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10.08.2011
Objektbericht Domforum in Köln
Das von dem Kölner Architekten Fritz Schaller 1952/1954 als Bankgebäude mit einer kühnen Konstruktion gebaute Domkloster wurde 1995 von seinem Sohn Christian - unter seiner Beteiligung - für einen neuen Nutzungszweck umgebaut. Der Wettbewerbsentwurf von 1951 folgte der Grundidee: „Ein Stück überdachter Domvorplatz“. Was damals in dieser Konsequenz mit der Banknutzung nicht vereinbar war, erlaubte 1995 die neue Nutzung als Sitz des DOMFORUMs. Alle festen Einbauten der Bankhalle im Erdgeschoß wurden beseitigt, die Richtung und der Charakter des Bodenbelags von dem Domvorplatz übernommen und durch die Deckenstruktur und Lichtführung unterstützt. Es sollte der Eindruck von Durchlässigkeit und von der Verlängerung der Domplatte ins Haus entstehen. Und dies alles aus Kostengründen auch noch mit einfachsten Mitteln.
Architektonische Elemente heben die „Begrenzung“ des Raumes auf
Funktion und Gestaltung, Konzept und Kontext fügten die Architekten Schaller bei dem damaligen Umbau zu einer gelungen Einheit zusammen und passten das Gebäude so seiner neuen Nutzung an. Die ursprünglichen Raumdimensionen blieben bis heute erhalten: Im Innenraum erstreckt sich über die gesamten fünf Stockwerke bis hin zum Glasdach hinauf ein quadratischer, innen verglaster Lichthof, der im ersten Stock durch einen kreisrun-den Einschnitt begrenzt wird. Fritz Schaller schuf so ein Gebäude mit architektonischen Elementen, die die klassische „Begrenzung“ des Raumes aufhoben. Die großen Glasflächen im Erdgeschoss reichen bis zum Boden. Sie separieren das Foyer des DOMFORUMs von der Domplatte, ohne eine Abgrenzung zu bilden. Durch ein rautenförmiges Netz sind sie engmaschig strukturiert und wirken wie eine Membran.
Langlebige und leistungsstarke Betonsteinplatten
Für den Boden wählten die Kölner Architekten mit der Betonsteinplatte „Pallas“ in der Farbe „ Grassano“ von Stein+Design einen Belag, der mit seiner granitsteinähnlichen Optik nahe an den Granitsteinboden des Domvorplatzes herankam. So konnte ihr Entwurfskonzept, den äußeren Charakter nach innen zu ziehen, wirtschaftlich umgesetzt werden. Mit ihren geschliffenen Oberflächen zählen Pallas-Platten zu den erlesensten Produkten aus Betonwerkstein. Der aufwändige Schleifvorgang legt das in der Betonmatrix enthaltene Natursteinkorn in seiner ganzen Schönheit frei und lässt es voll zur Geltung kommen. Durch die von Stein+Design entwickelte CleanTop-Oberfläche ist die Betonwerksteinplatte gegen Verschmutzung, Algen und Moos geschützt, leichter zu reinigen sowie besonders trittsicher (R 11 gemäß DIN 51130) und dauerhaft farbveredelt. Rund 200 Quadratmeter der Betonsteinplatte wurden von dem Kölner Fachbetrieb „Fliesen Müller“ fach- und sachgerecht im DOMFORUM verlegt und so ein perfekter Übergag zum Domvorplatz geschaffen.
Seit dem Umbau 1995 fungiert das DOMFORUM als Informations- und Begegnungszentrum der katholischen Kirche Kölns und als Besucherzentrum des Kölner Doms, das jährlich von über 300.000 Menschen besucht wird. Seit nunmehr 15 Jahren gehen sie über die Betonstein-Platten, die sich ihre granitsteinähnliche Optik in ganzer Schönheit erhalten haben. Bei der Neugestaltung des im Jahr 2010 umgebauten und inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes durch das Bonner Büro Martini Architekten BDA hat sich einiges getan, doch die Betonwerksteinplatten „Pallas“ von Stein+Design wurden nicht ausgetauscht. „Die Idee von Architekt Schaller, den Fugenverlauf der Domplatte im Foyer des DOMFORUMs aufzugreifen, entspricht genau unserem Konzept, ein offenes Forum am Dom zu sein - für Kölner wie für Kölnbesucher“ sagt Harald Schlüter, stellv. Leiter des DOM-FORUMs Mit ihrer zeitlosen Granitstein-Optik integrieren sie sich harmonisch in das neue hell und offen gestaltete Ambiente. Ihr Farbton passt perfekt zur Farbe Weiß, die den neugestalteten Kernbereich des Foyers prägt. Und auch ihre Funktion als attraktive Basis für die zahlreichen Besucher und Pilger, die jährlich das DOMFORUM besuchen, werden die Bodenplatten weiterhin bei gutem Aussehenserhalt erfüllen. Zwischen 400 000 und 500 000 Besuchern zählt das Veranstaltungszentrum der katholischen Kirche in Köln seit der Eröffnung 1995.
„Wir haben damals bei unserem Umbau 1995 die Betonwerksteinplatten von Stein+Design gewählt, weil sie mit ihrer granitähnlichen Optik unserem gestalterischen Anspruch entsprachen, eine optische Verbindung zwischen Außen- und Innenraum zu schaffen“, begründet Architekt Christian Schaller die Entscheidung seines Büros. „Dass sie nach all den Jahren noch gut aussehen, ist sicher ein Grund dafür, dass man sich beim Umbau 2010 dafür entschieden hat, die Bodenplatten noch weitere Jahre liegen zu lassen“, so der Architekt weiter. Durch die drei neuen großen Glasfronten wurde eine visuelle Transparenz geschaffen, die die optische Fortsetzung der äußeren Bodenfläche in den Innenraum noch besser als bisher zum Ausdruck bringt.
Bautafel:
Objekt: DOM-Forum
Architekt: Schaller / Theodor Architekten BDA
Auftraggeber: Erzbistum Köln
Verarbeiter: Fliesen Müller GmbH, Köln
Betonwerksteine: Pallas Grassano von Stein+Design, Format: 60x40x5 cm, Menge: ca. 200 m²
Fotos: Stein+Design
Weitere Informationen:
Wero press
Werner Rosskopf
Dr. Hans-Hoffmann-Straße 7
67157 Wachenheim/Weinstraße
Tel. 06322 65613
