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01.02.2012 Stabiler Zementmarkt in 2012 Zuwächse vor allem im Wohnungsbau
Die deutsche Zementindustrie rechnet für das laufende Jahr mit einem stabilen Zementmarkt. Getragen von einem weiterhin positiven Verlauf der Gesamtkonjunktur wird sich nach Angaben des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ) das relativ hohe Niveau des Jahres 2011 auch in diesem Jahr halten lassen. Danach lag der inländische Zementverbrauch in 2011 nach Zuwächsen in allen Marktsegmenten bei etwa 28 Mio. Tonnen Zement. Darin enthalten sind auch witterungsbedingte Nachfrageeffekte im 1. Quartal 2011 sowie im Dezember 2011. Insgesamt entspricht der Anstieg einem Zuwachs von gut 13 Prozent in Relation zum Vorjahr (2010: 24,7 Millionen Tonnen).
Entsprechend den positiven Tendenzen der Marktentwicklung verlief auch die Entwicklung des Umsatzes positiv. Die Umsatzentwicklung der Zementbranche nahm in den ersten elf Monaten um 7,4 Prozent zu. Die Zement- und Klinkerausfuhren der deutschen Hersteller lagen in 2011 nach bisherigen Hochrechnungen etwa 10 Prozent über dem Vorjahreszeit-raum und verfehlten damit nur knapp das Exportniveau des Jahres 2008. Einschließlich der Exportmengen lag die Zementproduktion in Deutschland etwa bei 33,8 Mio. Tonnen und somit wieder leicht über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008 (33,6 Mio. Tonnen). Die Importe bewegten sich mit 1,2 Mio. Tonnen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Der generelle Trend verläuft nach Baubereichen differenziert. Zuwächse waren insbesondere auch vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus und der Entwicklung der Genehmigungszahlen im Wohnungsbau zu verzeichnen, dem Hauptmarktsegment für den Einsatz von Zement in Deutschland. Die seit Mitte 2010 gestiegenen Bauvolumen haben in 2011 sowohl im Eigenheimbau als auch im Geschosswohnungsbau zu Zuwächsen bei der Zementnachfrage um bis zu 18 Prozent geführt. In diesem Marktsegment wird auch 2012 mit einer weiteren Belebung gerechnet. Schätzungen belaufen sich auf rund 200.000 Fertigstellungen im laufenden Jahr. Auch beim Geschosswohnungsbau geht die Branche in diesem Jahr von einer positiven Marktentwicklung und vermehrter Zementnachfrage von 20 Prozent sowie von weiteren Zuwächsen aus. Im Nicht-Wohnbau hat die deutliche Erholung der Genehmigungszahlen zu einem Anstieg bei der Zementnachfrage um 18 Prozent in 2011 geführt. Die Entwicklungen im Tiefbau werden dagegen von der Branche etwas verhaltener eingeschätzt. Im Jahr 2011 sind hier noch angesichts des Wegfalls der Konjunkturpakete Wachstumsraten in Höhe von 1,5 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt werden aber Risiken bei der Finanzierung des öffentlichen Tiefbaus gesehen. Für 2012 wird mit einer Entwicklung des Tiefbaus etwa auf Vorjahresniveau gerechnet.
Quelle: VDZ, Susanne Hoffmann Telefon: 030/28002-225, Fax: 030/28002-250 Die aktuellen Informationen des VDZ finden Sie auch im Internet unter http://www.VDZement.de

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