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22.12.2011 Objektbericht: Wohn- und Geschäftshaus in Mannheim Wer in der Mannheimer Innenstadt nach einem Straßennamen sucht, tut dies vergeblich. Denn statt in Straßenzügen ist das hufeisenförmige Areal zwischen Rhein und Neckar in Häuserblöcke aufgeteilt, den sogenannten Quadraten. Diese haben keinen Namen, sondern einen Buchstaben und eine Zahl. Grund dafür ist das gitterförmige Straßenraster, dessen Planung auf Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz zu Beginn des 17. Jahrhunderts zurückgeht und das bis heute erhalten geblieben ist.
Innerhalb dieser charakteristis chen Quadratstruktur macht ein schlichter, moderner Betonbau auf sich aufmerksam: Er befindet sich in G7, einem Quadrat, das von schmalen drei- bis viergeschossigen Gebäuden geprägt ist, die überwiegend aus der Gründerzeit stammen. Geplant wurde das Wohn- und Geschäftshaus vom Schweizer Architekten Beat Consoni für Bernhard und Sebastian Wipfler, den Inhabern des Panorama Edition Verlages, der hier seinen Firmensitz hat. Um die Vision von zeitgemäßer Architektur verwirklichen zu können, musste zunächst ein nach der Kriegszerstörung provisorisch instandgesetztes, zuletzt leer stehendes Gebäude weichen. Geblieben ist die Aufteilung in ein Vorder- und Hinterhaus, mit dazwischenliegendem Hof, wie es in dieser Gegend typisch ist. Im Vorderhaus befindet sich im Erdgeschoss ein Ausstellungsraum mit Galerie, darüber Büros; im Hinterhaus eine Gewerbeeinheit und Wohnungen unterschiedlicher Größe. Eine Tiefgarage unter dem 15 x 50 m großen Grundstück bietet Raum für die notwendigen Stellplätze.
Die Gestaltung der zwei viergeschossigen Baukörper unterscheidet sich der jeweiligen Nutzung entsprechend. Entlang der Straße ermöglicht ein langes Schaufenster den Blick von außen in die Verlagsräume. Die darüberliegenden zwei Geschosse sind mit großformatigen Fensterbändern ausgestattet, während die obersten Stockwerke beider Häuser überwiegend geschlossen ausgebildet sind und über Dachterrassen belichtet werden. Die Fassaden des hinteren Wohnhauses weisen differenzierte Fensteröffnungen mit eingezogenen Loggien auf.
Weitere Bilder und Infos in der Beton-Objektdatenbank.
Bildnachweis: Gudrun Theresia de Maddalena, Tübingen

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