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04.07.2011
A 33: breites Leistungsspektrum von Cemex-Betonen beim Autobahnbau in Nordrhein-Westfalen
Beton nach ZTV-ING, Gleitwandbetone, erdfeuchte Betone für den Straßenbau, Verfüllbaustoffe
Noch endet die Bundesautobahn A 33 aus Richtung Osnabrück an der B 476 in Borgholzhausen und aus Richtung Paderborn am Autobahnkreuz Bielefeld. Dazwischen liegen 28 Kilometer, und diese Lücke im Verkehrsnetz lässt der Landesbetrieb Straßen.NRW jetzt in drei Bauabschnitten schließen.
Abschnitt 5B liegt im Bielefelder Süden und umfasst 6,4 Kilometer der neuen vierstreifigen Autobahn. Die CEMEX Deutschland AG beliefert das Bauvorhaben im Auftrag der Arge Neubau A 33 (Gröschler GmbH, Gütersloh / Beton- und Monierbau GmbH, Nordhorn / Knoll GmbH & Co. KG, Haren). „Bis Ende des Jahres wird unser Transportbetonwerk Bielefeld etwa 3000 Kubikmeter verschiedener Betone und Spezialbaustoffe für die neuen Trasse herstellen“, erklärt CEMEX-Vertriebsmitarbeiter Dirk Trommelschläger.
Der Beton C30/37 LP wird in einem langsam fahrenden Gleitschalungsfertiger in eine Gleitschalung gerüttelt. Das Endprodukt ist ein Anprallschutz an Pfeilern und auf besonders kritischen längeren Abschnitten.
Verfüllung von Schächten und Gräben
Bei den ersten Betonagen ab Oktober 2009 waren die Fähigkeiten zweier „Spezialisten“ gefragt. Die fließfähige Bindemittelsuspension füma s diente zum Verschließen von ausgedienten Schächten. Der Verfüllbaustoff zur Hohlraumverfüllung erhärtet kraftschlüssig, und je nach Anforderung und Dichte erreicht er Festigkeiten zwischen 1,0 und 8,0 N/mm2. Bei der Verlegung von Abwasserrohren und Kabelkanälen kam füma boden zum Einsatz, ein sehr fließfähiger und weitestgehend selbstnivellierender Verfüllbaustoff zur verdichtungsfreien Einbettung von Rohrleitungen und zum Verfüllen von Gräben. Erdfeuchter Beton der Festigkeitsklasse C20/25 mit 16er Größtkorn wird zur Bettung der äußeren Fahrbahnbegrenzung dienen, zur Befestigung der Mittelstreifenbegrenzungen und der Pflastersteine über Kanälen.
Das Projekt A 33 Abschnitt 5B umfasst auch 23 Brücken, die von verschiedenen Bauunternehmen hergestellt werden. An zehn dieser Bauwerke ist CEMEX beteiligt und liefert je zwischen 300 und 5000 Kubikmeter Transportbeton. Bei den Brückenüberbauten ist die Festigkeitsklasse C35/45 gefordert, die Hauptbetonmengen entsprechen C30/37. „Bei den Brückenbauwerken ist schon die hohe Betonkunst gefragt“, erklärt Dirk Trommelschläger. „Alle Betonsorten stellen wir hier gemäß den Vorgaben nach ZTV-ING her.“
Bei zehn Brücken des Projekts A 33 Abschnitt 5B Beton kommen CEMEX-Betone nach ZTV-ING zum Einsatz.
Massiges Bauteil in 20 Stunden betoniert
Den Vorgaben nach ZTV-ING entspricht auch das größte am Stück betonierte Bauteil des Streckenabschnitts: die Sohle des 45 mal 50 Meter messenden Regenrückhaltebeckens Winterstraße in Brackwede. Das Bassin wird dazu dienen, den neuen Autobahnabschnitt zu entwässern und muss sowohl einer hohen Auflast als auch dem Druck des Grundwassers standhalten. Innerhalb von 20 Stunden produzierten die CEMEX-Werke Brackwede und Herford 2300 Kubikmeter eines Betons der Festigkeitsklasse C30/37 für das massige, im Mittel 1,10 Meter dicke Bauteil. Um die Hydratationswärmeentwicklung möglichst gering zu halten, wählten die Betontechnologen einen CEM III/A 32,5 N, hergestellt im Werk Dortmund der CEMEX HüttenZement GmbH. 21 Fahrmischer waren während der Großbetonage im Einsatz, und die CEMEX-Betonförderung stellte mit Autobetonpumpen M42 und M52 einen zügigen Einbau sicher.
Die im Mittel 1,10 Meter dicke Sohle eines 45 mal 50 Meter messenden Regenrückhaltebeckens wurde innerhalb von 20 Stunden aus 2300 Kubikmetern Beton hergestellt.
Nicht zuletzt dient Beton dazu, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu verbessern: 600 Kubikmeter Beton zur Erstellung der Betonschutzwände wird CEMEX im Auftrag der Böhling Bauunternehmung GmbH, Friedeburg, liefern. Er wird in einem langsam fahrenden Gleitschalungsfertiger in eine Gleitschalung gerüttelt, und das Endprodukt ist ein Anprallschutz vor Pfeilern und auf besonders kritischen längeren Abschnitten. Der Beton der Festigkeit C30/37 LP ist nicht flüssig, sondern von einer Konsistenz, die zwischen F1 (steif) und F2 (plastisch) liegt – nur so lässt sich der Baustoff im Gleitschalungsfertiger verarbeiten. Ein Zement CEM III/A 42,5 N aus dem CEMEX-Zementwerk Dortmund trägt zur Betonqualität bei. Die Betontechnologen wählten einen besonders widerstandsfähigen Hartsteinsplitt als Zuschlag. Hier bei handelte es sich um einen Karbonquarzit aus dem Steinbruch Piesberg der CEMEX Kies & Splitt GmbH, weil mit erheblichen mechanischen Belastungen zu rechnen ist.
Luftporengehalt ständig überprüft
Dirk Trommelschläger: „Der Luftporengehalt im Gleitwandbeton muss konstant zwischen 4,0 und 4,5 Prozent liegen. Weicht der Wert nach unten ab, so ist der Beton weniger gut frostresistent, liegt er darüber, so verliert der Baustoff an Festigkeit.“ 350 Kubikmeter Gleitwandbeton sind bereits verarbeitet, und auch bei den noch folgenden Chargen wird ein Laborant den Einbau permanent begleiten.
600 Kubikmeter Beton zur Herstellung von Betonschutzwänden liefert CEMEX Deutschland im Auftrag der Böhling Bauunternehmung GmbH.
Experten schätzen, dass 2020 bis zu 57 000 KFZ/24 h den Abschnitt 5B der A 33 frequentieren werden – die Baustoffe von CEMEX Deutschland tragen somit dazu bei, eine wichtige Verbindung im Verkehrsnetz herzustellen.
Quelle:
Cemex Deutschland AG
