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15.11.2010

Neubau der HDI-Gerling-Zentrale, Hannover

Schalungskonzept sichert zügigen Baufortschritt

Der dreiflügelige Neubau der HDI-Gerling-Zentrale mit Tiefgarage, Atrium und insgesamt acht fünfgeschossigen Bürofingern entsteht ausschließlich mit Doka-Schalung. Foto: Doka

HDI-Gerling investiert derzeit 180 Mio. Euro in den Neubau ihrer Zentrale in Hannover. Den Auftrag für den Roh- und Ausbau des futuristischen Projektes erhielt die Bauunternehmung Max Bögl. Um Hannovers derzeit größtes Bauvorhaben Wirklichkeit werden zu lassen, drehen sich seit Ende 2009 auf dem gut 40.000 m² großen Areal sieben Hochbaukrane.

Das Bauwerk entsteht nach Plänen des renommierten Architekturbüros Ingenhoven aus Düsseldorf und wurde nach dem Zusammenschluss der beiden Versicherer HDI und Gerling zum drittgrößten Sachversicherer Deutschlands erforderlich. Im ersten Bauabschnitt bietet die Konzernzentrale auf knapp 75.000 m² Bruttogeschossfläche lichtdurchflutete Etagen und modernste Arbeitsplätze. Hier werden rund 2.000 Mitarbeiter, die derzeit noch an mehreren Standorten in der niedersächsischen Landeshauptstadt arbeiten, optimale Voraussetzungen und Arbeitsbedingungen vorfinden.

Die HDI-Gerling-Zentrale in Hannover entsteht nach Plänen des renommierten Architekturbüros Ingenhoven aus Düsseldorf. Foto: Doka

Über 260.000 m³ umbauter Raum

Das futuristische Projekt besteht aus drei Flügeln mit insgesamt acht fünfgeschossigen Bürofingern. Jeder Bürofinger ist 67,50 m lang, bei einer Breite der Regelgeschosse von 12,50 m. Drei aussteifende Erschließungskerne mit deckungsgleichen Grundrissen von 29,00 m x 7,20 m enden auf den Stirnseiten halbkreisförmig. Sie sind in hellem Sichtbeton auszuführen.

Auf dem ehemaligen Gelände eines GartenCenters begann der Neubau aus Ortbeton mit einer eingeschossigen Tiefgarage für 850 Fahrzeuge. Darauf setzt sich ein quadratisches Atrium mit 45,00 m Seitenlänge auf, welches den architektonisch anspruchsvollen Innenhof in einer Höhe von 26,00 m mit einem Glasdach attraktiv überspannt. Panoramaaufzüge verbinden die drei Gebäudeflügel.

Um die über 260.000 m³ umbauten Raum dieses Stahlbetonskelettbaus bis Mitte 2011 termingerecht fertigzustellen, arbeiten die rund 150 ehrgeizigen Eisenflechter und Betonbauer Hand in Hand. Eigenes Personal der Firma Bögl erstellt die anspruchsvollen Kerne und Wände. Für die insgesamt 35.000 m² bauteilaktivierten Decken mit bis zu 50 cm Stärke ist ein zuverlässiger Nachunternehmer eingebunden.


Drei aussteifende Erschließungskerne mit identischen Grundrissen von 29,00 m x 7,20 m und halbkreisförmigen Stirnseiten. Foto: Doka

Schalungen in Kombination

Die Treppenhäuser im Untergeschoss entstehen mit einer Kombination aus Doka-Rahmenschalung Framax Xlife und der stufenlos einstellbaren Rundschalung H20. Beide Systeme ergänzen sich optimal, weil identische Randprofile die einfache Kopplung mit den serienmäßigen Schnellspannern der Rahmenschalung erlauben. So lassen sich Grundrisse mit abgerundeten Wandenden schnell und wirtschaftlich herstellen.

Die hohen Sichtbetonanforderungen in den aufgehenden Etagen meistert die Baustelle mit einer Trägerschalung Top 50. Der Doka-Fertigservice hat die Elemente vorgefertigt und mit der speziell ausgeschriebenen Schalhaut von Westag belegt. Die verdeckte Befestigung der Schalungsplatten von hinten sorgt für eine ungestörte Sichtfläche, wie von den Architekten gefordert. Auch der Verlauf der Schalhautfugen im Übergang von der Wand in die Decke ist genau vorgeschrieben – eine große Herausforderung für die Bauausführung.

Der Beton gelangt auf kürzestem Weg in die Schalungen: Durch eine eigene stationäre Mischanlage auf der Baustelle. Die Fertigteilwerke von Bögl beliefern die Baustelle mit Brüstungen und vorgehängten Fassadenelementen in den Treppenhäusern.

Bauausführung:    Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co KG, Sengenthal
Schalungsberatung:    Doka-NL Nürnberg

Quelle: Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH


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