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27.05.2011

Versickerungsfähiges Betonpflaster

Spart Gebühren und schont die Umwelt

Immer mehr Kommunen fördern finanziell die Regenwasserversickerung. Grundlage
dafür ist eine gesplittete Abwassergebühr, bei der Grundstückseigentümer nach dem
Versiegelungsmaßstab veranlagt werden, das heißt entsprechend der überbauten oder
befestigten angeschlossenen Fläche. Für Flächen, die versickerungsfähig oder an eine
Versickerungsanlage angeschlossen sind, werden zumindest reduzierte oder gar keine
Gebühren erhoben. Der Einsatz von versickerungsfähigen Pflastersystemen aus Beton
ist deshalb nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Der Gesetzgeber hat diesen Trend im modernen Regenwassermanagement beschleunigt. Zuletzt hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg im März 2010 entschieden, dass
Gemeinden bei der Berechnung der Gebühren für die Regenwasserbeseitigung nicht mehr den so genannten (einheitlichen) Frischwassermaßstab anwenden dürfen. „Der Frischwasserverbrauch lässt nämlich keinen verlässlichen Rückschluss darauf zu, wie viel Niederschlagswasser von dem betreffenden Grundstück in die öffentliche Abwasseranlage gelangt“, so das Gericht.

Dieses und weitere bereits zuvor ergangene Urteile dürften über kurz oder lang zu einer
flächendeckenden Einführung gesplitteter Abwassergebühren führen.
Große Auswahl an versickerungsfähigen Betonpflastersteinen Für Grundstückseigentümer in Kommunen, die ihre Abwassergebühren bereits neu festgesetzt haben, bietet das Splitting einen finanziellen Anreiz, mehr versickerungsfähige Flächen zu schaffen. Diese reduzieren zudem den Regenwasserabfluss deutlich und entlasten Kanäle und
Klärwerke – gerade bei den in Folge des Klimawandels zunehmend auftretenden Starkregenereignissen.

Zum Einsatz kommen dabei zumeist versickerungsfähige Betonpflastersteine. Die
Hersteller, die sich im Betonverband Straße, Landschaft, Garten e. V. (SLG) zusammengeschlossen haben, bieten eine Vielzahl von Systemen für die Befestigung von Flächen an. Grundlage: regelgerechte Planung und Ausführung der Pflasterbauweise
Das versickerungsfähige Pflastersystem allein gewährleistet allerdings noch nicht die vollständige und dauerhafte Aufnahme des Regenwassers. Auch die unter dem Pflaster befindlichen Schichten sowie der Baugrund müssen die notwendige Wasserdurchlässigkeit aufweisen. Wenn bei den versickerungsfähigen Pflasterbauweisen die einschlägigen Technischen Regeln beachtet und geeignete Baustoffe verwendet werden, sollte die Anerkennung durch die Behörden kein Problem sein.

Mehr Informationen im Internet
Über diese Voraussetzungen sowie weitere zahlreiche Hinweise zur Planung und Ausführung von versickerungsfähigen Pflastersystemen aus Beton informiert eine Broschüre des Betonverbands SLG. Sie ist im Internet unter www.betonstein.de erhältlich. Dort können übrigens auch Musteranträge für die behördliche Anerkennung heruntergeladen werden.

Quelle: Betonverband SLG via  CP/COMPARTNER


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