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13.10.2010
Flanieren am Meer: Pflastersteine mit Schutzbeschichtung
Die Stadt Wyk auf der Nordseeinsel Föhr ist einer der beliebtesten Urlaubsorte Norddeutschlands. Als eines der ältesten deutschen Seebäder, 1819 gegründet, ist Wyk zudem ein bedeutender Kurort. 2006 wurde damit begonnen die 'Flaniermeilen' des Seebades zu erneuern, als einer der zentralen Bauabschnitte stand die bauliche Aufwertung des stark frequentierten Fußgängerbereiches Sandwall und Königstraße im Vordergrund. Hier entschloss sich die Stadt Wyk erstmals schmutzabweisende Pflastersteine verbauen zu lassen. Zum Einsatz kamen spezialbeschichtete Pflaster der Firma hansebeton-Stein.
Aufgrund der besonderen touristischen Bedeutung von Wyk auf Föhr engagiert sich die Stadtvertretung für die kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur und des Stadtbildes. Daher veranlasste die Stadt in einem umfangreichen Bauprojekt den barrierefreien Ausbau und die Neugestaltung der Wyker Strandpromenade an der Süd- und Ostküste der Insel. Der Hersteller aus Lauenburg lieferte Steine entsprechend den Vorgaben der Planer vorwiegend in Gelbtönen, um die Promenade den natürlichen Farbtönen des Sandstrandes anzupassen. Im Dezember 2007 startete schließlich das Bauvorhaben zur Neugestaltung der Fußgängerzone, das vom Kieler Büro Bendfeldt • Herrmann • Franke LandschaftsArchitekten BDLA geplant wurde. Verbaut wurden circa 3.000 Quadratmeter des beschichteten Pflastersteine „Askanier“ in einem warmen, gelben Farbton.
Beschichtete Pflaster sorgen für deutlich geringeren Reinigungsaufwand
Die Wyker Straßenzüge Sandwall und Königstraße schließen sich an der Ostküste direkt der Strandpromenade an und sind als wichtigste Flaniermeile der Insel für den Tourismus von zentraler Bedeutung. Der rund 500 Meter lange Abschnitt wird gesäumt von zahlreichen Gastronomie- und Einzelhandelsbetrieben. Besonders der Sandwall gefällt durch seine kleinteiligen Strukturen, baumbestandenen Grünflächen und freiem Blick auf die Nordsee – und ist somit auch städtebaulich von besonderer Bedeutung. Auf diesem wichtigen Abschnitt entsprach der Unterbau nicht mehr dem Stand der Technik. Probleme bereitete nicht nur die Belastung durch Anlieferverkehr mit entsprechenden Folgeschäden, sondern auch die Verschmutzung des Belags durch Essensreste und Abfall, vor allem durch weggeworfene Kaugummis, die den Belag verunstalteten.
Auf der sehr beliebten und gastronomisch geprägten Flaniermeile ist der Aufwand für die Reinigung der Flächen entsprechend hoch. Deshalb suchte die Stadt Wyk nach einem optisch ansprechenden Bodenbelag, der gleichzeitig Schmutz schwerer annimmt und leichter zu reinigen ist. Bereits in der Ausschreibung waren Zulagepositionen für einen Grund- oder Tiefenschutz des Betonpflastersteins vorgesehen. Dabei stand es den anbietenden Firmen frei, die Schutzbeschichtung entweder werkseitig oder nachträglich aufzubringen. Zudem sollten die neu eingesetzten Pflastersteine den Verkehrsbelastungen durch Fußgänger und Fahrzeuge standhalten und eine barrierefreie Gestaltung ermöglichen – letzteres wird durch die Abschaffung vieler Höhenunterschiede zwischen den Hauseingängen und dem Pflasterbelag realisiert.
Die Besonderheit der innovativen Pflastersteine: Eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzung verbunden mit einer einfachen Reinigung sowie einer hohen Farbbeständigkeit der Oberfläche. Für die Stadt bedeutet dies: ein dauerhaft hochwertiges Erscheinungsbild, ein deutlich reduzierter Pflegeaufwand und damit geringere ’Betriebskosten’.
Quelle/Fotos: hansebeton-STEIN GmbH
