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05.05.2011

Chemikum Erlangen

22.000 Kubikmeter Beton für Forschung und Lehre

Beim Bau eines neuen Gebäudekomplexes auf dem Campus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zeigt die CEMEX Deutschland AG ihr Leistungsspektrum und betontechnologisches Know-how.

 

Großbaustelle auf dem Südgelände der Universität Erlangen.
(Foto: CEMEX Deutschland AG)

 
Das Bauvorhaben hat einen hohen Stellenwert für die Universität, und es ist das zurzeit größte in Erlangen. Das Besondere ist die Bandbreite an Betonsorten, der Einsatz von Farb- und Sichtbeton und die sehr unterschiedlichen Bauteilgeometrien, von der massigen Bodenplatte bis hin zu schlanken Wänden und Stützen.

Vielfältige Nutzungen geplant
Im Auftrag der Riedel Bau GmbH & Co. KG, Schweinfurt, versorgt das Unternehmen seit April 2010 die Baustelle auf dem Südgelände der Universität, wo ein Mehrzweckgebäude und Chemikum für die Naturwissenschaftliche Fakultät entsteht. Unter der Anleitung des Oberbauleiters Marcus Eckert, der Bauleiter Stefan Dietz und Jürgen Paul und des Poliers Johannes Schlereth werden die Mitarbeiter der Riedel Bau bis zum August 22.000 Kubikmeter Beton in dem neuen dreiteiligen Komplex verbauen. Der Rohbau des ersten Gebäudes ist fast fertig. 2012 sollen hier die Institute für Organische Chemie und Pharmazeutische Chemie sowie für Lebensmittelchemie einziehen können, mit Forschungslaboren, Hörsälen, Seminarräumen, Büros und einer Cafeteria.

Bei einigen Treppenhauswänden waren Sichtbetonoberflächen mit hohen gestalterischen Anforderungen gemäß Sichtbetonklasse 3 gefordert. (Foto: CEMEX Deutschland AG)  

Die Mitarbeiter im Transportbetonwerk Erlangen-Hafen haben bisher etwa 10.000 Kubikmeter Transportbeton für die Baustelle an der Staudtstraße hergestellt, darunter Betone der Festigkeitsklasse C8/10 für die Sauberkeitsschicht, Betone C30/37 für die Bodenplatte und Wände, Betone C35/45 für Decken und Betone C45/55 für Unterzüge. Die Betontechnologen stellen die Betonrezeptur mit bauchemischen Zusatzmitteln – Verflüssigern, Verzögerern und Luftporenbildnern – auf die Anforderungen ein. Die Betonförderung sorgt mit verschiedenen Autobetonpumpen aus einer Flotte, von Standardgrößen bis hin zur 52-Meter-Großmastpumpe, für einen zügigen und zuverlässigen Einbau.

Gestaltungselement Sichtbeton
Bei einigen der Innenwände, vor allem im Bereich von Treppenhäusern, waren Sichtbetonoberflächen mit hohen gestalterischen Anforderungen gemäß Sichtbetonklasse 3 nach Sichtbeton-Merkblatt gefragt – immerhin die zweithöchste Anforderungsklasse. Daraufhin wurde eine Betonrezeptur der Festigkeit C30/37 mit ausgewählten Zuschlägen zusammengestellt. Nachdem der Auftraggeber anhand von Musterflächen eine Auswahl getroffen hatte, wurden insgesamt 400 Kubikmeter Beton als Sichtbeton eingebaut. Obwohl sie im Gebäudeinneren liegen, bestimmen einige der Sichtbetonoberflächen den Außeneindruck des Gebäudes mit: Sie sind durch gläserne Fassadenelemente hindurch zu sehen.

Der Rohbau des ersten Gebäudes ist fast fertig. 2012 sollen hier die Institute für Organische Chemie und Pharmazeutische Chemie sowie für Lebensmittelchemie einziehen. (Foto: CEMEX Deutschland AG)
 
Einer besonders intensiven Vorbereitung bedurfte die Herstellung eines mit Pigmenten eingefärbten Betons für Sichtflächen im Außenbereich. Nach dem Entwurf von Haid + Partner Architekten + Ingenieure sollen die Kellerlichtschächte ein möglichst einheitliches Dunkelgrau-Anthrazit zeigen und farblich mit dem Grau der Fassade harmonieren. Die Betontechnologen stellten im Vorfeld Musterplatten mit verschiedenen Farbintensitäten her. Der Auftraggeber wählte einen Einfärbungsgrad mit einer Pigmentmenge von 4 Prozent des Zementanteils. Bei der Betonherstellung wurde das Mineralpigment in Form einer Slurry beigemischt. Pigmente färben den Zementleim, der die Gesteinskörnung umhüllt und miteinander verbindet.

„Die Betonanlieferung, die Zusammenarbeit und die gesamte Abwicklung haben gut funktioniert“, lobt der Polier Johannes Schlereth den Betonlieferanten.

 

Der Beton für Kellerlichtschächte wurde mit Pigmenten eingefärbt, um ein möglichst einheitliches Dunkelgrau-Anthrazit zu erzielen, das mit dem Farbton der Fassade harmoniert. (Foto: CEMEX Deutschland AG)  


 

Quelle: CEMEX Deutschland AG


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