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27.07.2010 Student entwirft architektonisches Highlight Am Samstag, 17. Juli 2010, wurde der neue Aussichtsturm am Erlebnispark Teichland (Bärenbrücker Höhe) eingeweiht. Der Aussichtsturm wurde nach einem Entwurf von Daniel Slota, Student der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU), gestaltet und umgesetzt. Der Entwurf ist das Resultat eines studentischen Wettbewerbes, den die Gemeinde Teichland 2007 ausgeschrieben hatte. Der insgesamt 57 Meter hohe Turm steht heute auf einer Aufschüttung von Abraum aus den nahegelegenen Tagebaustätten Jänschwalde und Cottbus-Nord. Foto: TU Cottbus Öffentlichkeitsarbeit/Marketing, Bildarchiv
Der Aussichtsturm besteht aus einer dreieckigen Stahlbetonkonstruktion, die das innenliegende Treppenhaus aufnimmt, welches zur Aussichtsplattform führt. Der Zugang erfolgt unterirdisch über einen aufgeschütteten Hügel, in dem gleichzeitig eine Dauerausstellung zum Thema Energie und Bergbau Auskunft gibt. Von der Plattform aus bietet sich dem Betrachter ein Rundblick über die Teichlandschaft und das Gebiet des zukünftigen Cottbuser Ostsees, der bei gutem Wetter einen Weitblick bis zum Kraftwerk Schwarze Pumpe ermöglicht. Eine Membran aus Glasfasergewebe mit Teflon-Beschichtung umspannt den Turm und verleiht ihm ein graziles Erscheinungsbild. Die selbstfindende organische Form ergibt sich durch die Einspannung der Membran unten am Fußpunkt in Form eines dreieckigen abgerundeten Sternes, und oben an der Plattform, die einen sechseckigen abgerundeten Stern bildet. Die gerundeten Flächen und die Membrangrate an den Konstruktionsseilen geben der Oberfläche bei Sonnenlicht ein interessantes Lichtspiel zwischen weich verlaufenden Schatten und harten Kanten an denen sich das Licht bricht. Die vertikal durchgehende Membran verleiht dem Bauwerk durch ihre organische Form zudem einen fast schwebenden Charakter und eine futuristische Leichtigkeit, die nicht nur Architekturinteressierte begeistern wird.
Prof. Heinz Nagler, Dekan der Fakultät Architektur Bauingenieurwesen und Stadtplanung an der BTU Cottbus bemerkt: "Dieser neue Turm auf der Bärenbrücke Höhe ist ein hervorragendes Beispiel für die hohe Entwurfsqualität studentischer Arbeiten an der BTU. Diese konkrete Verbindung von Lehre und Praxis ist ein weiteres Beispiel für das Reallabor im dem sich die BTU bewegt und eindrucksvolle Ergebnisse erzielt. Der Turm kann in ästhetischer und baukünstlerischer Hinsicht in einem Atemzug mit anderen architektonischen Höhepunkten der IBA-Region, wie dem Turm in Sedlitz oder den Biotürmen in Lauchhammer, genannt werden." Daniel Slota wurde bei der Entwicklung seines Entwurfes und bei der konstruktiven Ausarbeitung durch den BTU-Lehrstuhl Baukonstruktion und Entwerfen, Prof. Wolfgang Schuster und Philip Engelbrecht sowie dem Lehrstuhl Tragwerkslehre und Tragkonstruktion von Prof. Karen Eisenloffel unterstützt. Die studentische Arbeit für ein konkretes Projekt zeugt einmal mehr von der Qualität der Lehre und von der praxisnahen Ausbildung an der BTU Cottbus.
Planung und Realisierung des Turmes in Zusammenarbeit der Partner:
Entwurf: Daniel Slota, Architekturstudent, BTU Cottbus
Bauherr: Gemeinde Teichland
Planung: Projektkoordination, Dipl.-Ing. Dirk Böhme, Cottbus Generalplanung + Statik, grbv Hannover Architektur, AWB Architekten, Dresden Membranplanung, LEICHT, Rosenheim Illumination, KÜGLER Ingenieure, Cottbus

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