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03.02.2011 Historischer Stahlbeton-Kuppelbau wird Museum Meeresmuseum Tallinn, Estland
Tallinn, die Hauptstadt Estlands, ist Europäische Kulturhauptstadt 2011. Als Herzstück der kulturellen Aktivitäten wird derzeit ein historischer Kuppelbau aus der Zarenzeit saniert und zu einem attraktiven Meeresmuseum umgebaut. Das PERI UP Gerüstsystem passt sich hierbei der Geometrie des knapp 100 Jahre alten Stahlbetonkomplexes optimal an und wird für die Innen- und Außenarbeiten äußerst vielseitig eingesetzt.
Das Bauwerk mit seinen drei imposanten Kuppeln wurde in den Jahren 1916 und 1917 in Stahlbetonbauweise hergestellt – eine für die damalige Zeit außergewöhnliche Ingenieurleistung. Die frei tragende Schalenkonstruktion ohne störende Zwischenstützen sollte ursprünglich als Hangar für Wasserflugzeuge dienen. Die Russische Revolution verhinderte allerdings eine spätere Nutzung. Nun wird der historische Kuppelbau aufwändig saniert und soll ab Sommer als Meeresmuseum der Öffentlichkeit zugänglich sein.
Die Stahlbetonsanierung ist äußerst zeit- und arbeitsintensiv: Die alte Bewehrung wird mit Ultra-Hochdruckreiniger freigelegt, Korrosionsschutz aufgebracht, Injektionsarbeiten durchgeführt, schadhafte Bewehrungseisen ersetzt – um abschließend eine zusätzliche Bewehrungslage und 50 mm Spritzbeton aufzubringen. Während all dieser Arbeitsgänge sind die Kuppeln temporär zu unterstützen, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Das detailliert ausgearbeitete Gerüstkonzept der estnischen PERI Ingenieure berücksichtigte, dass bei der kurzen Zeitvorgabe von zehn Monaten zwei der drei Kuppeln zeitgleich einzurüsten waren. Hierbei dient das PERI UP Gerüstsystem als räumlich angepasste Arbeitsplattform mit integriertem Traggerüst und Treppenzugang.
Kulturhauptstadt Tallinn Estland ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union und hat dieses Jahr den Euro eingeführt. Die Hauptstadt Tallinn ist mit 400.000 Einwohnern gleichzeitig größte Stadt des baltischen Staates und wurde zur Kulturhauptstadt Europas 2011 gekürt – gemeinsam mit dem finnischen Turku. Tallinn hat sich deshalb viel vorgenommen – die Planungen gehen aber auch über das Jahr 2011 hinaus. Das neue Meeresmuseum ist Mittelpunkt des so genannten „Kulturkilometers“, der nach und nach wiederbelebten Seepromenade, wo bis vor wenigen Jahren noch militärisches Sperrgebiet und eine nachfolgend industrielle Nutzung den Bewohnern und Besuchern den Zugang zur Ostsee weitestgehend verwehrte.
Bauunternehmen Nordecon AS, Tallinn
Projektbetreuung PERI Saku vald, Estland
Quelle und Bild: PERI GmbH

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