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04.08.2011 Neue Schnellstraßen-Brücke in Nitra (Slowakei) Die neue Schnellstraßen-Brücke in Nitra (Slowakei) wurde mit insgesamt drei Paaren eines leistungsstarken Freivorbauwagens errichtet. Dank der kurzen Taktzeiten konnte die kurz bemessene Bauzeit problemlos eingehalten werden.
Die neue Schnellstraßen-Brücke in Nitra (Slowakei)
Der 52 Kilometer lange Ausbau der Schnellstraße R1 zwischen den Städten Nitra und Banská Bystrica zählt aktuell zu den umfangreichsten Infrastrukturprojekten in der Slowakei und wird als Private-Public-Partnership durchgeführt. Für den Lückenschluss der Schnellstraße im Bauabschnitt Nitra-Selenec wurde ein insgesamt 1165 m langes Brückenbauwerk in einer Kombination aus Taktschiebe- und Freivorbauverfahren errichtet. Speziallösungen für hohe Lasten
Aufgrund der extremen Tragwerksbreite von 26 Metern haben Brückenspezialisten die Freivorbauwägen mit vier Längsfachwerken mietfähig ausgeführt. Der modulare Aufbau des Freivorbauwagens ermöglicht dabei eine wirtschaftliche Anpassung auch an außergewöhnliche Tragwerksquerschnitte mit Standardkomponenten. Dabei stellt insbesondere der speziell entwickelte Ankerquerträger ein Höchstmaß an Flexibilität sicher. Die Ankerstäbe können über die gesamte Länge des Ankerquerträgers in einem engen Raster frei positioniert und so perfekt auf das Biegemoment abgestimmt werden. Der groß dimensionierte Querschnitt brachte zudem deutlich höhere Betonlasten mit sich, die in der Planung der Gerüste ebenfalls berücksichtigt werden mussten. In den jeweils ersten der insgesamt 50 Betonierabschnitte beläuft sich das Gewicht der Tragwerkssegmente auf beachtliche 310 Tonnen. Durch den Einsatz neu entwickelter und auf maximale Leistungsstärke getrimmter Antriebskomponenten konnten die 140 Tonnen schweren Freivorbauwägen dennoch reibungslos auf den beiden äußeren Längsfachwerken von einem Betonierabschnitt in den nächsten verfahren werden. Dadurch konnte trotz der großen Einflußbreite der Materialaufwand auf einem absoluten Minimum gehalten und ein zügiger Umsetzvorgang sichergestellt werden. Um Verformungen des Bodenrostes im Verfahrzustand zu minimieren, wurde dieser mit einer standardisierten Unterspannung verstärkt. Komplexer Querschnitt effizient geschalt Zusätzlich zur kontinuierlichen Verjüngung der Tragwerkshöhe musste bei der Planung der Innenschalung auch eine signifikante Verjüngung der inneren Stegbreiten berücksichtigt werden. Um die in jedem Betonierabschnitt erforderlichen Anpassungsarbeiten so effizient wie möglich zu gestalten, wurde die Trägerschalung hier auf verschiebbaren Sonderprofilen montiert und konnte so mittels Lastspindeln schnell, präzise und einfach einjustiert werden. Maximale Sicherheit und schnelle Taktzeiten Auch in punkto Sicherheit haben die Freivorbauwägen bei diesem technisch anspruchsvollen Projekt mit der permanenten Selbstsicherung gegen ungewolltes Verfahren sowie der Erschließung sämtlicher Arbeitsebenen über die integrierten Leiternaufstiege und rundum gesicherten Arbeitsbühnen voll überzeugt. Zusätzlich zur Einweisung der Baustellenmannschaft in die fachgerechte Handhabung des Schalungsgerätes hat ein erfahrener Richtmeister die Montage der Freivorbauwägen auf den Hammerköpfen sowie den Erstverschub unterstützend begleitet. Dadurch war vom ersten Betonierabschnitt an ein sicherer und reibungsloser Schalungseinsatz gewährleistet. Trotz der im Vergleich zu konventionellen Tragwerken deutlich umfangreicheren Bewehrungs-, Schalungs- und Betonierarbeiten konnte die gut eingespielte Baustellenmannschaft mit dem Freivorbauwagen einen beachtlichen Acht-Tages-Takt erzielen.
Quelle: Doka GmbH

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