News  
Bestellen Sie den Beton-Newsletter hier, um automatisch und regelmäßig über aktuelle Beton-News informiert zu werden.
06.05.2011 Neues Kulturgebäude in Florenz Parco della Musica e della Cultura, Florenz, Italien

Ganz in der Nähe des Bahnhofs „Leopolda” in Florenz entsteht das neue, einmalige Kulturgebäude „Parco della Musica e della Cultura“. In nur 18 Monaten muss der Rohbau fertig gestellt sein. Die Eröffnungsfeier des Theaters ist bereits für den 21. Dezember 2011 geplant, der indische Ehrendirigent Zubin Metha wird zu diesem Anlass die 9. Symphonie von Beethoven leiten. Die kurze Bauzeit erfordert einen enorm hohen Personaleinsatz: ein Team von rund 300 Arbeitern ist in mehreren Schichten tätig, teilweise wird auch nachts gearbeitet.
Das Opernhaus wird 1.800 Zuschauern Platz bieten, es entsteht auf einer schrägen Ebene. Errichtet wird auch ein mehr als 40 m hoher Bühnenturm, der einen schnellen Umbau der Bühnenszenen möglich macht. Die Außenwände des Gebäudes weisen eine besondere Architektur auf, die Gestaltung der Sichtbetonflächen und markanten Öffnungen werden die äußere Erscheinung prägen. Ein zweiter Konzertsaal für rund 1.100 Musikbegeisterte wird mit einer zentralen Frontalbühne ausgestattet. Der zugehörige Turm für die Bühnentechnik und -ausstattung erreicht eine Höhe von 24 m.
Hohe Anforderungen an Lasten und Geometrie – mit System gelöst Das Projekt „Parco della Musica e della Cultura“ ist technisch äußerst anspruchsvoll, unter anderem erfordert der Eingangsbereich des großen Opernhauses eine komplexe Ausführungslösung. In einer Höhe von 20 m kragt dieser Bereich 16 m weit aus – und das über eine Länge von insgesamt 46 m.
Zentral im Opernhaus befindet sich die Bühne, etwa 15 m oberhalb der Spielfläche baut sich der rechteckige Bühnenturm mit seinen 120 cm starken Wänden auf. An drei Seiten des Turms schließen sich Technikbereiche an, die vierte Seite öffnet sich zum Zuschauerraum, dessen Grundriss die Form einer Ellipse hat. Die Zuschauertribüne selbst und auch die Decken weisen neben einer Neigung auch variierende Deckenstärken auf – sie bilden also komplexe, gekrümmte Volumenkörper.
Aus den massiven Bauteilen resultieren sehr hohe, temporär abzutragende Lasten. Große Raumhöhen und viele Wand- und Deckenversprünge bringen zudem hohe Anforderungen hinsichtlich der geometrischen Anpassung der Tragkonstruktionen mit sich. Nach einem ersten Betoniertakt mit 6 m Höhe sind die Wandscheiben selbsttragend, dann werden die weiteren Abschnitte bis zur Fertigstellung des Turmes betoniert.
Über den ”Parco della Musica e della Cultura” Der gigantische Gebäudekomplex bringt die Hauptstadt der Toskana wieder an die Spitze der Kunst- und Kulturszene des Landes. Er umfasst ein Opernhaus mit 1.800 Sitzplätzen, einen Konzertsaal für 1.100 Musikfreunde sowie ein Theater für 2.000 Schauspielbegeisterte. Großzügige Freiflächen und Boulevards sowie eine Tiefgarage mit 700 Stellplätzen ergänzen den Komplex.
Anlass für die Errichtung des „Parco della Musica e della Cultura“ ist der 150. Jahrestag der Vereinigung Italiens: 1861 vereinigten sich einzelne italienische Länder in ein Königreich. Florenz spielte dabei eine wichtige und einflussreiche Rolle, die Stadt war von 1865 bis 1871 die Hauptstadt des neuen Italiens.
Bauunternehmen: Società Consortile parco della Musica a.r.l.
Projektbetreuung: PERI S.p.A. Basiano (MI), Italien Abdruck honorarfrei unter Angabe (Quelle: PERI GmbH)
Quelle und weitere Infos zu den Schalarbeiten: PERI GmbH

|