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11.01.2010

Brücke über den Rio Tua, Vila Real, Trás-os-Montes, Portugal

Anpassungsfähiges Gerüst beschleunigt Brückensanierung
 
Eine Stahlbeton-Bogenbrücke aus dem Jahr 1940, die den Rio Tua in der portugiesischen Provinz Trás-os-Montes überquert, wird derzeit umfassend saniert. Zugänge und Arbeitsplattformen für die Instandsetzung bietet eine Gerüstkonstruktion auf Basis des Gerüstsystems PERI UP Rosett Flex. Die modulare Bauweise des Gerüsts erlaubt eine optimale Anpassung an die Brückengeometrie, gleichzeitig ist der Aufbau schnell und sicher. Die hohe Sicherheit während der Nutzung und die gute Zugänglichkeit beschleunigen die Sanierungsarbeiten, so dass die veranschlagte Bauzeit von sieben Monate unterschritten werden kann.

Die Brücke ist insgesamt 120 Meter lang und 8 Meter breit. Ein 80 Meter weiter und 20 Meter hoher Betonbogen überspannt das Flusstal, in Verlängerung lagert der Überbau auf mehreren Pfeilern. Zur Zeit werden vielfältige Sanierungsmaßnahmen vorgenommen: die Fahrbahndecke und die Plattenbalkenkonstruktion werden verstärkt, Beton und korrodierende Bewehrung instandgesetzt, vorhandene Risse durch Injektion verfüllt sowie Gehwege und Geländer erneuert. Abschließend wird die gesamte Oberfläche neu beschichtet.

Der komplexen Geometrie optimal angepasst
Die Aufgabenstellung lautete, Zugang zu allen zu sanierenden Bauteilen sowie hinreichend große und tragfähige Arbeitsflächen – auch für erforderliches Gerät – zu schaffen. Ein Gerüst aus Systemkomponenten des Rosett Flex Systems konnte sämtliche Anforderungen erfüllen – trotz der komplizierten Geometrie der Brückenkonstruktion und erschwerter Zugänglichkeit in einigen Bereichen.

Das Gerüst verbindet die Montagevorteile eines Systemgerüsts mit der Flexibilität aufwändig zu montierender Rohr-Kupplungsgerüste. Das 25 cm Raster lässt einfache Anpassungen an verschiedenste Bauteilgeometrien zu. Riegel und Beläge können optimal aufeinander abgestimmt werden, jedes Gerüstfeld lässt sich vollflächig mit Systembelägen auslegen. So werden gefährliche Lücken vermieden und die Sicherheit bei den Arbeiten wird deutlich gesteigert.

Das errichtete Gerüst hat eine maximale Höhe von 20 Metern. Die Aufstandsfläche erstreckt sich auf rund 7 Meter, in der obersten Lage ist das Gerüst 11,75 Meter breit. Die seitlichen Auskragungen und auch die Überbrückungen zwischen den äußeren Brückenpfeilern wurden mit Systemdiagonalen ohne zusätzliche Ergänzungsbauteile realisiert. Für die Herstellung der Überbrückungen wurden die Vertikalstiele mit den bereits angehängten Knotendiagonalen verbunden und über Horizontalriegel einfach aus gesicherter Position nach außen geschwenkt.

Trotz der besonderen Form des Betonbogens und auch unterschiedlicher Abmessungen der Pfeiler konnte jedes Bauteil mit minimalem Abstand umbaut werden. Der Vorteil der Anpassungsfähigkeit des Systems zeigte sich insbesondere auch während der Montage des Gerüsts: Obwohl einige Abweichungen zwischen den ursprünglichen Ausführungsplänen und den tatsächlichen Abmessungen festgestellt wurden, konnten Zugänge und Plattformen ohne aufwändige Improvisationen errichtet werden.

Sicherheit bei Aufbau und Nutzung
Die Gerüstmontage mit den Vertikalstielen, Horizontalriegeln und Stahlbelägen ist sicher und schnell. Bei der Riegelmontage fällt der Keil durch die eigene Schwerkraft in die Öffnung der Rosette und verriegelt selbsttätig. Dank dieses so genannten Gravity Lock kann der Riegel stets aus sicherer Position montiert werden.

Die PERI Logik vereinfacht und beschleunigt den Aufbau des Gerüsts. Das geringe Gewicht der einzelnen Systemteile und die Tatsache, dass jedes Systemteil von nur einer Person gehandhabt werden kann, fördern schnelles und kraftsparendes Arbeiten. Die hohe Steifigkeit des Riegelanschlusses reduziert die Aussteifungsebenen und verringert die Anzahl notwendiger Diagonalen.

Eine hohe Sicherheit während der Nutzung gewährleisten umlaufende Geländer und Bordbleche in jeder Ebene der Konstruktion. Das Gefühl hoher Sicherheit erlaubt einen schnellen Baufortschritt, so dass die geplante Dauer der Baumaßnahme reduziert werden konnte. Zudem bietet das System eine hohe Tragfähigkeit, ausreichend auch für sämtliches, für die Brückensanierung erforderliches Gerät.

Zugänge einfach integriert
Alle Systembauteile sind untereinander kompatibel. Dadurch lassen sich Arbeitsplattformen, Aufstiege und Absturzsicherungen einfach ausführen. Als Hauptzugang dient ein Treppenturm aus Systemkomponenten und wenigen Ergänzungsbauteilen für die Gerüsttreppe, so werden 19 Meter Höhenunterschied wirtschaftlich überbrückt. 75 Zentimeter Laufbreite und ein komfortables Steigungsverhältnis sorgen für ein sicheres und zügiges Begehen. Zwischen den Brückenpfeilern sind Leitergänge integriert, die die Arbeitsebenen direkt miteinander verbinden. Bauunternehmen:
Conduril S.A., Ermesinde, Portugal

Projektbetreuung:
PERIcofragens, Lda, Queijas, Portugal

Quelle: PERI GmbH


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