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22.03.2010

Volles Tempo beim Hauptbahnhof Aschaffenburg

CEMEX Beton-Bauteile verkürzen die Bauzeit

Der in die Jahre gekommene Hauptbahnhof von Aschaffenburg wird derzeit durch einen Neubau ersetzt, der optisch und funktional modernen Anforderungen gewachsen ist. Das 20 Millionen Euro teure Objekt wird von einem privaten Investor finanziert.

Aus den fünfziger Jahren stammte das alte Bahnhofsgebäude und entsprach deshalb schon länger nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Verkehrsknotenpunkt. Eine klare Mehrheit der Aschaffenburger Einwohner sprach sich denn auch in einem Bürgerentscheid für den Neubau aus. Der neue Bahnhofskomplex besteht neben der großzügigen Bahnhofshalle aus einem Einkaufszentrum, Büros in der oberen Etage und einem angegliederten Ärztehaus. Realisiert wird das Projekt von dem ortsansässigen Unternehmer Ferdinand Fäth (Investor). Für die Entwürfe zeichnen die beiden Architekturbüros Kammerl + Kollegen und Brönner verantwortlich. Die Firma Riedel Bau aus Schweinfurt übernahm die Bauausführung. Am 5. Oktober 2008 fand der erste Spatenstich statt, der Rohbau wird im September 2010 fertiggestellt sein. Die Eröffnung ist für Dezember 2010 geplant.

Computergrafik des fertigen Bahnhofsvorplatzes: Schlanke Stützen prägen die Optik (Copyright: Kammerl + Kollegen)
 

Durch die erhöhten Ansprüche an die Maßhaltigkeit der Betonkonstruktion im Fassadenbereich, war es dem Bauunternehmen Riedel besonders wichtig mit passgenauen Betonhalbfertigteilen zu arbeiten. Die Platteneinteilung wurde eigens auf die Keramikfassadenverkleidung abgestimmt. „Wir haben uns für Betonhalbfertigteile entschieden, weil sie eine sicherere Maßhaltigkeit bieten. In das Achsraster der Fassade von 1,25 m müssen die vorgefertigten Fensterelemente eingepasst werden. Bei einer Gebäudelänge von 180 m ist es daher entscheidend, dass die Betonrahmen präzise gefertigt sind und keine Abweichungen vorkommen. Deshalb waren Betonfertigteile für dieses Objekt erste Wahl“, berichten Architekt Eik Kammerl und Oberbauleiter Marcus Eckert von Riedel Bau.

Montage von Betonfertigteilen auf der Bodenplatte im Erdgeschoss des zweiten Bauabschnitts (Bereich Bahnhofshalle). In der Bildmitte: der 1. Bauabschnitt.  (Foto: Riedel Bau)
 

CEMEX Deutschland erhielt von Riedel Bau den Auftrag zur Lieferung von ca. 5.200 m² Doppelwandelementen und 20.000 m² Filigran-Elementdeckenplatten im Großformat. Im ersten, bereits abgeschlossenen, Bauabschnitt wurden davon bereits 2.200 m² Doppelwandelemente sowie 3.500 m² Deckenelemente eingebaut.

„Die extrem großen Aussparungen für die großzügige Fensterfront waren für die Produktion und Logistik eine echte Herausforderung“, erläutert Gerhard Knüttel, stellvertretender Vertriebsleiter im Produktbereich Beton-Bauteile der CEMEX Deutschland AG. „Einige Beton-Bauteile sahen nur noch wie Rahmen aus. Dadurch waren sie natürlich beim Transport und beim Einbau besonders empfindlich.“ Die 4,80 m hohen und drei Meter breiten Bauteile hatten Aussparungen von 2,80 mal 2,40 m. Doch viel Fingerspitzengefühl beim Einbau zeigte Erfolg: alle Beton-Bauteile fanden problemlos ihren Platz in der Fassade.

Luftaufnahme der kompletten Baustelle  (Foto: Luftbilder Müller Schweinfurt)
 

Die Logistik wird hier nicht nur vom Bauablauf vorgegeben, sondern muss auch die Lage des Objekts im Stadtzentrum berücksichtigen. Maximal zwei Lkw können gleichzeitig die Baustelle anfahren, um dort zu entladen. Die Belieferung erfolgt aus drei Betonbauteil-Werken: Für die Produktionspläne, die Produktion der Deckenelemente und die logistischen Abläufe zeichnet das Werk Neuendorf der CEMEX Deutschland AG verantwortlich. Die Wandelemente werden aus den Werken Bad Dürkheim und Bischofsheim zugeliefert. Enge Abstimmungen aller Beteiligten und pünktliche Lieferungen sind deshalb unbedingt erforderlich.

 
Quelle: CEMEX Deutschland AG


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