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07.06.2011

Lieferadresse: Phantasialand

Im Freizeitpark Phantasialand in Brühl tragen Betonfertigteile von CEMEX dazu bei, das Berlin um die Jahrhundertwende von 1900 wiedererstehen zu lassen. Ganz neuzeitlich hingegen sind die konstruktiven Vorgaben: Einbauteile machen die Massivwände erdbebensicher, Leichbeton reduziert das Bauteilgewicht.

Am Endtermin für die Hauptrohbauarbeiten war nicht zu rütteln, denn am 1. April öffnete das Phantasialand seine Tore für die Saison 2011. Das bedeutete einen engen Zeitplan für alle Gewerke, die an der Neugestaltung des „Kaiserplatzes“ beteiligt waren, auch für die Mitarbeiter im Fertigteilwerk Lahntal der CEMEX Beton-Bauteile GmbH. Der Auftrag der Doering-Bauelemente Vertriebsgesellschaft mbH (DBV) aus Bedburg belief sich auf massive Segmentbogenwände und Stürze für einen neuen Arkadengang. Das langgestreckte Bauwerk bildet den östlichen Abschluss des „Kaiserplatzes“, der Mittelpunkt der Themenwelt „Berlin“. Zugleich dient es als Außenbegrenzung des Parkgeländes.

Baustelle „Kaiserplatz“: Im Auftrag der Doering-Bauelemente Vertriebsgesellschaft mbH produzierte die CEMEX Beton-Bauteile GmbH Segmentbogenwände und Stürze.
 
Die CEMEX Beton-Bauteile GmbH produzierte die Betonfertigteile für die Vorderfront des neuen Gebäudes als Massivwände. An zwei Tagen lieferte sie 20 Elemente mit einer Bruttofläche von 225 Quadratmetern und einem Gesamtgewicht von 80 Tonnen mit fünf Schwertransporten auf die Baustelle im rheinischen Brühl. Dass jeweils drei bis vier Betonbauteile gleichzeitig zu montieren waren und mehrere Gewerke parallel auf der Baustelle arbeiteten, machte das Projekt für die DBV und ihren Betonfertigteillieferanten logistisch aufwändig.

Der Arkadengang im Rohbau: 20 Massivwände bilden die Vorderfront. Sie erhalten noch ein Finish.  

„Ein so enger und komplexer Baustellenablauf lässt sich nur mit langjährigen Partnern realisieren, die über entsprechendes Know-how und die passende Fertigungstechnik verfügen“, betont Hans-Walter Doering, Geschäftsführer der DBV. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Produktionsleiter des Fertigteilwerks Lahntal Peter Pätkau und uns ist nur als flexibel und kundenorientiert zu bezeichnen.“

Im Fertigteilwerk Lahntal: Zwei frisch betonierte Segmentbogenwände fahren aus der Umlaufanlage zum Kipptisch.
 
Die Segmentbogenwände ließen sich nur stehend verfrachten. Wegen der Elementhöhe von 3,68 m setzte die CEMEX Beton-Bauteile GmbH dazu Innenlader ein. Auch bei den größten Stürzen – 12,30 m lang, 1,29 m hoch – war eine Sonderlösung gefordert, allerdings schon bei der Auswahl der Betonrezeptur. Die Elemente bestehen aus einem gefügedichten Leichtbeton LC 25/28 mit der leichten Gesteinskörnung Blähschiefer und einem erhöhten Zementgehalt. Der Leichtbeton erreicht die Rohdichteklasse 1,7. Ein ebenso dimensioniertes Bauteil aus einem Normalbeton würde es auf 8 Tonnen bringen, das aus LC 25/28 wiegt 5,5 Tonnen – eine Gewichtsersparnis von immerhin etwa 43 Prozent.

Ein 18 Meter langer Sattelzug mit ca. 22 Tonnen Zuladung: Die 3,68 m hohen Segmentbogenwände wurden stehend im Innenlader angeliefert. Im Hintergrund das „Mystery Castle“.  

Weil die Kölner Bucht zur rheinischen Erdbebenzone zählt, machte der Statiker präzise Auflagen für die Standsicherung der Betonfertigteile und für ihre Verriegelung untereinander. Die CEMEX-Mitarbeiter betonierten schon im Fertigteilwerk verschiedene Einbauteile mit in die Massivwände ein. In den Standflächen befestigten sie Hülsen, die dann per Kurbelbolzen mit der Bodenplatte verbohrt werden konnten. An den Seiten integrierten sie Anschlussbewehrung für Ortbetongassen, denn die DBV-Mitarbeiter stellten auf der Baustelle die wichtigen kraftschlüssigen Anschlüsse zwischen jeweils angrenzenden Betonfertigteilen her.

Der Einbau der Massivwände verlief parallel zu einer Reihe anderer Gewerke.
 
„Die Montage unserer Betonfertigteile ging Hand in Hand mit den Folgegewerken, da musste die Feinabstimmung passen. Der Zeitdruck war enorm“, erklärt Dirk Schinke, Produktmanager Systembau der CEMEX Beton-Bauteile GmbH. „Die Bauteile waren auch sehr anspruchsvoll hinsichtlich ihrer Geometrie und der Vorbereitung für die Erdbebensicherung. Das Phantasialand ist natürlich jedem Kollegen ein Begriff, und der eine oder andere wird sicher demnächst mal hinfahren, um sich auf dem neuen Kaiserplatz vor den eigenen Produkten fotografieren zu lassen.“

 
Quelle: CEMEX Deutschland AG  


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