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10.11.2010

Betonrohre: FBS-Qualität in Lichtenfels eine feste Größe

Stahlbetonrohre und Schächte von Röckelein



FBS-Qualität für Lichtenfels: Bei den Tiefbaumaßnahmen in BA 2 kommen kreisrunde Stahlbetonrohre DN 1400 mit Glockenmuffe zum Einsatz, die auf dem Spitzende mit einer Keilgleitdichtung versehen sind. Foto: Kaspar Röckelein KG


Für die Kreisstadt Lichtenfels im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken gehört der Neubau des Regenüberlaufbeckens RÜB 14/15 mit Hochwasserpumpwerk zum Main zu den Schwerpunkten der Kanalbaumaßnahmen, die in den letzten beiden Jahren durchgeführt wurden. Entsprechend den Vorgaben des Generalentwässerungsplans (GEP) soll mit den aufwändigen Tiefbauarbeiten das Kanalnetz im Bereich Unterwallenstadt und Stadtzentrum mit dem Bau der so genannten Regenüberlaufbecken (RÜB) 14 und 15 verbessert bzw. hydraulisch entlastet werden. Im Rahmen des 2. Bauabschnittes, für dessen Ausführung die Reinhard Feickert GmbH  den Auftrag erhielt, wurde unter anderem ein 320 m langer Stauraumkanal erstellt, der das Schachtbauwerk 14.3 mit dem RÜB 14 verbindet. Bei der Wahl des Werkstoffes fiel die Entscheidung auf Stahlbetonrohre und Schächte, die den erhöhten Anforderungen der Qualitätsrichtlinie der Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.V. (FBS) entsprechen. Diese wurden von dem FBS Mitgliedsunternehmen Kaspar Röckelein KG im Werk Ebing gefertigt und zur Einbaustelle geliefert.

Das neue Abwasserkonzept der Kreisstadt Lichtenfels basiert auf dem überarbeiteten Generalentwässerungsplan aus dem Jahr 2007. „Bei damals durchgeführten Untersuchungen wurde unter anderem festgestellt, dass mit den Bereichen Unterwallenstadt und Alte Coburger Straße zwei Teilbereiche des Gesamteinzugsgebietes entweder über keine oder nur über eine unzureichende Mischwasserbehandlung verfügen“, erklärt Stadtbaumeister Dipl.-Ing. Jürgen Graßinger, Stadt Lichtenfels, Amt 400, Stadtbauamt, Sachgebiet 430, Tiefbau. Mit dem Neubau der Stauraumkanalanlage RÜB 14 / 15 soll hier mittelfristig Abhilfe geschaffen werden. Die neuen Kanäle enden im Pumpensumpf eines Hebewerks, von dem aus die Entlastungswassermengen gemeinsam in den Main gefördert werden.

Mit dem FBS-Qualitätszeichen wird die geprüfte Qualität der FBS-Kanalbauteile dokumentiert. Foto: Kaspar Röckelein KG


Drei Bauabschnitte vorgesehen

Laut Stadtbaumeister Graßinger besteht die Gesamtbaumaßnahme aus drei Bauabschnitten (BA). In BA 1, der im Wesentlichen fertig gestellt worden ist, wurden unter anderem die Regenüberlaufbecken 14 und 15 als Stauraumkanäle in den Nennweiten DN 2000 bzw. DN 1600 im Rohrvortrieb aufgefahren und das Trennbauwerk (TB) 15 sowie das Pumpwerk für die Förderung des Regenwassers in den Main erstellt. Der Bau des 320 m langen Stauraumkanals, der das Schachtbauwerk 14.3 mit dem RÜB 14 verbindet, ist Bestandteil von BA 2. Den Auftrag für die Lieferung der hierfür benötigten Stahlbetonrohre und Tangentialschächte hat die Kaspar Röckelein KG Baustoffwerke erhalten. Sie wurden im Werk Ebing gefertigt und zur Baustelle geliefert.


Fertigung in FBS-Qalität


„Bei den Rohren handelt es sich um kreisrunde Stahlbetonrohre DN 1400 mit Glockenmuffe, die auf dem Spitzende mit einer Keilgleitdichtung versehen sind“, erläutert Bauleiter Dipl.-Ing. Thomas Schinköth von der Reinhard Feickert GmbH. „Die rund 5 t schweren Rohre verfügen über eine Baulänge von 2,50 m und tragen das FBS-Qualitätszeichen.“ Das bedeutet, dass sie entsprechend der FBS-Qualitätsrichtlinie Teil 1 – 1 gefertigt worden sind. Für Jürgen Rippel, Verkaufsbereichsleiter, Kanal- und GaLaBau, Kaspar Röckelein KG, stellt das ein wichtiges produktspezifisches Merkmal dar. Für Rohre und Schächte aus Beton und Stahlbeton gelten die Europäischen Normen DIN EN 1916 und DIN EN 1917 und deren nationale Ergänzungsnormen DIN V 1201 und DIN V 4034-1. „Damit werden hohe Anforderungen an Betonprodukte für die Abwassertechnik gestellt“, so Rippel weiter. Deren Erfüllung dokumentieren wir unter anderem  mit dem FBS-Qualitätszeichen.


Überzeugende Werkstoffeigenschaften


Dieser Meinung schließt sich Bauleiter Schinköth an: „Kanalrohre unterliegen extremsten Beanspruchungen und Einflüssen, entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Materialien, aus denen sie gefertigt sind. Schließlich hängt von deren Qualität der Schutz unseres Bodens und Grundwassers ab.“ Schlüsselbegriffe wie Lebensdauer, Dichtheit, CKW-Beständigkeit, Tragfähigkeit, hydraulische Glätte, Schlagfestigkeit, Temperaturbeständigkeit sowie Abrieb- und Korrosionsbeständigkeit prägen das Anforderungsprofil an den optimalen Rohrwerkstoff. FBS-Beton- und Stahlbetonrohre erfüllen alle Kriterien für ökologische, qualitätssichere, zeitgemäße und zukunftsorientierte Produkte. Zu den überzeugenden Eigenschaften gehören ihre Abrieb-, Druck- und Schlagfestigkeit und ihre Dichtheit. Ausschlaggebend dafür ist der Werkstoff Beton, der praktisch jedem baulichen und betrieblichen Erfordernis angepasst werden kann. Beton ist ein vergleichsweise harter und äußerst widerstandsfähiger Baustoff, der sich auch für große Dimensionen und vielfältige Formen problemlos einsetzen lässt. Seine außerordentliche gute Umweltverträglichkeit lässt Rohre aus Beton in der Ökobilanz für Abwasserrohre sehr gut abschneiden. Das liegt zum einen an den natürlichen Ausgangsstoffen und dem niedrigen Energieeinsatz bei der Herstellung; zum anderen an der langen Lebensdauer von mindestens 80-100 Jahren und an der späteren problemlosen Recyclebarkeit.

Auftraggeber und Tiefbauer vor Ort waren zufrieden mit der Produktqualität, die das FBS-Mitglied geliefert hat. Mit den Arbeiten des zweiten Bauabschnittes liegt das ausführende Unternehmen voll im Zeitplan.

Quelle: Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.V.

 


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