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19.05.2011
Neue Kleine Olympiahalle München
Der Olympiapark in München wurde vor 38 Jahren realisiert. Bis heute beliebt als einzigartige Architekturlandschaft und als eines der wichtigsten Freizeitareale Münchens, ist das denkmalgeschützte Ensemble in die Jahre gekommen. Derzeit wird es mit einer Investitionssumme von 65 Mio. Euro nicht nur weitgehend renoviert und modernisiert, sondern auch um einen unterirdischen Veranstaltungsraum in Sichtbeton erweitert. .
Die große Olympiahalle selbst erhält weitere Ränge, um die Zuschauer näher an das Geschehen zu bringen und eine neue Bestuhlung. Ein wie eine Aussichtskanzel in die Halle hineinragendes Restaurant wird die gastronomischen Möglichkeiten während der Events entscheidend verbessern. Die spektakulärste architektonische Neuschöpfung aber wird die so genannte „Neue Kleine Olympiahalle“ von Auer+Weber, Mitglieder der Architektengruppe, welche schon die Anlagen und Bauten für die Spiele 1972 geplant hat. Mit diesem Bauwerk wird München als Ersatz für die nicht mehr zur Verfügung stehende bisherige kleine Olympiahalle eine neue Event-Arena für 4.000 Besucher erhalten, ein Veranstaltungsort vom Feinsten. Realisiert wird dieses Bauwerk in Sichtbeton.

Die Neue Kleine Olympiahalle: Die Halle wird „unterirdisch“ zwischen Olympiahalle und Olympia-Schwimmhalle angelegt. Dadurch wird das denkmalgeschützte Bau-Ensemble des Olympiageländes architektonisch nicht beeinträchtigt.
Bei einem derart komplexen Bauvorhaben sind die konstruktiven Details und Betonier-Abläufe nur in enger Abstimmung mit Statik und ausführendem Unternehmen zu lösen. Und auch das Schalungssystem muss „mitspielen“; in diesem Fall war es die NOEtop mit integ-rierter Gurtung, mit der sich das gewünschte Ergebnis erzielen ließ.
Um das Erlebnis der vorhandenen Architekturlandschaft nicht zu beeinträchtigen, haben die Architekten das gesamte Bauvolumen unter die Erde verlegt: Eine vorhandene Senke vor der Schwimmhalle wurde dazu genutzt, die Halle unter einer begrünten Wölbung in die Landschaft zu integrieren. Unter dem gewölbten Hallendach bleibt so die landschaftliche Situation auch „souterrain“ erlebbar. Vom Lillian-Board-Weg gelangt der Besucher über eine Rampe in die Ebene mit Kassen und Garderoben. Eine seitliche Glasfassade gestattet bereits von außen einen Blick in den 9 m tiefer liegenden Veranstaltungsbereich. Eine breit angelegte Foyer-Treppe führt über ein Zwischenpodest ins untere Foyer. Dort befinden sich der Zugang zur 2000 m² großen Veranstaltungshalle sowie ein Kiosk zur Bewirtung der Gäste. Der barrierefreie Zugang ist über ein pavillonartiges Zugangsbauwerk mittels eines Aufzuges gegeben.

Gewölbte Deckenflächen sowie viele geneigte Wände, ausgeführt in Sichtbeton, sind das Markenzeichen der „Neuen Kleinen Olympiahalle“.
Um dem hohen architektonischen Anspruch an alle Baulichkeiten im Olympiapark gerecht zu werden, entschieden sich die Architekten, bei der gebotenen Zurückhaltung in der Außenwirkung des Bauwerks dafür, mit dem Baustoff Sichtbeton (Typ 3/SB 3) ein Meisterstück zu schaffen: Denn wie kaum ein anderer Baustoff ermöglicht dieser ein Erscheinungsbild, das durch die Präzision der baulichen Ausformung, der scharfkantigen Detailausbildung und der Oberflächenqualität eine zurückhaltend noble Wirkung hervorzurufen vermag.
Mit der "Neuen Kleinen Olympiahalle" wird München schon bald um einen architektonisch anspruchsvollen Veranstaltungsort reicher sein.
Bautafel
Bauherr: Stadtwerke München GmbH
Architekten: Auer+Weber und Assoziierte, München
Ausführendes Bauunternehmen: Xaver Riebel, Mindelheim
Quelle, Bilder und weitere Details zur Schaltechnik:
NOE-Schaltechnik, Süssen