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03.12.2010
CEMEX liefert 1,75 Mio. t Sand und Kies für ICE-Neubaustrecke
Sieben Tunnels und sechzehn Brücken: Bei ICE-Trasse Ebensfeld–Erfurt kommen hochwertige Zuschläge der CEMEX Kies & Splitt GmbH zum Einsatz
Weil die 107 Kilometer lange Neubaustrecke zwischen Erfurt Hbf und dem bayerischen Ebensfeld den Thüringer Wald überquert, besteht sie überwiegend aus Ingenieurbauwerken, insgesamt 22 Tunnels und 29 Talbrücken. Die Baumaßnahme der Deutschen Bahn AG zählt zum „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“, das die Fahrzeit von München nach Berlin deutlich verkürzen wird. 2017 soll der Aus- und Neubau aller Teilabschnitte fertig sein. Die CEMEX Kies & Splitt GmbH liefert im Zeitraum 2008 bis 2014 gut 1,75 Mio. Tonnen hochwertige mineralische Zuschläge, die zum Bau verschiedener Ingenieurbauwerke der Hochleistungsbahntrasse dienen.
Etwa 750 000 Tonnen feine Betonsande 0/2 mm stammen aus dem Quarzsandwerk Wellmersdorf in Neustadt bei Coburg. Die Werke Immelborn und Breitungen/Werra in Thüringen liefern über 1 Mio. Tonnen Sand 0/2 mm und Gesteinskörnungen 2/8, 8/16 und 16/32 mm. Ein Teil der Zuschläge geht an Betonunternehmen, die damit in mobilen Mischanlagen direkt an den Tunnelbaustellen Spritzbeton fertigen. Einige dieser Anlagen liegen auf über 500 Metern Höhe in der Mittelgebirgslandschaft des Thüringer Waldes – für die Zulieferer besonders im Winter eine Herausforderung. Die gröberen Gesteinskörnungen finden Verwendung als Betonkies für konstruktive Betone, zum Beispiel für Tunnelschalen und Brücken. Den Beton zum Brückenbau produzieren stationäre Transportbetonwerke.
Übersicht über das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8.1: Ausschnitt aus der ICE-Neubaustrecke von Ebensfeld nach Erfurt. (Grafik: DB ProjektBau GmbH)
Beim längsten Tunnelbauwerk der Neubaustrecke, dem gut 8300 Meter langen Tunnel Bleßberg, sind die Produkte aller drei Rohstoffstandorte gefragt. Bis Ende dieses Jahres wird die Arge Tunnel Bleßberg Süd (Ed. Züblin AG, Strabag S.E., Bickhardt Bau AG) den ca. 4600 Meter langen Südteil fertiggestellt haben. Etwa 300 000 Tonnen Quarzsand und 350 000 Tonnen Kies dienen als Zuschläge für Nasspritzbeton und für den konstruktiven Beton der Innenschale.
126 Quadratmeter Ausbruchquerschnittsfläche: Vortriebsarbeiten im Tunnel Bleßberg.
(Foto: DB ProjektBau GmbH)
„Mit den quarzhaltigen, sehr sauber gewaschenen Natursanden aus dem Werk Wellmersdorf können die Bauausführenden pro Kubikmeter Spritzbeton zusätzlich mehrere Kilogramm Zement einsparen und die Rezepturvorgaben immer noch erfüllen – was bei den eingesetzten Betonmengen die Kosten deutlich senkt“, erklärt Franz Hebentanz, Geschäftsführer der Quarzsandwerk Wellmersdorf GmbH & Co. KG, einer Beteiligungsgesellschaft von CEMEX. „Bei mehr als zehn Brücken kommen unsere Quarzsande zum Einsatz. Hier sind konstruktive Betone von höchster Qualität gefragt, und unsere Betonzuschlagprodukte sind diesen extrem hohen Anforderungen gewachsen.“
Karl-Heinz Möller, als Betriebsleiter verantwortlich für die Werke Immelborn und Breitungen: „Pro Jahr liefern wir für die verschiedenen Bauwerke an der ICE-Strecke aus unseren beiden Werken rund 200 000 Tonnen hochwertigen Sand 0/2 mm, der frei von organischen Stoffen ist, und als Körnungsmaterial bis zu 100 000 Tonnen Kies aus der Werraaue.“
Das Südportal des Tunnels Bleßberg. Über die Hälfte der ICE-Trasse Ebensfeld–Erfurt wird aus Ingenieurbauwerken bestehen – für Neubaustrecken ein Spitzenwert.
Neben dem Tunnel Bleßberg kommen die CEMEX-Zuschläge in den Tunnels Reitersberg, Müß und Baumleite zum Einsatz. Allein 600 000 Tonnen Sand 0/2 mm aus Immelborn und Breitungen werden bis 2014 für den Bau der Tunnels Silberberg, Brandkopf und Lohmeberg sowie der Wohlrosetalbrücke und der Schobsetalbrücke gebraucht. Zur Arge „Nördlicher Thüringer Wald“ zählen die Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH, die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG und die Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG, am Tunnel Silberberg ist zusätzlich die Bickhardt Bau AG beteiligt.
Karl-Heinz Möller über eine Besonderheit der Baustellen auf den Höhen des Thüringer Waldes: „Tunnelbaustellen kennen keine Winterpause. Am Einbauort bleiben die Bedingungen das ganze Jahr über konstant, selbst wenn vor der Tunnelröhre Schnee liegt. Da auch unsere Halden durchfrieren können und man den Bedarf für ein Vierteljahr sowieso kaum vorproduzieren kann, gewinnen wir für diese Baustellen auch Kies und Sand, wenn die Temperaturen gegen null Grad gehen. Diese Baumaßnahme ist nicht nur wegen der Liefermengen anspruchsvoll, sondern auch hinsichtlich der Produktion und der Lieferlogistik.“
Quelle:
CEMEX Deutschland AG
