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01.07.2010

DelphinLagune Nürnberg

Zum Bau von Freibecken im Tiergarten Nürnberg liefert CEMEX Deutschland einen Beton der Expositionsklasse XS3 – wobei das S für „Seawater“ steht.

Es ist ein einzigartiges Bauvorhaben in Deutschland: Die Stadt Nürnberg lässt das bestehende Delphinarium ihres Tiergartens bis zum Sommer 2011 zur „DelphinLagune“ umgestalten und um eine weitläufige Freianlage mit ausgedehnten Uferarealen und Zuschauertribünen mit 1 500 Sitzplätzen erweitern. Von einem unterirdischen „Blauen Salon“ aus werden die Besucher durch Panoramafenster unter der Wasserlinie die intelligenten Meeressäuger beobachten können. Neben Delphinen werden sie auch Seelöwen in der naturnah gestalteten Unterwasserlandschaft zu sehen bekommen. Die Seekühe bekommen mit dem „Manatihaus“ auf der anderen Seite des Blauen Salons eine neue zeitgemäße Unterkunft.

Das Delphinarium des Tiergartens der Stadt Nürnberg wird zur DelphinLagune erweitert. Bis 2011 entstehen eine Freianlage und Anbauten.

„Die Lagune ist auch für uns ein außergewöhnliches Projekt – so etwas baut man ja nicht jeden Tag. Durch die Komplexität des Bauwerks sind die Anforderungen an Material und bautechnisches Know-how hier hoch anzusetzen. Das gilt besonders auch für die Qualität des Betons und für die Zuverlässigkeit der Lieferung“, unterstreicht Bauleiter Uwe Weiß von der WOLFF & MÜLLER Regionalbau GmbH & Co. KG, deren Niederlassung in Nürnberg den Rohbau ausführt.

Die CEMEX Deutschland AG versorgt die Baustelle aus den Transportbetonwerken Nürnberg, Erlangen und Schwabach. Uwe Hofmann, Projektmanager Spezialbaustoffe in der Region Nordostbayern-Thüringen-Sachsen der CEMEX Deutschland AG: „Die Fertigstellung des Rohbaus ist für Oktober geplant. Insgesamt liefern wir etwa 10 000 Kubikmeter Transportbeton, in erster Linie leicht fließende Betone in den Konsistenzen F4 bis F6.“

Das Manatihaus ist schon fast fertiggestellt, zurzeit werden die Bodenplatten des Blauen Salons betoniert – und es wird das bauliche Highlight der neuen Anlage in Angriff genommen, die Lagunenlandschaft selbst. Bei einer Wassertiefe bis zu 7 Metern und insgesamt 1 540 Quadratmeter Wasserfläche bringen es die sechs Freibecken auf ein Fassungsvermögen von 5,3 Millionen Liter Salzwasser. Stichwort Salzwasser: Auch die betontechnologischen Anforderungen sind hier besonders hoch. Uwe Hofmann: „Ein Beton mit Widerstand gegen starken Meerwasserangriff ist bei uns in Bayern nicht gerade oft gefragt – unser Meer ist der Chiemsee.“

Im Auftrag der Bauunternehmung WOLFF & MÜLLER liefert die CEMEX Deutschland AG an die 10 000 Kubikmeter Transportbeton.

In den Bodenplatten und Wänden der Becken und des Schleusensystems, das die Becken untereinander und mit dem bestehenden Delphinarium verbindet, kommt ein Beton für Meerwasserangriff und chemischen Angriff nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 zum Einsatz. Der WU-Beton der Festigkeitsklasse C35/45 mit einem w/z-Wert von 0,45 erreicht die Expositionsklassen XC4 XD3 XS3 XF2 XF3 XA3, wobei XS3 die Gefahr einer starken Bewehrungskorrosion bezeichnet, verursacht durch Chloride aus Meerwasser. Die erforderliche Feuchtigkeitsklasse ist WA, „feucht und Alkalizufuhr von außen“. Die Rezeptur basiert auf einem Zement CEM II/B-M (SLL) 42,5 N-AZ, hergestellt im Werk Rüdersdorf der CEMEX OstZement GmbH, und anteilig auf mineralischen Zuschlägen der CEMEX Kies & Splitt GmbH. Ein Fließmittel auf PCE-Basis von CEMEX Admixtures stellt eine gute Verarbeitbarkeit sicher.

Das System von Becken und Durchlässen hat vielfältige komplexe Geometrien. Entsprechend überschaubar sind hier die Betonageabschnitte, und die Mitarbeiter von WOLFF & MÜLLER befördern den Transportbeton meistens per Krankübel. Aber auch die Leistungsfähigkeit der CEMEX Betonförderung und ihrer Autobetonpumpen war bei diesem Bauvorhaben schon gefragt: Mit einer 40 Zentimeter starken Bodenplatte und bis zu 60 Zentimeter dicken Wänden kann das Technikhaus für die Salzwasseraufbereitungsanlage durchaus massige Bauteile vorweisen.

Bevor die Anlage eingeweiht wird, stehen auch noch umfangreiche Erdbewegungen von 35 000 Kubikmetern an: Das Technikhaus wird komplett mit Erdreich überdeckt, die Besuchertribünen werden in eine organisch gestaltete Landschaft integriert. Im kommenden Jahr können die Delphine dann zum ersten Mal aus ihrem bestehenden Domizil nach draußen schwimmen und ihr neues Reich erkunden – die einzige Delphin-Freianlage in einem deutschen Zoo. 

Quelle: CEMEX Deutschland AG


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