht für die unverändert hohe Attraktivität des größten europäischen Fachkongresses der Betonfertigteilbranche“, so Dr. Ulrich Lotz, verantwortlicher Veranstalter der BetonTage.

Know-How für die Branche
Die Anforderungen an das Bauen werden immer anspruchsvoller und komplexer. Umweltschonend, energiesparend, nachhaltig müssen die eingesetzten Baustoffe sein und natürlich dürfen die funktionalen, gestalterischen und ökonomischen Aspekte nicht außer Acht gelassen werden. Das Potenzial des Baustoffs Betons ist diesbezüglich noch lange nicht ausgeschöpft. Gerade die Fortschritte in Bereich der Betontechnologie sind in den letzten Jahren enorm. Innovative Betone wie der ultrahochfeste Beton, Faserbeton und selbstverdichtender Beton eröffnen neue Anwendungsfelder und Gestaltungsmöglichkeiten. Aber auch auf konstruktiver Seite haben Neuerungen wie textilbewehrter Beton zu neuen Perspektiven geführt. „Trends und Potenziale für die Zukunft aufzuzeigen, war schon immer ein wichtiges Ziel der BetonTage“, so Prof. Dr. Hans-Joachim Walther, der Leiter des Technischen Fachprogramms.

Das Fachprogramm stand dieses Jahr unter dem Motto „Die Zukunft bauen“ und informierte über aktuelle Forschungsergebnisse, die praktische Umsetzung innovativer Entwicklungen im Bereich der Baustoffe, der Verfahren, Techniken und Bauweisen bis hin zu Zukunftsvisionen rund um den Baustoff Beton und seine Anwendungen. Das Angebot der produktspezifischen Podien am Nachmittag, die teilweise von den Bundesfachorganisationen mitgestaltet wurden, reichte von Betonprodukten des Straßen-, Garten und Landschaftsbaus über Leichtbeton, Betonbauteile mit Gitterträgern sowie Beton- und Stahlbetonrohre bis hin zum wiederum besonders stark nachgefragten konstruktiven Betonfertigteilbau. Die technischen Inhalte wurden durch betriebswirtschaftliche und rechtliche Podiumsveranstaltun-gen bereichert.

Lobbyveranstaltung für den Baustoff Beton
Die BetonTage sehen aber auch zunehmend ihre Funktion als Drehscheibe der Branche bestätigt. Sie verstehen sich nicht „nur“ als Weiterbildungsplattform, sondern suchen bewusst auch den Dialog mit den Marktpartnern der Branche. Die Informationsausstellung der Maschinen-, Software- und Zulieferindustrie sowie spezielle Podien für Tragwerksplaner, Architekten und die öffentliche Hand am 12. Februar 2009, dem Tag der Marktpartner, boten wieder zahlreiche Gelegenheiten hierzu. Tragwerksplaner und planende Ingenieure bildeten sich in speziell auf sie zugeschnittenen Ganztagespodien weiter. Die Öffentliche Hand zeigte großes Interesse an den beiden Tiefbauforen. Zahlreiche Teilnehmer aus Unteren Wasserbehörden bzw. Private Sachverständige des Wasserbaus (PSW) nutzten das Podium „Kleinkläranlagen“ als Fortbildungsveranstaltung. Erfreulich war auch die Resonanz aus Architekturkreisen. Im Podium „Beton in der Architektur“ zeigten renommierte Architekten wie Jan Störmer und Fritz Auer den 300 anwesenden Architekten anhand ausgewählter Projekte, was mit dem Baustoff Beton heute machbar ist. Das Podium wurde gemeinsam mit der DBZ Deutschen Bauzeitschrift und der Beton Marketing Süd durchgeführt.

Teilnehmerstruktur mit stark internationaler Prägung
Eine positive Resonanz verzeichneten die Veranstalter auch bei ausländischen Teilnehmern. Aus insgesamt 25 Ländern hatten sich Besucher angemeldet, darunter auch Teilnehmer aus Indonesien, Nepal und Saudi-Arabien. Aber auch zahlreiche Teilnehmer aus mittel- und osteuropäischen Ländern wie Ungarn, Rumänien oder Tschechien waren wieder vertreten.

Nach ihrer Herkunft gespiegelt, zeigte sich der Plattformcharakter des Kongresses deutlich: Etwa 30 Prozent der Teilnehmer entstammten der Kernzielgruppe der Beton- und Fertigteilindustrie sowie der Baustoffbranche, knapp 10 Prozent kamen aus Ingenieurbüros, 15 Prozent aus der Architektur; die Zulieferindustrie der Branche stellte etwa 17 Prozent der Teilnehmer. 10 Prozent der Teilnehmer rekrutierten sich jeweils aus Vertretern von Hochschulen, Schulen und der öffentlichen Hand. Die verbleibenden 8 Prozent machten Vertreter aus den Bereichen Verlagswesen, Presse, Baustoffverbände, Qualitätssicherung und Prüfwesen aus.

Quelle: FBF Betondienst GmbH


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