Service \ News Animation aus
Logo
  RSS Newsfeed abonnieren Seite drucken PDF generieren

News

Gesamtübersicht
Beton- und BautechnikMarkt und Bauwirtschaft
VeranstaltungenLiteraturtipps
Presse-InformationenBauen, Wohnen, Garten
Vermischtes



Bestellen Sie den Beton-Newsletter hier, um automatisch und regelmäßig über aktuelle Beton-News informiert zu werden.

08.12.2010

Verfüllung unter Dresdens Hauptverkehrsknotenpunkt

Knapp 6000 Kubikmeter füma von CEMEX Deutschland verfüllen innerhalb von 14 Tagen einen Fußgängertunnel unter dem Pirnaischen Platz


Im Schnitt 100 Unfälle geschahen bisher im Jahr am Pirnaischen Platz, auf dem sich die Innenstadtdurchfahrung und -umfahrung in Nord-Süd-Richtung schneiden: Dresdens größter und kompliziertester Verkehrsknotenpunkt ist auch die gefährlichste Kreuzung der Stadt. Eine aufwändige Umbaumaßnahme soll jetzt die Verkehrssituation verbessern.

Das wichtigste Ziel ist es, den Platz für Fußgänger, Radfahrer und Linksabbieger sicherer und übersichtlicher zu gestalten. Unter anderem werden die Gehwege in alle Richtungen neu angelegt und mit Begrenzungen gesichert.

Der Pirnaische Platz in Dresden: Im Hintergrund die Polizeidirektion und die Frauenkirche, unten links sieht man einen Tunneleingang nach der Verfüllung.
 

Schon in den 1990er Jahren hatte der Stadtrat beschlossen, eine Fußgängertunnelanlage aus den frühen 1970er Jahren langfristig aufzugeben, und nach einem Brand 2006 war sie vorzeitig außer Betrieb genommen worden. Das Straßen- und Tiefbauamt entschied, die Tunnel nicht zurückzubauen, sondern zu zeit- und kostensparend zu verfüllen.

Das unterirdische System bestand aus einem Hauptgang (105 x 8,8 x 2,5 Meter), dem Nebentunnel Wilsdruffer Straße (55 x 6,3 x 2,5 Meter), dem Nebentunnel Grunaer Straße (75 x 6,3 x 2,5 Meter), sieben Zugängen und zwei Funktionsräumen – ein zu verfüllendes Volumen von fast 6000 Kubikmetern.Um die Kreuzung nur punktuell und kurzfristig für den Verkehr sperren zu müssen, forderte das Straßen- und Tiefbauamt ein Verfüllgut, das umweltverträglich ist und sich äußerst zügig einbauen lässt. Das Material sollte zunächst sehr fließfähig sein und danach so schnell aushärten, dass innerhalb von 24 Stunden ohne Vermischung weiterverfüllt werden kann. Diesem Anforderungsprofil entspricht der Verfüllbaustoff füma der CEMEX Deutschland AG, ein hochfließfähiger, hydraulisch verfestigender Porenleichtbeton.

Stundenleistung bis zu 50 Kubikmeter: Die Fahrmischer von CEMEX Deutschland brachten die Verfüllbaustoffe füma und füma s direkt in die Einfüllöffnungen ein. Rechts unten der Bohrkern.  


„Dieses Projekt hat uns mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Die Verfüllung musste innerhalb von 14 Tagen abgeschlossen sein, und daraus schließend mussten wir an einigen Tagen eine Abnahmemenge von über 500 Kubikmetern bereitstellen“, erklärt Uwe Engelhardt, als Vertriebsaußendienstmitarbeiter bei CEMEX für den Raum Dresden zuständig. Uwe Hofmann, Projektmanager Spezialbaustoffe in der CEMEX-Region Nordostbayern-Thüringen-Sachsen, unterstreicht: „Eine solche logistische und produktionstechnische Aufgabe ist nur zu stemmen, wenn Vertrieb, Produktion und Baustofftechnik reibungslos zusammenarbeiten.“

Bei Fallhöhen von bis zu 3,50 Metern zeigte füma seinen guten Zusammenhalt, und im Tunnelsystem stellte der Verfüllbaustoff seine ausgeprägte Fließfähigkeit unter Beweis.


Vom 21. Juli bis 4. August 2010 nahm die ARGE Pirnaischer Platz Dresden Los 1 (EUROVIA VBU GmbH – NL DD, Teichmann Bau GmbH, Wolff & Müller Tief- und Straßenbau GmbH & Co. KG) die Verfüllung vor. Zum Einsatz kamen 4700 Kubikmeter des feinkörnigen füma und 1280 Kubikmeter der fließfähigen Bindemittelsuspension füma s.

Das Ingenieurbüro mgp mund, gille + partner GbR sah in seiner Ausführungsplanung fünf Hauptabschnitte vor. Zwischen denen stellte die ARGE Abmauerungen und Durchgangsbohrungen her, genau festgelegte Einfüll- und Entlüftungsöffnungen gewährleisteten eine hohlraumfreie Verfüllung.

Die ARGE baute den Verfüllbaustoff in zwei Lagen von je einem Meter und einer Lage von 0,5 Metern ein. Die Abmauerungen reichten nicht ganz bis zur Tunneldecke, weil in der oberen Lage bis zu drei Abschnitte zugleich verfüllt werden sollten. Dazu diente füma s, das noch größere Fließweiten erreicht und die Forderung nach einer Rezeptur ohne Sand erfüllt.Die Mitarbeiter der Transportbetonwerke Dresden-Altstadt und -Rossendorf stellten den Verfüllbaustoff aus qualitätsgeprüften, unbedenklichen Ausgangsstoffen her. Matthias Kühme, als Prüfstellenleiter bei CEMEX für das Gebiet Sachsen verantwortlich, überwachte die Produktion. Bei Tagesleistungen von max. 600 Kubikmetern füma und max. 400 Kubikmetern füma s hatte die CEMEX-Disposition bis zu 14 Fahrmischer im Einsatz, die bis zu 80 Touren absolvierten.

Erfolgreich abgeschlossene Verfüllung: Die verschiedenen Einbaulagen sind zu erkennen. Die obere Lage besteht aus füma s, das wegen des hohen Anteils an Braunkohlenflugasche dunkler ist.

Fazit: füma und füma s erfüllen alle ausgeschriebenen Produktanforderungen. Mit einer Rohdichte von 1,4 kg/m³ erreichen die schwindarmen Materialien nach 56 Tagen sicher die nötige Druckfestigkeit von 2,5 bis 5 N/mm². So leisten sie unter der Straßenoberfläche einen Beitrag, Dresdens gefährlichste Kreuzung sicherer zu machen.


Quelle: CEMEX Deutschland AG


RSS Newsfeed abonnieren Seite drucken PDF generieren
beton.org twittert
Senden Sie uns News!

Sie haben interessante News zum Thema Beton? Nehmen Sie unsere Redaktion in Ihren Presseverteiler auf. Bitte senden Sie Ihre Texte an newsletter[dont like]@[spam]beton.org
Wir behalten uns vor, Ihre Texte redaktionell zu bearbeiten. Eine Veröffentlichung ist nicht garantiert.

Linktipps:
Startseite