News  
Bestellen Sie den Beton-Newsletter hier, um automatisch und regelmäßig über aktuelle Beton-News informiert zu werden.
20.09.2011 Neues Bettenhaus für das Westdeutsche Tumorzentrum in Essen Betonfertigteile erleichtern strukturierte Abläufe auf der Baustelle
Die CEMEX Beton-Bauteile GmbH produziert 9347 Quadratmeter Elementdecken und 1208 Quadratmeter Doppelwandelemente für das Westdeutsche Tumorzentrum an der Universitätsklinik Essen.
Bis zu 130 onkologische Patienten können bald in einem hochmodernen Gebäude auf dem Gelände der Essener Uniklinik stationär betreut werden. Das neue Bettenhaus des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) entsteht in unmittelbarer Nähe zur Strahlen- und Tumorklinik sowie zum Ambulanzgebäude des WTZ. Die bauausführende Köster GmbH aus Osnabrück stellte sämtliche Decken und einen Teil der Wände des siebengeschossigen Neubaus aus Stahlbetonhalbfertigteilen der CEMEX Beton-Bauteile GmbH her. Frederike Klaus vom Vertrieb der CEMEX Beton-Bauteile GmbH: „Lieferbeginn war im Juli 2010, und vor einigen Tagen hat unser Werk Bremke das letzte Element für das Bettenhaus produziert.“
Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Essen entsteht das neue Bettenhaus des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ). (Foto: Köster GmbH)
Wände mit horizontal stabilisierender Funktion Die Doppelwandelemente, jedes einzelne über 3 Meter hoch, wurden für die Aufzugschächte und einen dreigeschossigen Verbindungsbau zum Nachbargebäude eingesetzt. Alexander Jost, der die technische Bearbeitung der Betonfertigteile vornahm, weist auf eine Besonderheit hin: „Sämtliche Wände sind als aussteifende Wände ausgeführt und haben eine horizontal stabilisierende Funktion. Sie wirken horizontalen Lastkomponenten wie Kippen und Verwinden entgegen.“ Damit die Wände vom Untergeschoss bis zum Dach als Wandscheibe fungieren, verbinden wesentlich mehr und längere Bewehrungseisen als üblich neben- und übereinander angeordnete Wandelemente. Wenn die Doppelwandelemente dann mit Ortbeton ausgegossen sind, entsteht statisch betrachtet ein massives Bauteil. Die Wandhöhen variieren von Geschoss zu Geschoss, maximal betragen sie etwa 3,20 Meter. In die Wände für die Aufzugsschächte betonierten die Mitarbeiter des Fertigteilwerks nach den Vorgaben des Aufzugsplaners Ankerschienen mit ein, ebenso wurde Gerüsthülsen und Elektrodosen schon werksseitig in die Wandelemente integriert.
Deckenelemente mit Spannweiten bis 7,60 m Vom 1. Untergeschoss bis zum Dachabschluss im 5. OG kamen Elementdecken zum Tragen, etwa 1500 Quadratmeter pro Geschoss - jeweils verlegt in drei oder vier Tagen. Sämtliche der massiven, überwiegend 30 Zentimeter dicken Decken sind als Flachdecken ausgeführt, das heißt, sie lagern im Wesentlichen auf Stützen. Die Deckenelemente erreichen hier Spannweiten bis zu 7,60 Meter. Die fünf Zentimeter dicken Deckenplatten aus einem Beton der Festigkeitsklasse C30/37 sind wegen der hohen Lasten stark bewehrt. Nach der Montage wurden sie mit Aufbeton ergänzt.
Die Doppelwandelemente und Elementdecken erwiesen sich als eine wirtschaftliche und technisch hochwertige Lösung. (Foto: Köster GmbH)
In den Planungen sind viele unterschiedlich dimensionierte Aussparungen für die aufwendige Haustechnik des Klinikums vorgesehen, und die Mitarbeiter der CEMEX Beton-Bauteile GmbH konnten einen Großteil der Deckendurchbrüche schon im Fertigteilwerk anlegen. Auch betonierten sie Dübelleisten als Durchstanzbewehrung in die Deckenplatten mit ein. Im Bereich einiger Stützenköpfe allerdings sollten die Flachdecken Stützenkopfverstärkungen aus hochfestem Ortbeton erhalten: Hier wurden quadratische Aussparungen von 1,5 mal 1,5 Metern in den Deckenelementen eingeplant.
Wirtschaftliche Lösung Trotz eines kleinteiligen Grundrisses und wechselnder Geschosshöhen, die viele individuelle Abmessungen erforderten, erwiesen sich Stahlbetonhalbfertigteile im Bettenhaus des WTZ als eine wirtschaftliche und technisch hochwertige Lösung. Dipl.-Ing. Philipp Mory, Bauleiter der Köster GmbH: „Der Einsatz der Betonfertigteile fördert strukturierte Arbeitsabläufe und kommt dem Bauablauf gut zupass.“
Quelle: CEMEX Deutschland AG

|