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16.04.2010 Bürogebäude der Koninklijke Marechaussee in Amsterdam Streng gerasterte Fassade aus Sichtbetonfertigteilen.
Bild: Wansleben Architekten, Köln via Baunetz
Im Zentrum von Amsterdam entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche Bauprojekte in unmittelbarer Nähe von Kanälen. So auch auf einem Marinekasernengelände der niederländischen Nationalpolizei, der Koninklijke Marechaussee - kurz KMar, am Nordseekanal. Neben der Armee, der Marine und der Luftwaffe ist sie seit 1998 die vierte eigenständige Organisationseinheit des Verteidigungsministeriums der Niederlande. Für einen Büroneubau wünschte sie sich ein Haus, das sowohl die militärische als auch die architektonische Tradition Amsterdams fortschreibt.
Der Kölner Architekt Norbert Wansleben reagiert auf diese Anforderungen mit dem Konzept einer stadtgewandten Festung. In unmittelbarer Nähe zum Schifffahrtsmuseum und unweit des Hauptbahnhofs gelegen, gliedert er den Neubau formal in die Umgebung ein und stellt dem Museum ein städtebauliches Pendant gegenüber. Das würfelförmige Gebäude mit einer Betonfassade aus 1.750 Fenstern gleicher Abmessung folgt konsequent nüchtern einem strengen Raster.
In enger Zusammenarbeit mit dem Betonfertigteilhersteller entwickelten die Architekten die Oberfläche der Fassadenelemente. Die gerillte Struktur entstand durch Dreikantleisten, die in die Schalung eingelegt wurden. An die typisch dunkle Mauerwerkarchitektur Amsterdams ist die Farbigkeit der Fassaden angelehnt. Dazu wurde dunkles Korn unter Zugabe von Labrador und Basalt zur Farbintensivierung verwendet. Beim Waschen der Frontseite wurde das Korn freigelegt und damit die Oberfläche sichtbar gemacht.
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