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06.10.2010

Zweite Röhre Pfändertunnel, Bregenz, Österreich

Querschlag zwischen neuer und alter Röhre

Derzeit realisiert die Alpine BeMo Tunneling GmbH die zweite Röhre des Pfändertunnels. Der neue Haupttunnel wurde mittels Tunnelbohrmaschine vorgetrieben, die Auskleidung erfolgte mit Tübbingen. Im Zuge der Betonage der Innenschale wird derzeit ein befahrbarer Querschlag FQ 1 hergestellt. Aufgrund der geringen Länge des Tunnels wurde eine kostengünstige Schalungslösung gefordert. Der von PERI geplante und gelieferte Tunnelschalwagen besteht größtenteils aus mietbaren VARIOKIT Serienbauteilen und erfüllt damit diese Bedingung der Wirtschaftlichkeit.

Die vor rund 30 Jahren in Betrieb genommene Pfändertunnel Oströhre im österreichischen Vorarlberg ist dem stark ansteigenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Daher wird aktuell eine parallel verlaufende, zweispurige Tunnelröhre errichtet. In rund 14 Monaten bohrte eine TBM mit einem Durchmesser von knapp 12 m den rund 6.600 m langen Weg für den Haupttunnel durch das Pfändermassiv. Die ausgebrochene Röhre wurde dann mit vorgefertigten Tübbingen ausgekleidet.

Für die Evakuierung im Brandfall sieht die Planung insgesamt 31 Querschläge zwischen der alten und der neuen Tunnelröhre vor. Derzeit wird die wichtigste dieser Verbindungen gebaut, ein 43,10 m langer, befahrbarer Querschlag FQ 1. Aufgrund der geringen Länge dieser Röhre stand die Wirtschaftlichkeit der Schalungslösung für die ausführende Alpine BeMo Tunnelling GmbH (ABT) im Vordergrund. Alle übrigen Querschläge mit geringerem Querschnitt werden später mittels einer Spritzbeton Innenschale ausgebildet.

Insgesamt sieben, rund geformte Schalungselemente wurden im PERI Abbund vorgefertigt und just in time zur Baustelle geliefert. Dies minimierte den Montageaufwand vor Ort: Nach lediglich 1,5 Wochen Montage vor Ort konnte das Baustellenteam mit den Arbeiten für den ersten von insgesamt sieben Betonierblöcken beginnen.

Die Regellänge der Blöcke betrug 5,90 m, für diese Abschnitte konnte nach kurzer Einarbeitung ein 3-Tages-Takt erreicht werden. Die Herstellung der beiden letzten, jeweils 3,35 m langen Blöcke erforderte je zwei Tage.

Die mechanische Bedienung – einfach und sicher in der Anwendung

Aufgrund der geringen Tunnellänge konzipierte PERI für die Schalwagenbedienung eine mechanische Lösung. Großzügige Arbeitsebenen dienten der einfachen Bedienbarkeit, der – neben hoher Sicherheit – höchste Priorität beigemessen wurde. Einfache Spindeln dienten dem Ein- und Ausschalen, mittels Spurkranzrädern auf Kranschienen wurde der Schalwagen in den jeweils folgenden Betonierabschnitt verfahren. Trotz der filigranen Konstruktion bot der Schalwagen höchste Formstabilität, daraus resultierten auch sehr gute Betonergebnisse.

Der Anbindungsbereich zwischen Querschlag und neuer Röhre
PERI erarbeitete auch die Schalungslösung für die Formgebung der Anbindung des FQ 1 an die neue Hauptröhre. Auch diese Konstruktion besteht aus Systembauteilen wie SLS Schwerlastspindeln, RCS Schienen, GT 24 Schalungsträgern und SRU Riegeln. Sie dient dazu, den Bereich der Verschneidung der beiden Röhren herzustellen.
 
Bauunternehmen: Alpine BeMo Tunneling GmbH, Innsbruck, Österreich
Projektbetreuung:  PERI Ges.mbH, Österreich
PERI GmbH, Deutschland

Quelle: Peri GmbH


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