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04.11.2010 Thier-Galerie: CEMEX liefert 32 000 m³ Beton ins Zentrum von Dortmund Ein extremer Fall von Bauen im Bestand: Die Errichtung des neuen Einkaufszentrums fordert von allen Projektbeteiligten eine ausgefeilte Logistik – auch von der CEMEX Deutschland AG als führendem Partner der Transportbeton-Liefergemeinschaft.
Es ist die zurzeit größte Baustelle der Stadt, und es ist dank ihrer Lage mit Sicherheit auch die spektakulärste: Mitten im Zentrum von Dortmund, direkt an der Fußgängerzone entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Thier-Brauerei die neue Thier-Galerie – ein Stück Strukturwandel im Herzen der Stadt. Auf einer Verkaufsfläche von etwa 33 000 Quadratmetern und einer Bürofläche von rund 5300 Quadratmetern mit 3300 Quadratmetern im Verwaltungsgebäude und 2000 Quadratmetern im Center werden nach der Eröffnung im Herbst 2011 etwa 150 Fachgeschäfte, eine Kulturterrasse, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe einziehen. Verantwortlich für Generalplanung, Projektmanagement und Vermietung ist die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG. Die kurze Bauzeit von 23 Monaten und die Lage der Baustelle mitten im innerstädtischen Baubestand sind für die Bauausführenden und ihre Lieferanten eine große Herausforderung.

Die Großbaustelle liegt inmitten der Dortmunder Innenstadt, entsprechend beengt sind die Verhältnisse. Zulieferer haben sich an ein ausgefeiltes Logistikkonzept zu halten. Im Auftrag des Generalunternehmers Ed. Züblin AG organisiert die CEMEX Deutschland AG die Transportbetonversorgung und die Betonförderung. CEMEX Deutschland versorgt das Projekt als federführender Partner innerhalb einer Liefergemeinschaft mit Transportbeton. Insgesamt beläuft sich der Auftrag des Generalunternehmers Ed. Züblin AG auf 45 000 Kubikmeter, von denen die CEMEX-Transportbetonwerke Dortmund-Schüren und -Deusen etwa 32 000 Kubikmeter bereitstellen, allein 25 000 Kubikmeter im ersten Halbjahr 2010. Die Thier-Galerie besteht aus fünf oberirdischen Geschossen und zwei Untergeschossen. Die Etagen 3 bis 5 werden als Parkebenen genutzt. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau stehen. Marc Holberg, Prüfstellenleiter der CEMEX-Baustofftechnik NRW-Euregio: „Als Hauptmenge für bewehrte Außenbauteile kommt ein Beton C30/37 XC4 XD1 XF1 XA1 zum Einsatz, für Stützen und andere schlanke Bauteile ein C45/55 XC4 XD3 XF3 XA2.“
Ausgefeiltes Logistikkonzept
Die Baustelle grenzt an die Fußgängerzone – die für die Anfahrt ohnehin nicht zur Verfügung steht – und liegt inmitten enger Straßen, in denen jeder entladende LKW für einen Rückstau sorgen würde. Deshalb hat die Ed. Züblin AG die Anlieferzonen genau vorgegeben; beim Transportbeton sind es neun Entladestationen für die Beschickung von Kränen und fünf feste Plätze für die Übergabe Fahrmischer an Betonpumpe.
Jeder Lieferant hat sich an ein ausgefeiltes Logistikkonzept zu halten. Damit alle im Takt bleiben, weist die Bauleitung jedem ein Zeitfenster zu. So wird der Baubetrieb ungestört abgewickelt und es entsteht keine zusätzliche Verkehrsbelastung. Die besondere Leistung der CEMEX-Zentraldisposition ist es, einerseits eine kontinuierliche Betonversorgung sicherzustellen und andererseits dafür zu sorgen, dass nicht zu viele Fahrmischer gleichzeitig die Baustelle anfahren.
Wenig Platz gleich wenig Zeit – auch die Betontechnologie berücksichtigt diesen Grundsatz. Marc Holberg: „Alle Hauptsorten stellen wir schon werksseitig auf die sehr weiche Konsistenz F4 ein. So kann der Beton direkt an die Pumpe übergeben werden, eine Fließmittelzugabe auf der Baustelle und zusätzliche Mischzeiten sind nicht nötig.“
Pumpstandorte metergenau festgelegt CEMEX Deutschland organisiert auch die Betonförderung und setzt auf der Großbaustelle verschiedene Autobetonpumpen bis M56 ein. Die Pumpenstandorte sind metergenau festgelegt. An den ausgewiesenen Pumpenplätzen hart am Rand der Baugrube sind Träger einbetoniert, die das Gewicht der Fahrzeuge aufnehmen.
Bei der Herstellung der Bodenplatten waren noch regelmäßig Tagesleistungen von 500 Kubikmetern Beton gefordert. Jetzt liegen die Liefermengen zwar deutlich darunter – aber von Business as usual kann bei einem logistisch so komplexen Bauvorhaben auch heute noch keine Rede sein.
Quelle: CEMEX Deutschland AG


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