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24.02.2010
Ausstellungsgebäude VitraHaus, Weil am Rhein
Hohe Anforderungen und kurze Bauzeit für komplexes Ausstellungsgebäude
Das beeindruckende Gebäudeensemble, das den Vitra Campus in Weil am Rhein bei Basel bildet, zeigt das Interesse des Stuhl- und Möbelherstellers an Design und Baukunst. Einige der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Architektur wie Frank O. Gehry, Tadao Ando und Zaha Hadid haben auf dem Firmengelände sehenswerte Bauwerke verwirklicht und tragen somit zu einer weltweit einmaligen Sammlung bei. Knapp 100.000 Besucher jährlich besichtigen den Architekturpark – mit steigender Tendenz.
Komplex aufgestapelt
Nun wurde das Vitra Design Museum um ein weiteres Highlight bereichert, ein Ausstellungsgebäude mit Cafe sowie Präsentations- und Meetingräumen: Die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, verantwortlich für das als „Vogelnest“ bekannt gewordene Olympiastadion in Peking, haben beim so genannten VitraHaus mehrere Satteldachhäuser zu einem eigenständigen Gebäudekomplex aufgeschichtet. Insgesamt zwölf Stahlbetonkörper, jeder bis zu 50 m lang, verschmelzen hierbei zu einem 20 m hohen, außergewöhnlichen Gebilde mit komplizierten Verschnitten und über 15 m frei auskragenden Bauteilen. Hinzu kommt, dass die unterschiedlichen Querschnitte teilweise gestauchte und damit gekrümmte Formgebungen aufweisen.
10 Monate Bauzeit
Dem Rümminger Bauunternehmen Implenia gelang es, den Rohbau mit einem engagierten Baustellenteam in nur 10 Monaten Bauzeit fertig zu stellen. Maßgeblich dazu beitragen konnte die PERI Schalungs- und Gerüstlösung, bei der die PERI Ingenieure sämtliche geometrische und statische Anforderungen berücksichtigten. Dazu wurden die komplexen Bauwerksdaten durch geeignete Grundriss- und Schnittführungen logisch aufbereitet und in baustellengerechte Schalungspläne umgesetzt. Dadurch ließ sich eine einfachere Realisierung auf der Baustelle erreichen. Auch flossen bereits in der Planungsphase sämtliche Sicherheitsaspekte mit ein.
Anpassung mit System
Die Herstellung der einzelnen Betonkörper erfolgte in aufgelöster Bauweise – zunächst der Boden, anschließend die Wände und zuletzt das Satteldach. Dieses war aufgrund seiner tragenden Funktion ebenfalls massiv in Stahlbeton auszuführen. Zum Schalen der Dachflächen mit unterschiedlichen Neigungen zwischen 6 und 42 Grad wurden PERI Gespärreeinheiten gebildet. Hierbei konnte auf standardisierte, mietfähige Systembauteile aus dem PERI VARIO GT 24 Wandschalungssystem und dem VARIOKIT Ingenieurbaukasten zurückgegriffen werden: SRU Stahlriegel und SLS Schwerlastspindeln sowie entsprechende Verbindungsteile. Die Lastabtragung in die Bodenplatte erfolgte zuverlässig über eine variable PERI UP Traggerüstkonstruktion, welche sich der Bauwerksgeometrie optimal anpassen ließ – bei kürzester Montagezeit.
Architektur:
Herzog & de Meuron, Basel
Projektbetreuung:
PERI Offenburg
Quelle: und weitere Informationen:
PERI GmbH
Redaktion
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D-89264 Weißenhorn
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