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29.06.2011

Trends 2010 im Zementabsatz

Wohnungsbau gewinnt wieder an Bedeutung

Der Wohnungsbau hat 2010, wie die Indikatoren für den Auftragseingang und die Fertigstel-lungen zeigen, nach jahrelangem Abwärtstrend in 2010 offenbar die Talsohle durchschritten. Dies macht sich entsprechend bei den Trends für den Einsatz des Baustoffs Zement bemerkbar. Der Nichtwohnbau, also Investitionen von Industrie, Handel und Dienstleistung sowie von öffentlichen Auftraggebern, hat sich hingegen trotz Bewältigung der allgemeinen Krise noch nicht wieder auf das Vorkrisenniveau erholt, sondern verliert nochmals leicht. Indizien deuten jedoch darauf hin, dass eine Aufwärtsentwicklung 2011 auch hier in Gang kommt. Dies sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Schätzungen des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie (BDZ). Ziel der gemeinsam mit der Baustoffbranche regelmäßig vorgenommenen Auswertungen ist es, den Einsatz von Zement für einzelne Produktgruppen zu analysieren und damit die Absatzmärkte für Zement bzw. zementhaltige Produkte zu quantifizieren. Die Berechnungen basieren auf verbandsinternen Erhebungen, auf der amtlichen Produktionsstatistik sowie auf Experteneinschätzungen.

Danach hat sich der Anteil des Wohnungsbaus am gesamten Zementverbrauch in Deutschland (24,6 Mio. Tonnen) nach dem Tiefpunkt 2009 (22,5 %) mit 25,1 % in 2010 (entsprechend 6,2 Mio. Tonnen) fast wieder an den Wert von 2007
(25,4 %) herangearbeitet. Während das Marktsegment des Nichtwohnbaus im vorletzten Jahr noch um rund einen Prozentpunkt vor dem Tiefbau lag, ist er 2010 erstmals seit 5 Jah-ren wieder hinter den Tiefbau zurückgefallen. Mit 9,1 Mio. Tonnen Zement beträgt sein An-teil 37,1 %. Im Tiefbau wurden 9,3 Mio. Tonnen Zement eingesetzt. Dies entspricht einem Anteil von 37,8 %. Insgesamt betrachtet hat sich das Verhältnis von Hochbau zu Tiefbau auf 62,2 % zu 37,8 % marginal zugunsten des Hochbaus verschoben. Hierfür ist die gestiegene Bedeutung des Wohnungsbaus verantwortlich.

Für die Betrachtung des Verwendungszwecks von Zement ergibt sich nach den jüngsten Zahlen folgendes Bild: Den größten Anteil macht mit 55,8 % die Herstellung von Ortbeton aus. Hier wurden insgesamt 13,7 Mio. Tonnen Zement eingesetzt, davon entfallen 12,4 Mio. Tonnen auf Transportbeton und 1,3 Mio. Tonnen auf Baustellenbeton. Ein knappes Drittel (30,9 % oder 7,6 Mio. Tonnen) wurde für die Herstellung von Betonfertigteilen einschließlich Betonwaren benötigt. 5,3 % schließlich (1,3 Mio. Tonnen) wurden für die Herstellung von Mörtel, Putz, Estrich und bauchemischen Produkten verwendet. Die übrigen 2 Mio. Tonnen (8 %) sind diversen Einsatzzwecken wie Spritzbeton, Bodenverfestigungen, Bergbauproduk-ten und Do-It-Yourself-Nutzungen zuzuordnen.

Der vollständige Bericht kann über den BDZ unter bdz[dont like]@[spam]bdzement.de bezogen werden.

Quelle und aktuelle Informationen:
Susanne Hoffmann, Bundesverband der Deutschen Zementindustrie,
Telefon: 030 / 28002 – 225, Fax: 030 / 28002 – 250
hoffmann@bdzement.de

http://www.BDZement.de

 

 

 


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