News


Bestellen Sie den
Beton-Newsletter hier, um automatisch und regelmäßig über aktuelle Beton-News informiert zu werden.
22.02.2010
Brückenverbreiterung an der A 10 bei laufendem Betrieb
Die Autobahn 10 des südlichen Berliner Ringes wird achtspurig ausgebaut. Aus diesem Grund muss die Spannweite der Eisenbahnbrücke bei Ferch vergrößert werden. Dafür sollen die Fundamente der Brücke bei laufendem Betrieb des Regionalverkehrs der Deutschen Bahn in Abschnitten zurückgebaut und durch Stahlkonstruktionen ersetzt werden. Nach Prüfung der technischen Ausrüstung und dem fachlichen Knowhow erhielt die DTS Werner & Müller GbR, ein Mitgliedsbetrieb des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e.V., den Zuschlag zur Durchführung der zum Rückbau notwendigen Betonbohr- und -sägearbeiten.
Ein Bagger übernimmt die zersägten Teilstücke der Brückenflügel. (Foto: DTS)
Saubere Sägearbeiten bei laufendem Verkehr
Die seitlichen Brückenfundamente bestehen aus den Widerlagern mit je zwei Flügeln. Im ersten Bauabschnitt wurden die Flügel in bis zu vier Meter lange Blöcke zersägt. Das geschah Ende 2009 parallel zum Bau einer Hilfskonstruktion, die das Gleisbett ersatzweise abstützt. "Als große Herausforderung erwies sich die Arbeit bei laufendem Verkehr, denn es durfte zu keiner Beeinträchtigung des Verkehrs und Verschmutzung der Züge kommen" erklärt Thomas Werner, Mitinhaber der DTS. "Unterhalb der Brücke wurden die Fahrbahnen der A 10 eingeengt. Luftverwirbelungen großer Lkws oder Züge beanspruchten die eingesetzten Spritzschutzeinrichtungen stark, hier haben wir mit regelmäßigen Kontrollen die Sicherheit gewährleistet. Die Sägearbeiten an sich verliefen zügig und reibungslos."
Per hydraulischer Seilsäge werden die Flügel der Eisenbahnbrücke bei Ferch in transportable Teilstücke zerlegt. (Foto: DTS)
Präzision trotz Schwergewicht
Der Abbruch erfolgte klassisch: Im ersten Schritt wurden 50 Millimeter starke Kernbohrungen mit einer Tiefe bis zu vier Metern gesetzt. Anschließend folgte die Trennung in einzelne Blöcke mit einer hydraulischen Seilsäge. Die insgesamt 16 Blöcke mit einem Einzelgewicht von bis zu 30 Tonnen wurden dann vor Ort zerkleinert und abtransportiert. Insgesamt waren zwei Mitarbeiter bisher rund zweieinhalb Wochen vor Ort beschäftigt und erledigten alle Arbeiten im vorgegebenen Zeitrahmen. "Aufgrund des kräftigen Winters ruht derzeit der Bau der neuen Brückenfundamente", erklärt Werner. "Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Widerlager abgebrochen."
Interessensvertretung für Spezialisten
Bereits seit Gründung des Unternehmens im Jahre 1995 ist DTS Mitglied im Fachverband Betonbohren und -sägen. "Hier profitieren wir vom Erdfahrungsaustausch unter den Mitgliedern und den Leistungen des Verbandes", erklärt Werner. Und Thomas Springer, Vorsitzender des Fachverbandes ergänzt: "Unsere umfangreichen Angebote, insbesondere im Bereich der beruflichen Qualifikation, sichern aktiven Mitgliedern stets einen Wissens- und damit Leistungsvorsprung in einem sehr spezialisierten Fachgebiet."
Der Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. ist mit mehr als 600 Mitgliedern weltweit der stärkste Verband dieser Branche. Mitglieder sind Dienstleistungsbetriebe und Maschinenhersteller. Zu seinen gestellten Aufgaben zählen die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte, die Förderung technischer Innovationen, die Vermittlung nationaler und europäischer Normen sowie die Vereinheitlichung von Ausschreibungsverfahren. Darüber hinaus gibt der Verband seinen Mitgliedern fachliche und juristische Hilfestellung in allen Bereichen der Unternehmensführung.
Kontakt:
Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V.
Hans-Georg Wagener (Geschäftsführer)
Große Allee 60
34454 Bad Arolsen
Telefon: 05691 7598
Fax: 05691 6638
E-Mail:
info[dont like]@[spam]fachverband-bohren-saegen.de
Web:
www.fachverband-bohren-saegen.de
Quelle:
Westend. Public Relations GmbH