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09.04.2010
Luxushotel wächst in die Höhe
CEMEX Deutschland liefert Beton für Fundamente und Hochbau des Waldorf Astoria Berlin
32.000 Kubikmeter Beton werden verbaut sein, wenn das neue Luxushotel Waldorf Astoria Berlin – den Berlinern besser bekannt als „Zoofenster“ -schließlich seine Tore öffnen wird. Das mit rund 120 m zweithöchste Berliner Hochhaus entsteht in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Zoo an der Hardenbergstraße.

Das zweithöchste Hochhaus in Berlin wird nach Fertigstellung 31 oberirdische Geschosse zählen. Foto: ALPINE BAU DEUTSCHLAND AG
Die Pläne für den Neubau des 5-Sterne-Plus-Hotels gehen auf das Jahr 1999 zurück, doch immer wieder wurde das Projekt verschoben und die wenig ansprechende Brache blieb weiter im Stadtbild erhalten. Erst im März 2009 erfolgte schließlich die Grundsteinlegung für das Hochhausprojekt, das nach Planungen des Architekten Christoph Mäckler gebaut wird. Der Investor aus Abu Dhabi hat die BIC-Ingenieur-Consulting GmbH mit der Projektsteuerung und Bauleitung betraut.
Inzwischen ist das Fundament in 18 Metern Tiefe fertiggestellt. Für die an manchen Stellen fast drei Meter dicke Betonsohle und die Kellergeschosse produzierte CEMEX Deutschland in Liefergemeinschaft 15.000 Kubikmeter Beton, rund die Hälfte der Gesamtmenge für das Objekt. Auftraggeber ist die ARGE Rohbau Zoofenster, die aus der Alpine Bau Deutschland AG und der BSS Beton-System-Schalungsbau GmbH besteht.
Blick vom Kran auf die Baustelle des neuen Waldorf-Astoria Hotels im Zentrum von Berlin.
Foto: ALPINE BAU DEUTSCHLAND AG
„Wir haben 3.500 Kubikmeter an einem Stück eingebaut“, berichtet Torsten Schiller, der als Vertriebsaußendienstmitarbeiter von CEMEX Deutschland den Fortgang des Baus ständig begleitet. „Wir haben den Beginn der Betonage auf den frühen Abend gelegt - schon allein wegen der Verkehrsverhältnisse schwierigen Anfahrt für die Fahrmischer. Die Baustelle liegt schließlich mitten in der City auf einer Art Verkehrsinsel und tagsüber ist dort viel zu viel Auto- und Fußgängerverkehr. Es gibt kaum Stauraum oder Wartemöglichkeiten für die Fahrzeuge.“ Diese logistische Herausforderung konnte man aufgrund der engen und kooperativen Zusammenarbeit mit der ARGE Rohbau Zoofenster in den Griff bekommen.
Damit die erforderliche Betonmenge dennoch fristgerecht eingebaut werden konnte, hatte man die Bodenplatte in zwei Teile eingeteilt, die parallel in Liefergemeinschaft angefahren wurden. Das Ein- und Ausrangieren erforderte sehr viel Vorsicht und konnte nur mit Hilfe von Einweisern gefahrlos geschehen. Die Förderung des Betons erfolgte über Pumpen und lange Rohre bis zur Einbaustelle. Auch das war bei der riesigen Baugrube kein alltäglicher Vorgang.

Für Ende 2011 ist die Eröffnung des Hotels geplant. Foto: ALPINE BAU DEUTSCHLAND AG
„Die massigen Bauteile des Fundaments stellten höhere Anforderungen an die Expositionsklassen und Betongüten“, so Betontechnologe Jörg Hölzgen rückblickend. „Außerdem war natürlich der hochfeste Beton für die Stützen besonders anspruchsvoll. Unser Labor begleitete jede dieser Betonagen vor Ort.“
Bei dem Objekt kommen hochwertige Betone aller Festigkeitsklassen von C30/37 bis zu hochfestem Beton C 70/85 – für die Stützen – zum Einsatz. Als Bindemittel wurde Zement CEM III/A 32,5 N-LHNA für die massigen Bauteile, CEM III/A 42,5 R für den hochfesten Beton sowie CEM II/B-M(S-LL) 42,5 N-AZ, CEM II/A-M(S-LL) 42,5 R für die Normalbetone verwendet.
Seit kurzem wird in die Höhe gebaut: Über den vier Untergeschossen, die als Tiefgarage und zur Unterbringung der Gebäudetechnik genutzt werden, entstehen 31 oberirdische Stockwerke. Das 180 Mio. Euro teure Objekt der Hilton-Hotel-Gruppe wirkt besonders spektakulär durch die komplette Verglasung einer Seite im oberen Bereich. Sie ist der Grund dafür, dass die Berliner das Objekt „Zoofenster“ nennen. Im unteren Bereich werden Geschäfte und Restaurants angesiedelt, der Hotelbetrieb ist darüber bis zur 15. Etagen angesiedelt, weiter oben befinden sich Büros und Turmsuiten. Die rund 230 Hotelzimmer einschließlich Suiten erwarten die ersten Gäste voraussichtlich Ende 2011.
Quelle:
CEMEX Deutschland AG
