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12.11.2010 Volta Zentrum, Basel: Monolith mit Zentrumsfunktion 
Die Oberfläche des Leichtbetons wurde nach dem Ausschalen hell lasiert, wodurch sich auch die Feuchtigkeitsaufnahme des Betons reduzierte. Foto: Liapor
Mit dem Volta Zentrum erhält der Stadtteil Äusseres St. Johann im Norden von Basel ein ganz neues Stadtzentrum. Der Bau bietet auf sieben Stockwerken Platz für Gewerbe und Wohnungen, gleichzeitig setzt der weiße Monolith in Sichtbeton-Optik einen markanten städtebaulichen Akzent im Quartier. Um die hohen konstruktiven Anforderungen zu erfüllen, kam beim Bau ein Liapor-Leichtbeton zum Einsatz. Er gewährleistet neben den statischen Vorgaben nicht nur die für Wohngebäude erforderliche Wärmedämmung, sondern trägt mit seiner lasierten Oberfläche auch wesentlich zur Gebäudeästhetik bei.
Der Stadtteil Äusseres St. Johann, ein Quartier im Norden von Basel, wird zur Zeit städtebaulich völlig neu gestaltet. Durch die Verlegung der Hafenbetriebe sowie durch den Rückbau alter Anlagen wandeln sich dabei am Rheinufer ehemals industriell genutzte Areale zu neuen, attraktiven Stadtgebieten, gleichzeitig wird das Gebiet am Vogesenplatz durch zahlreiche neue Bauten infrastrukturell aufgewertet. Durch die weitgehend unterirdische Führung der Nordtagente wurde vorab bereits die Vorrausetzung dafür geschaffen, das Quartier vom Verkehr zu entlasten und das Wohnumfeld nachhaltig zu verbessern. Eine wichtige Rolle spielt dabei am Vogesenplatz der Bahnhof St. Johann mit einer neuen S-Bahn-Haltestelle, der künftig eine Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs in diesem Teil von Basel darstellen wird. Herzstück des Ensembles ist das neue Volta Zentrum am Bahnhofsplatz, das im Februar 2010 unter der Bauherrschaft der Implenia Generalunternehmung AG in Basel fertiggestellt wurde. In den beiden unteren Stockwerken des markanten siebenstöckigen Gebäudes finden sich Läden, Restaurants und Büros, in den oberen Geschossen entstanden insgesamt 74 Wohnungen.
Konzipiert und umgesetzt wurde das Volta Zentrum vom Architekturbüro Buchner Bündler AG in Basel, die Anfang 2006 den Auftrag zur Weiterbearbeitung des Großprojekts Volta Zentrum / Vogesenplatz erhalten hatten. Der Siegerentwurf überzeugte als kräftiger, vielfältig modellierter Baukörper mit großer Eigenständigkeit und Ausstrahlung, der mit seiner markanten Form und Optik dem Vogesenplatz eine neue Identität verleiht. Das von seiner Grundfläche her dreieckige Gebäude ist nach Nordosten hin abgerundet, gleichzeitig ist der Körper am Bahnhofsplatz seitlich unterschnitten und am Vogesenplatz nach oben hin abgeschrägt. Das Objekt reagiert dabei als heller, plastischer Bau sehr unterschiedlich auf den städtebaulichen Kontext. Es versteht sich als changierender Gebäudekörper, der solide wirkt, gleichzeitig ein hohes Maß an Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit ausstrahlt. „Der plastisch geformte Kubus oszilliert zwischen hermetischem Schnitt und sanfter Form und vermag in dieser Ambivalenz ein wirkungsvolles Spannungsfeld zu entwickeln“, so das Architekturbüro Buchner Bündler AG. „Auf dem Bahnhofsplatz bewirkt die konisch geschnittene Stirn eine vitale Bewegung, gleichzeitig erzeugt die seitliche Unterschneidung des Körpers eine offene Geste.“
Für den Bau des Volta Zentrums kamen aufgrund der konstruktiven Vorgaben und des von den Architekten gewünschten hellen Erscheinungsbildes nur eine Realisierung mit Leichtbeton als Sichtbeton in Frage. Um gleichzeitig die hohen Anforderungen an eine leistungsstarke Wärmedämmung bei dem Wohn- und Geschäftshaus zu erreichen, fiel die Wahl auf einen Liapor-Leichtbeton. Entwickelt wurde er in enger Zusammenarbeit mit Liapor Schweiz von der Hupfer AG in Allschwil, wo auch zahlreiche Vorversuche in verschiedenen Größenverhältnissen durchgeführt wurden.
Quelle: Liapor GmbH / mp publishing GmbH


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