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23.08.2010

Schalungsarbeiten am Hotel Waldorf Astoria Zoofenster in Berlin

In dem dreieckigen Baufeld ist Platz absolute Mangelware – und die Baustellenlogistik ein zentrales Thema für alle Beteiligten. Foto: Doka

Bauzeitoptimierung durch Selbstkletterschalung

In stark beengter Innenstadtlage Berlins entsteht das Hotel Waldorf Astoria als Stahlbetonbau in Ortbetonbauweise.

Nur eine Straßenbreite entfernt von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche arbeitet die ARGE Rohbau Zoofenster bestehend aus Alpine Bau Deutschland AG, NL Berlin und BSS Beton-System-Schalungsbau GmbH  mit Hochdruck an 32 aufgehenden Etagen über vier Untergeschossen. Neben Läden und Büros wird das erste Waldorf Astoria-Hotel Deutschlands mit 232 Zimmern hier einziehen.

Zwei U-Bahn-Linien und drei zum Teil intensiv befahrene Straßenzüge schließen das dreieckige Baufeld komplett ein. Platz ist hier absolute Mangelware – und die Baustellenlogistik ein zentrales Thema für alle Beteiligten. Mit nur drei Kranen ist die Krankapazität ein weiterer Zwangspunkt. Dabei ist die Rohbauzeit mit 19 Monaten alles andere als üppig kalkuliert.

Untergeschosse in Deckelbauweise

Die Untergeschosse reichen ca. 13,50 m tief in das Grundwasser und sind als WU-Konstruktion ausgebildet. Sie entstehen in Deckelbauweise, mit drei Ringdecken zur Aussteifung der Baugrube. Die Ringdecken werden für die Deckelbauweise von unten nach oben abgebrochen. Unter den noch bestehenden, darüber liegenden Ringdecken sind die Wände einhäuptig zu betonieren. Zum Schalen der Wände in den Untergeschossen dient die leichte Rahmenschalung Frami 270, bei den einhäuptigen Lehnwänden in Verbindung mit Abstützböcken Universal.

Die Doka-Rahmenschalung Frami 270 ist leicht genug, um sie in den kranlosen Untergeschossen per Hand umzusetzen. Mit ihrer asymmetrischen Ankeranordnung benötigt nur zwei Anker über die Elementhöhe für volle hydrostatische Belastbarkeit und damit "unbegrenzte" Betoniergeschwindigkeit. In den einhäuptigen Bereichen lassen sich ihre Elementemit dem Abstützbock Universal F kombinieren. Dabei können die Scheiben der Abstützböcke bis zu einer Betonierhöhe von 3,00 m unabhängig von den Elementstößen angeordnet werden, in einem Raster von 1,35 m.

Einhausung der Arbeitsebenen

Das 118,00 m hohe Bauwerk wird später eine Fassade aus Naturstein mit großen Glasflächen erhalten. Der offene Rohbau erfordert neben der Sicherung vor Absturz auch guten Witterungsschutz, damit Schnee, Regen und Wind die Bauarbeiten nicht unnötig behindern. Zusätzlich ist wegen des unmittelbar angrenzenden Innenstadtbereichs das Herabfallen auch kleiner Teile zuverlässig zu verhindern.

Die Berliner Doka-Niederlassung hat hierfür ein Gesamtkonzept präsentiert, wobei speziell die Selbstkletterschalung Xclimb 60 in Kombination mit dem Schutzschild Xclimb 60 als Problemlöser überzeugen. Je zwei der 3,50 m hohen, aufgehenden Geschosse und die Arbeitsbühnen der Kletterschalung sind rundum mit einem Windschild aus Trapezblechen eingehaust. Schutzschild und Selbstkletterschalung nutzen mobile Hydraulikzylinder zum Umsetzen und binden keine Krankapazität. Integrierte Ausfahrbühnen erleichtern und beschleunigen den Zugriff der Krane auf das Schalungsmaterial beim Höhersetzen. Ein mit kletternder Treppenturm sorgt für raschen Zugang zu den Arbeitsebenen.

Zügiger Baufortschritt

Die Außenwand-Scheiben entstehen mit Doka-Rahmenschalung Framax Xlife auf Xclimb 60 Kletterschalung, die Ortbeton-Stützen in der Außenwand mit Stützenschalung Framax Xlife. In den Aufzug- und Versorgungsschächten bringt Framax Schachtschalung auf Schachtbühnen raschen Baufortschritt.

In den unteren Geschossen sind die Wände der Treppenhäuser teilweise in Sichtbeton mit vorgegebenem Anker- und Fugenbild auszuführen. Die Lösung heißt hier Trägerschalung Top 50, speziell geplant und belegt mit großformatigen Platten. In den höheren Geschossen schalt man auch die Treppenhäuser mit Rahmenschalung.

Bauausführung:    Arge aus Alpine Bau Deutschland AG, Niederlassung Berlin, und BSS Beton-System-Schalungsbau GmbH, Berlin
Schalungsberatung:    Doka NL Berlin


Quelle: Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH


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