News


Bestellen Sie den
Beton-Newsletter hier, um automatisch und regelmäßig über aktuelle Beton-News informiert zu werden.
29.01.2010
Zusatzmittel nicht bei frostigen Temperaturen lagern
Temperaturen unter Null Grad gehen an Zusatzmitteln für Beton und Mörtel nicht spurlos vorüber. Damit sie ihre Wirkung auch bei winterlichen Bedingungen voll entfalten können, gilt es einige Regeln zu beachten.
Betonzusatzmittel in flüssiger Form sind Stoffgemische, welche fast ausschließlich entweder als Lösungen, Emulsionen oder als Dispersionen (Suspensionen) vorliegen. Bei tiefen Temperaturen besteht die Gefahr der Trennung einzelner Komponenten, bedingt durch mögliche unterschiedliche Gefrierpunkte der einzelnen Stoffe.
Blick in das Labor von CEMEX
Admixtures (Foto: Cemex)
Obwohl die Zusatzmitteltechnologie in den letzten Jahren sehr große Fortschritte im Hinblick auf die Lagerstabilität der Produkte gemacht hat, zeigen vor allem Luftporenbildner, Stabilisierer und Schaumbildner nach wie vor Anfälligkeiten, wenn es sich um den frostnahen Temperaturbereich handelt. Betonverflüssiger oder Fließmittel enthalten ebenfalls in den meisten Fällen entschäumende Zusätze, die sich bei Einwirkung von Frost an der Oberfläche absetzen können. Wird das Produkt am Boden des Zusatzmitteltanks abgepumpt, könnte es in diesem Fall ohne die entschäumenden Zusätze gefördert werden und es könnte zu einem erhöhten Luftgehalt im Beton kommen. Daher gilt die Empfehlung, einmal gefrorene Zusatzmittel unbedingt nur mit der Freigabe des Herstellers wieder zum Einsatz zu bringen.
Produkte mit durch Frost getrennten Wirkstoffphasen sind, wenn überhaupt, nur durch sehr aufwendige Verfahren erneut zu homogenisieren. Die auf Baustellen oder in Betonwerken zur Verfügung stehenden Mittel reichen hierfür in den meisten Fällen nicht aus.
Tiefe Zusatzmitteltemperaturen können zudem die Viskosität der Produkte erhöhen, sodass sie möglicherweise schwerer förderbar werden. Verzögernd wirkende Zusatzmittel sollten bei Kälte niedriger dosiert werden, weil der Hydratationsprozess des Bindemittels bei niederen Betontemperaturen sowieso schon verlangsamt abläuft.
Das Fazit lautet daher: In der kalten Jahreszeit sollte man unbedingt darauf achten, alle Zusatzmittel nicht unter fünf Grad Celsius zu lagern. Dazu sind beispielsweise beheizbare Container geeignet. Zusätzlich ist dafür zu sorgen, dass die Standfläche der Zusatzmittellagertanks ausreichend gegen Kälte isoliert ist. Auch die Zuleitungen müssen frostfrei gehalten werden, damit die Förderung der Produkte nicht beeinträchtigt wird.