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15.12.2011

Umbau der Mercedes-Benz Arena in Stuttgart

DIe Mercedes-Benz Arena in Stuttgart wird bis Ende 2011 bei laufendem Spielbetrieb zu einem reinen Fußballstadion umgebaut. Foto: asp Architekten Stuttgart

Ende 2011 werden die Umbaumaßnahmen zur Erneuerung der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena abgeschlossen sein. Zu den besonderen Fan-Treffpunkten zählt dann auch wieder die Untertürkheimer Kurve mit ihren neu gestalteten Plätzen, die über rund 1.500 Treppenelemente aus Liapor-Leichtbeton miteinander verbunden sind.

Die Mercedes-Benz Arena im rund 55 Hektar großen NeckarPark in Stuttgart hat in ihrer wechselvollen Geschichte schon viele emotionale, spannende und weltmeisterliche Höhepunkte erlebt. Erinnert sei an die Leichtathletik-EM 1986 und die Weltmeisterschaften 1993, aber auch an legendäre Konzerte mit bekannten Weltstars der internationalen Musikszene. Doch vor allem hat der Fußball in der Mercedes-Benz Arena seine Heimat. Hier feierte der VfB Stuttgart seine großen Meisterschaften, aber auch bei der Fußball-WM 2006 begeisterte das Stadion die vielen Fans aus der ganzen Welt. Zwischen 2009 und Ende 2011 wurde die Mercedes-Benz Arena gemeinsam durch die Stadt Stuttgart, den VfB Stuttgart und die Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG zu einem reinen Fußballstadion umgebaut. Zu den Maßnahmen zählt unter anderem die Tieferlegung des Spielfelds, die Erweiterung des Stadiondachs, der Ausbau der Haupt- und Gegentribüne sowie der Abbruch und Neuaufbau der Untertürkheimer und Cannstätter Kurve. Ein ehrgeiziges Projekt und eine große Herausforderung für alle am Bau Beteiligten, denn der Um- und Ausbau wurde bei laufendem Spielbetrieb realisiert.

Anspruchsvolle Tribünenstatik

Im Bereich der Untertürkheimer Kurve begann Mitte 2009 der neue Tribünenbau. Entworfen wurde die neue Kurve, in deren Basis auch eine Sporthalle für etwa 2.000 Besucher integriert ist, von den asp Architekten Stuttgart, als Generalunternehmer fungierte die BAM Deutschland AG. Für den Bau der freitragenden Tribüne kamen insgesamt rund 720 Tribünenfertigteile aus Ortbeton zum Einsatz. Ein Standard-Teil wiegt rund 10,7 Tonnen, besteht aus drei Tribünenstufen und bietet Sitzplätze für 40 Personen. Nachdem mit diesen Teilen das Grundgerüst der Tribüne errichtet war, begannen Anfang 2011 die Feinarbeiten zur Ausgestaltung und Inbetriebnahme der neuen Fankurve. Dazu gehörte auch der Einbau zahlreicher Laufstufen für den ungehinderten und sicheren Zugang zu den neuen Sitz- und Stehplätzen in diesem Bereich. Um die Stabilität der Untertürkheimer Kurve mit ihren weiten, freitragenden Bereichen und den schweren Tribünenfertigteilen nicht zu gefährden, mussten die Treppenelemente dabei so leicht wie möglich, aber dennoch sicher und stabil gestaltet werden. Die Lösung bot die Ausführung in Leichtbeton in Form eines LC35/38 D1.6 XC4, XF1, von dem insgesamt rund 150 Kubikmeter für die Stufen verbaut wurden. Die Rezeptur erstellten die Liapor-Werke, die Fertigung der Elemente übernahm das Schotter- und Betonwerk Knobel GmbH & Co. KG in Albstatt.

Rund 1.500 individuell angefertigte Laufstufen wurden nach einem genauen Schema auf den neuen Tribünenkörper montiert. Foto: Stadion NeckarPark (A. Kilgus)

Quelle: Liapor GmbH & Co. KG - mk publishing GmbH 


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