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08.07.2010 Baustellenbericht: Sava-Brücke in Belgrad 
Eine neue zehnspurige Schrägseilbrücke soll die angespannte Verkehrssituation in der serbischen Hauptstadt Belgrad deutlich entlasten und die Fahrzeit zwischen dem Zentrum und dem Bezirk Neu-Belgrad spürbar verkürzen.
Die insgesamt 929 m lange Brücke über die Sava ist nicht nur das erste groß angelegte Brückenprojekt in Belgrad seit über 30 Jahren. Ihr 200 m hoher und architektonisch anspruchsvoller Pylon wird auch ein neues Wahrzeichen für die serbische Hauptstadt werden.
Das bauausführende Konsortium Porr Technobau, SCT und DSD verlässt sich bei der Errichtung des eleganten Pylons auf eine selbstkletternde Komplettlösung von Doka und sichert damit einen zügigen Baufortschritt. Bereits in der Planungsphase legte die enge Zusammenarbeit zwischen der Bauleitung und den "Selbstkletterspezialisten" die Basis für einen erfolgreichen Projektverlauf. Der mit einer Fahrbahnbreite von 45,00 m und zehn Fahrbahnen überdurchschnittlich breit dimensionierte Überbau entsteht im Taktschiebeverfahren.

Der schlank dimensionierte, sich nach oben stark verjüngende Pylon entsteht kranlos mit Selbstkletterschalungen.
Anspruchsvolle Geometrie
Der 200 Meter hohe Pylon wird bis zu einer Höhe von 175,00 m als geometrisch anspruchsvoller Kegelstumpf in Ortbetonweise ausgeführt. Bis zu einer Höhe von 98 Meter ist der Pylon in der Mitte eingeschnitten und dadurch mit zwei Schenkeln dimensioniert. Die beiden Pylon-Schenkel sind durch einen halbkreisähnlichen Querschnitt gekennzeichnet und werden mit der Doka-Selbstkletterschalung SKE100 in 21 Betonierabschnitten hergestellt.
Auf Grund der signifikanten Querschnittsverjüngung und der technisch anspruchsvollen Bauteilgeometrie wurde die Selbstkletterschalung anhand eines detaillierten 3D-Modells und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichsten Lösung konzipiert.
Um eine einfache und schnelle Anpassung der Selbstkletterschalung sowie der Doka-Trägerschalung Top 50 an die kontinuierliche Querschnittsverjüngung sicher zu stellen, ist die Kletterschalung auf maximale Flexibilität ausgelegt. Dafür sind die Kletterbühnen an den außen positionierten Kletterkonsolen lose auf Rollen gelagert. Dadurch bewegen sich die außenliegenden Konsolen flexibel zu den Kletterbühnen und folgen ohne zusätzliche Umbauarbeiten der Verjüngung der Pylon-Schenkel.
Auch die Fahreinheiten, auf denen die Großflächenelemente der Trägerschalung Top 50 montiert sind, können in speziellen Schienen entlang der Kletterbühnen und entsprechend dem veränderlichen Radius einfach und exakt justiert werden.
Reibungsloser Selbstklettereinsatz Auf Grund der beengten Platzverhältnisse im Annäherungsbereich klettert die Schalung am ersten Pylon-Schenkel ab dem 13. Betonierabschnitt jener am zweiten Pylon-Schenkel um bis zu drei Abschnitte voraus. Ab dem 22. Betonierabschnitt wird sie demontiert, sodass die Selbstkletterschalung am zweiten Pylon-Schenkel ungehindert nachfolgen kann.
Um die erforderlichen Nacharbeiten an der Betonoberfläche so effizient wie möglich zu gestalten, ist die Selbstkletterschalung mit einer zusätzlichen Nachlaufbühne ausgestattet. Für maximale Sicherheit sind sämtliche Bühnen mit umlaufenden Schutzgeländern versehen und zusätzlich mit einem Baustellennetz vollständig eingehaust. Die Erschließung erfolgt über integrierte Leiteraufstiege mit Rückenschutz und selbstsichernde Durchstiegsöffnungen.
Zusätzlich sind die beiden Pylone für einen sicheren Arbeitsplatzwechsel über einen sogenannten Walkway verbunden. Dieser ermöglicht in jeder Phase des Schalungseinsatzes einen raschen Umstieg auf eine der Bühnen des gegenüberliegenden Klettergerüstes. Die SKE100-Plattformen wurden von der Baustellenmannschaft unter der Anleitung eines Doka-Richtmeisters vor Ort montiert.
Nach der Vereinigung der beiden Pylon-Schenkel wird der Brückenpfeiler als schlank zulaufender Kegelstumpf mit der neuentwickelten Selbstkletterschalung SKE50 plus hochgezogen. Der Durchmesser des Pylons reduziert sich dabei von 9,50 m im 22. Betonierabschnitt auf 4,00 m im 39. Betonierabschnitt. Insgesamt sind acht radial angeordnete Plattformen im Einsatz, die über integrierte Ausgleiche entsprechend der Querschnittsverjüngung angepasst werden können.
Bauausführung: Porr Technobau und Umwelt AG, Österreich; SCT d. d, Slowenien; DSD Brückenbau GmbH, Deutschland
Schalungsberatung: Doka Serb, Belgrad / Serbien, Doka GmbH, Amstetten / Österreich
Quelle: Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH

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