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11.03.2011

Foto-Gravur: Die Gutenberghöfe in Heidelberg

Reminiszenz in Beton gegossen

Fast 13.300 Quadratmeter ist das Gelände groß, auf dem die Heidelberger Druckmaschinen AG einst Präzisionsmaschinen für den Buchdruck baute und den weltweit agierenden Konzern verwaltete – auf dem größeren Teil mit 8.400 Quadratmetern leben mittlerweile 300 Alt- und Neuheidelberger. Mit dem Grund stückskauf im Jahre 2005 hatte HOCHTIEF Projekt entwicklung zusammen mit der Stadt Heidelberg eine Nutzungsänderung für das Gelände als Wohngebiet erwirkt und einen Wettbewerb ausgeschrieben, den das Heidelberger Architekturbüro ap88 gewann.

Der Entwurf des Architekturbüros sah einen Wohnkomplex mit 13 Häusern und ca. 170 Wohnungseinheiten vor, der, als Rand bebauung ausgeführt, einen geschlossenen Innenhof entstehen ließ, welcher sich durch die Anordnung von vier weiteren Solitär gebäuden in mehrere kleinere Innenhöfe gliederte. Jedes der 13 Häuser ist nach einer bekannten Schriftart benannt und so tragen die Gebäude nun Namen wie Helvetica, Nimbus oder Avenir. Einen weiteren direkten optischen Hinweis gibt es an zwei Straßenfassaden des Wohnquartiers. Das Porträt Gutenbergs zeigt sich als 6,72 x 5,06 m großes Relief auf den Sicht betonplatten der Fassade. Der ursprüngliche Entwurf des Architekturbüros sah an dieser Stelle vor, dass das Porträt aus einer einzigen großen Platte besteht. Dies wurde jedoch aus transporttechnischen Gründen wieder verworfen und so verteilt sich das Relief nun je nach Straßenseite auf 3 bzw. 4 Sicht betonplatten. Umgesetzt wurde das Porträt Gutenbergs mit Hilfe der Foto-Gravur-Technik der Firma RECKLI. Bei dieser Technik, die bereits seit vielen Jahren auf dem Markt ist und schon bei zahlreichen Objekten umgesetzt wurde, handelt es sich um ein computergestütztes Verfahren, Bildinformationen durch Frästechnik auf Plattenwerkstoffe zu übertragen.

Der Newsletter 1/2011 unseres Förderpartners Reckli informiert ausführlich über die Details. 


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