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16.03.2010
Deutscher Brückenbaupreis 2010 verliehen
Elbebrücke Mühlberg (Brandenburg/Sachsen) und Stadthafenbrücke Sassnitz (Insel Rügen) sind die Preisträger
Die Elbebrücke bei Mühlberg an der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen in der Kategorie
„Straßen- und Eisenbahnbrücken“ und die Stadthafenbrücke Sassnitz auf der Insel Rügen in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ sind die Gewinner des am 15. März in Dresden vergebenen Deutschen Brückenbaupreises 2010.
Als maßgeblich verantwortliche Ingenieure wurden Dipl.-Ing. Wolfgang Eilzer sowie Prof. Dr. Mike Schlaich und Dipl.-Ing. Andreas Keil ausgezeichnet. Dipl.-Ing. Wolfgang Eilzer ist beim so genannten "Auge von Mühlberg" eine Kombination aus innovativer Konstruktionsidee und schlichter Eleganz gelungen. Die kühn geschwungene, extrem schlanke Brücke verbindet die Stadt Sassnitz über 22 m Höhenunterschied hinweg mit dem Stadthafen. Die 700 m lange Elbebrücke erfüllt auch ökologische Vorgaben optimal.
Elbebrücke bei Mühlberg (Brandenburg/Sachsen)
"Wir freuen uns für die beiden Preisträger, denn sie zeigen bei Ihren Bauten die harmonische Einheit aus Formensprache und sichtbarem Kraftfluss," erklärt Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer des InformationsZentrums Beton nach der Preisverleihung in Dresden. Zu Recht hebe die Jury den Einsatz von selbstverdichtendem Beton im Bereich des Strompfeilers bei der Elbebrücke Mühlberg hervor. Damit werden neue Einsatzbereiche für den universellen Baustoff aufgestoßen.
Stadthafenbrücke Sassnitz (Insel Rügen)
Mit den Preisträgern erlebten rund 1.300 Gäste die feierliche Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2010 im Audimax der TU Dresden. Das InformationsZentrum Beton unterstützt bereits zum dritten Mal den Deutschen Brückenbaupreis. "Brücken sind wichtiger Teil unserer Baukultur und wecken Emotionen. Sie verbinden und zeigen in besonderem Maße die Leistungskraft der Bauingenieure," so Kaczmarek weiter. Alle eingereichten Arbeiten zeigen gute Proportionen, eine hervorragende Einbettung in die Umgebung sowie wirtschaftliche und funktionale Aspekte.
Auch Bahnvorstand Dr.Grube war von den einzelnen Projekten so begeistert, dass er spontan zusagte, diesen Wettbewerb im Jahr 2012 als Hauptsponsor wiederum zu unterstützen. "Auch wir werden wieder dabei sein. Denn wir wollen, dass weiterhin über gute Beispiele der Ingenieurbaukunst berichtet und damit über Baukultur gesprochen wird," sagte Kaczmarek beim anschließenden Empfang.
Zum Deutschen Brückenbaupreis 2010 waren 27 Bewerbungen eingegangen. Daraus
hat die Jury je Kategorie drei Bauwerke nominiert und je ein Siegerbauwerk gekürt.
Neben den Preisträgern Elbebrücke Mühlberg und Stadthafenbrücke Sassnitz nominierte
die Jury folgende Bauwerke zum Deutschen Brückenbaupreis 2010: In der
Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ die Muldebrücke bei Wurzen (Sachsen)
und die Rügenbrücke (Strelasundquerung); in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“
die Altmühlbrücke Eichstätt (Bayern) und die Havenbrücke Bremerhaven.
Quelle, ausführliche Informationen zur Preisverleihung und zu den ausgezeichneten Bauwerken sowie Bildmaterial im Internet auch unter:
www.brueckenbaupreis.de