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14.09.2010 Objektbericht: Walther Collection in Burlafingen Roher Sichtbeton im Kunstkubus
Bildnachweis: Walter Vorjohann via BauNetz
Obwohl der Kunstsammler Artur Walther in New York lebt und in den Gremien und Aufsichtsräten berühmter amerikanischer Museen tätig ist, u.a. dem Museum of Modern Art (MoMA), entschied er sich beim Bau seines Privatmuseums für Burlafingen, einen Vorort von Ulm. Die von dem Kunstliebhaber schlichtweg Walther Collection genannte Sammlung umfasst mehr als 700 Werke zeitgenössischer Foto- und Videokunst, darunter auch die größte Sammlung afrikanischer Fotokunst. Damit hat er dem kleinen Wohnort seiner Kindheit ein großes Stück Kultur geschenkt.
Der zunächst als transparenter Würfel mit viel Glas konzipierte Neubau zeigt sich nach seiner Fertigstellung monolithisch mit überwiegend geschlossenen Wandscheiben und nur wenigen Öffnungen. Auch war der Werkstoff Beton lediglich als Konstruktionselement vorgesehen, Sichtbeton sollte keine Rolle spielen. Aus ausstellungstechnischen Gründen entschied sich der Bauherr während der Bauphase jedoch für eine andere Variante. Auch gefiel ihm der rohe Beton der Decken- und Wandflächen so gut, dass er letztlich sichtbar blieb. Sie zeigen die Anordnung der Schaltafeln, Ankerlöcher und Arbeitsfugen.
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