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05.03.2010
Transportbetonwerke gehen für größte Papierfabrik Deutschlands an die Leistungsgrenze
In Liefergemeinschaft produzierte CEMEX Deutschland für die neue Papierfabrik in Eisenhüttenstadt von Oktober 2008 bis heute rund 55.000 m³ Transportbeton.
Hier entsteht auf einer überbauten Fläche von ca. 70.000 m² die größte Fabrik für Wellpappenrohpapiere in Deutschland. Die Propapier PM2 GmbH, eine Tochtergesellschaft der Progroup AG, wird voraussichtlich im Frühjahr 2010 die Produktion aufnehmen. Allein für die Sohlenplatten wurden jeweils 1.000 bis 1.800 m³ Beton pro Tag benötigt. Sie sind mit ca. 2,30 m besonders dick ausgelegt, damit sie dem Gewicht der schweren Papiermaschine standhalten. Zusätzliche Stabilität erhalten sie durch das Tiefenrütteldruckverfahren, das auf der gesamten Grundfläche angewendet wird. Die Papiermaschine verfügt über zehn Meter Arbeitsbreite und wird auf eine Arbeitsgeschwindigkeit von 1800 Meter/Minute ausgelegt. Die Trommel für die Altpapierauflösung ist die größte der Welt.

Eine überbaute Fläche von ca. 70.000 m² besitzt die Papierfabrik in Eisenhüttenstadt. Das macht sie zur größten Fabrik für Wellpappenrohpapiere in Deutschland.
(Foto: Propapier PM2 GmbH)
CEMEX Deutschland lieferte für Bodenplatten, Fundamente, Decken und Wände vorwiegend die Betonsorte C 30/37, aber auch viele weitere Standardsorten. Als Bindemittel kamen Zemente aus den nahe gelegenen CEMEX-Werken in Eisenhüttenstadt und Rüdersdorf zum Einsatz: CEM II/A-M (S-LL) 42,5 R, CEM II/B-M (S-LL) 42,5 N-AZ und CEM III/A 32,5 N-LHNA. Die vom Kunden abverlangte Stundenleistung brachte die Werke der Liefergemeinschaft an ihre Grenzen. „Die beiden Werke in Eisenhüttenstadt schafften gemeinsam eine Höchstleistung von 120 m³, obwohl sie eigentlich nur auf 100 m³ ausgelegt sind“, berichtet CEMEX-Vertriebsmitarbeiter Jörg-Peter Kopecky. Dennoch reichten die Kapazitäten vor Ort nicht immer aus. Da in manchen Bauphasen 150 m³ pro Stunde erforderlich waren, mussten weitere Betonmengen aus den knapp 30 km entfernten Werken der Liefergemeinschaft in Frankfurt/Oder bezogen werden. 25 Fahrmischer schafften den Frischbeton mit rund 270 Ladungen auf die Baustelle – eine herausragende logistische Leistung. Betoniert wurde bis in die Nacht, erst gegen 22.00 Uhr war Schluss.

Rekordverdächtig: In noch nicht einmal einem Jahr wurde der Rohbau fertig gestellt.
(Foto: Propapier PM2 GmbH)
„Die Bauzeit ist für ein Objekt dieser Dimension extrem kurz“, so Jörg-Peter Kopecky. „In noch nicht mal zwölf Monaten wurde der Rohbau fertiggestellt. Im Oktober haben wir mit den Lieferungen begonnen. Schon Ende Juli konnten wir mit dem Bau- und Projektteam der Propapier PM2 GmbH Richtfest feiern.“ Der schnelle Baufortschritt erforderte den Einsatz großer Schlauchpumpen und 42-m-Mast-Pumpen. Die Papierfabrik steht inzwischen kurz vor der Fertigstellung. Sie wird rund 390 m Länge, 75 m Breite und 32 Meter Höhe umfassen.

Die Transportbetonwerke von CEMEX Deutschland schöpften ihre Kapazität für dieses Bauobjekt voll aus und lieferten unter anderem den Standardbeton C 30/37 für die Fundamente. (Foto: Propapier PM2 GmbH)
Für die Papierfabrik werden eine städtische Wasseraufbereitungsanlage und ein Heizkraftwerk von der EnBW Energy Solutions GmbH mit einer Leistung von mehr als 170 Tonnen Dampf pro Stunde gebaut. Hierfür werden insgesamt weitere 27.500 m³ Transportbeton von der Liefergemeinschaft produziert. Weitere Mengen fallen beim bevorstehenden Bau der Zufahrt an.
Die Propapier PM2 GmbH will in Eisenhüttenstadt mit rund 135 Mitarbeitern eine Jahresproduktion von 650.000 Tonnen Wellpappenrohpapier erzielen. Das Investitionsvolumen der Gesellschaft beträgt ca. 400 Mio. €. Eisenhüttenstadt zählt damit zukünftig zu den größten Papierstandorten in Europa.
Quelle:
CEMEX Deutschland AG
