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16.11.2011 Objektbericht: Theater in Gütersloh Ganze 17 Jahre hat es gedauert, bis das Theater in Gütersloh fertiggestellt werden konnte. Jetzt bildet es zusammen mit der Stadthalle aus den 1970er Jahren, dem als Jugendcafé genutzten Wasserturm und dem neu gestalteten Theaterplatz die neue Mitte der westfälischen Gemeinde.
Außen und innen komplett in Weiß gestaltet, haben die Architekten eine in der Theaterarchitektur eher ungewöhnliche Raumlösung gewählt indem sie die Funktionsbereiche vertikal schichten. Neben dem großen Saal, der Platz für 534 Zuschauer bietet, gibt es eine Studio- und eine Hinterbühne, fünfgeschossig bespielbare Foyerterrassen und eine Skylobby mit Blick über die Stadt. Nach außen ist der White Cube, wie die Architekten den Bau nennen, auf drei Seiten geschlossen. Seitlich ragen zwei den Maßstab sprengende, ebenfalls kubische Baukörper, weit in den Stadtraum hinein: die Studiobühne um zehn Meter, die Hinterbühne um fünf. Im Kontrast dazu ist die zum Theaterplatz gerichtete Fassade vollständig transparent. Bei abendlicher Beleuchtung zeichnen sich hinter ihr der scheinbar schwebende Theatersaal und die gewaltige, geschwungene Spiraltreppe ab.
Der fünfgeschossige, 52 m lange und 49 m breite Theaterbau ist in massiver Stahlbetonskelettbauweise errichtet. Für die Stabilität sorgt das Zusammenwirken von horizontalen Deckenscheiben mit vertikalen Wandscheiben, z.B. des Treppenhauses und der Aufzugskerne.
Weitere Bilder und Infos in der Beton-Objektdatenbank.
Bildnachweis: Paschal-Werk G. Maier, Steinach: Frank G. Gerigk via Baunetz Wissen Beton

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