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04.05.2011 Schneller Schwimmen in Halle Olympiareif geschalt

Höchste Ansprüche an die Bauausführung stellen Projekte, in denen sich Roh- und Ausbau sehr speziell miteinander verzahnen und sich gegenseitig bedingen. Eines dieser spannenden Projekte wird gerade in Halle (Saale) abgeschlossen: Der Neubau einer Trainingsschwimmhalle. Die Stadt ist einer der wenigen bundesdeutschen olympischen Trainingsstandorte für Schwimmer und blickt auf eine viele Jahrzehnte dauernde, weit überdurchschnittliche Erfolgsquote zurück. Aktuell ist der Weltmeister und Weltrekordler Paul Biedermann am bekanntesten.
Halle (Saale) Im Moment entsteht in Halle (Saale) der Ersatzneubau der städtischen Trainingsschwimmhalle. Gefördert wird das Projekt von der Bundesregierung sowie dem Land Sachsen-Anhalt. Nicht nur, dass die alte Halle nicht mehr den modernsten Anforderungen entsprach, auch waren die Rohre für die Abwässer der vorhandenen Altbauten, darunter auch einem Ärztehaus, defekt. So war der Abriss der Altsubstanz mit einem anschließenden Neubau die beste Alternative.
Schalungs- und Betonarbeiten Insgesamt sollten 4.500 m³ Beton der Klassen C8/10 bis C30/37 verwendet werden sowie 610 Tonnen Bewehrungsstahl. In die Schalung – genauer: zwischen die beiden Wandschalungen, wo später der Beton hineingefüllt wird – wurden zahlreiche Bauteile eingefügt, die nach dem Aushärten als Durchlässe für Röhren und Leitungen dienen.
Ein besonderer Gebäudeteil war das Gegenstrombecken. Viele Meter lange, unterschiedlich geformte große Kästen aus 2 mm starkem Stahlblech mussten zu diesem Zweck quasi in besonders flüssigem Stahlbeton versenkt werden. Damit der annähernd hydrostatisch wirkende Frischbetondruck diese nicht einfach zusammendrückte, wurden sie hierfür innen ausgesteift. Bauleiter Kunzelmann: „Für diesen Fall entwickelten wir einen besonderen Beton C30/37 mit der Konsistenzklasse F6.“ Dieser umfloss Kästen und die enge Bewehrung problemlos.
Nach dem Aushärten wurden die inneren Aussteifungen entfernt. Die Frontseite des Gegenstrombeckens besteht aus einer dicken, 1,80 m hohen Glasscheibe, die es dem Trainer erlaubt, den stundenlang im Strom schwimmenden Trainierenden jederzeit von unten oder der Seite zu beobachten und ihm Anweisungen zu geben.
Ausblick Ende September 2010 wurde der Rohbau erfolgreich abgeschlossen. Es folgen Innenausbau und Installationen, welche auf Vorarbeiten schon während der Betonarbeiten fußen. An die einbetonierten Kästen werden nun die Strömungsanlagen angeschlossen. Im März 2011 soll die Halle für das erste Training bereit stehen.
Quelle und weitere Infos zu den Schalarbeiten:: PASCHAL-Werk G. Maier GmbH

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