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04.03.2010

CEMEX-Beton für die Pasing Arcaden: Masse und Klasse

50.000 m³ Transportbeton liefert die CEMEX Deutschland AG für das Großprojekt im Münchener Westen. Nicht nur die Liefermenge ist hoch – auch die betontechnologischen Anforderungen sind es.

„Die Baustelle der Pasing Arcaden ist eine der größten in München in den vergangenen Jahren“, betont Reinhold Schneider, Regionalleiter Südbayern der CEMEX Deutschland AG, „und wir sind besonders froh, dass wir auch hier wieder beteiligt sind, wie schon bei den Riem Arcaden.“ Im August 2009 hat das Baustoffunternehmen im Auftrag der Klebl Baulogistik GmbH aus Neumarkt die Transportbetonlieferung aufgenommen. Die Betonförderung liegt ebenfalls in den Händen von CEMEX.

Unmittelbar neben dem Pasinger Bahnhof entstehen die Pasing Arcaden, ein multifunktionales Wohn-, Erlebnis- und Einkaufszentrum. Im Auftrag der Klebl Baulogistik GmbH liefert die CEMEX Deutschland AG Transportbeton und übernimmt die Betonförderung. 

Auf einem Gelände unmittelbar neben dem Pasinger Bahnhof entsteht bis 2011 ein multifunktionales Wohn-, Erlebnis- und Einkaufszentrum. Ein erster Bauabschnitt umfasst eine Verkaufsfläche von 14.000 m² auf drei Ebenen, 3.000 m² für Dienstleistungen, 7.000 m² Wohnflächen, und unter den Arcaden wird eine zweigeschossige Tiefgarage mit ca. 650 Stellplätzen liegen. Es besteht die Option, den Komplex später um etwa 50 % zu erweitern. Das Projekt wird von der Essener mfi management für immobilien AG entwickelt.

Bis zur Fertigstellung des Rohbaus, sie ist geplant für Mai 2010, werden die CEMEX-Mitarbeiter insgesamt 50.000 m³ Transportbeton auf die Baustelle zwischen Kafflerstraße und Eisenbahntrasse liefern. 22.000 m³ sind bereits eingebaut, davon allein 18.000 m³ Beton der Festigkeitsklasse C 35/45 und der Expositionsklassen XC4 XD3 XF2 in der Bodenplatte. Für das bis zu 1,80 m dicke Bauteil forderte der Auftraggeber einen Beton mit niedriger Hydratationswärmeentwicklung. Deshalb wählten die Betontechnologen einen Portlandkompositzement CEM II/B-M (S-LL) 42,5 N-AZ mit Flugasche, hergestellt von den Kollegen der CEMEX OstZement GmbH im Zementwerk Rüdersdorf.

Ein Autokran hebt eine Pumpe M 32 in die 12 m tiefe Baugrube, wo sie dann als Verteiler dient.

Die Mitarbeiter der Klebl Baulogistik stellten die Bodenplatte in mehreren Abschnitten her, deren größter es auf 2.200 m³ brachte. Bis zu 180 m³ Transportbeton in der Stunde lieferten die CEMEX-Fahrmischer aus den Transportbetonwerken Gilching und Aschheim. Aus logistischen Gründen verlegten die Projektbeteiligten die Großbetonagen in die Nacht. Baustofftechnik und Vertrieb von CEMEX begleiteten permanent den Einbau. Die CEMEX-Betonförderung hatte immer mindestens zwei Autobetonpumpen im Einsatz, darunter Großmastpumpen bis M 58. Phasenweise wurde „Pumpe in Pumpe“ gearbeitet: Ein Autokran hob eine Pumpe M 32 in die 12 m tiefe Baugrube, sie wurde von zwei Pumpen M 42 beschickt und diente als Verteiler.

Zur Hinterfüllung der Baugrube diente ein Spezialbaustoff: ca. 250 m³ des Verfüllbaustoffes füma, hergestellt aus qualitätsüberwachten Ausgangsstoffen im Transportbetonwerk Aschheim. Folgende Besonderheit der Baustelle machte den feinkörnigen Porenleichtbeton zum idealen Baustoff für die Aufgabe: Das Bauwerk füllt die Baugrube weitestgehend aus, die Planer haben den überbaubaren Raum optimal genutzt. Da somit sehr viel weniger Arbeitraum zur Verfügung stand als üblich – und nicht annähernd genug Platz für die Demontage einer Schalung blieb –, wurden die Außenwände gegen eine Fertigteilwand als Schalfläche betoniert. Der verbleibende Raum zwischen Außenwand und Baugrubenwand war extrem dimensioniert: zwischen 20 und 2 cm schmal, aber bis zu 3 m hoch. „Unmöglich, ein herkömmliches Verfüllmaterial hier vollvolumenmäßig einzubauen“, erklärt Reinhard Lindner, als Projektmanager Region Südbayern der CEMEX Deutschland AG zuständig für Spezialbaustoff, „doch unser äußerst fließfähiges und selbstverdichtendes füma ist für eben solche Aufgaben ausgelegt.“ Der Verfüllbaustoff wurde im Transportbetonmischer einbaufertig angeliefert, und die Mitarbeiter der Baustelle mussten es nur noch einbringen. In einigen Bereichen konnten wegen angrenzender Bestandsbebauung keine LKW an die Baugrube heranfahren, hier wurde füma per Autobetonpumpe eingebaut und konnte seine gute Pumpbarkeit unter Beweis stellen.

Der größte Abschnitt der Bodenplatte brachte es auf 2.200 m³ Beton. Zur Hinterfüllung der Baugrube dienten ca. 250 m³ des Verfüllbaustoffs füma. 

Noch weitere „Spezialisten“ sind beim Bau der Pasing Arcaden gefragt. „Für Stützen im dritten Untergeschoss und für Deckenplomben in den darüber liegenden Decken haben wir 300 m³ eines hochfesten Betons C 80/95 mit einem speziellen Mikrosilikazement CEM II/BM (S-D) 52,5 N produziert“, so Reinhold Schneider. „Durch Zugabe von Polypropylenfasern erreicht er die Feuerwiderstandsklasse F90.“ Bei Produktion und Einbau der hochfesten Rezeptur folgten Baustoffhersteller und Bauunternehmen einem detaillierten gemeinsamen Qualitätssicherungsplan. In anderen Bereichen des Komplexes, in denen geringere Lasten aufzufangen sind, kamen in den Stützen Betone C 60/75 und C 50/60 zur Anwendung.

Seit dem Start der Betonagen im Sommer 2009 beliefern die Mitarbeiter von CEMEX Deutschland arbeitstäglich die Großbaustelle in Pasing. Aktuell entstehen die Decken in den Untergeschossen sowie erste Deckenabschnitte auf Ebene 0, und schon bald werden die Arcaden in die Höhe wachsen. „In Pasing wird zurzeit viel umgestaltet und neu gebaut“, so Reinhold Schneider. „Dieser Stadtteil durchläuft einen sehr dynamischen Prozess, und die Pasing Arcaden sind ein wichtiges Zentrum der Stadtentwicklung.“

 
Quelle: CEMEX Deutschland AG


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