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23.04.2010

Betonexperiment und Betonkunst im Programm "Architektur für Kinder" 2010

Bild (v.l.): Torsten Bernhofen (Geschäftsführer BetonMarketing Nord), Monika Thomas, (Stadt Wolfsburg) Antje Koos, (Leiterin des Workshops), Jürgen Ballmann (Stadt Wolfsburg Ausführung des Kunstwerks)


Schüler experimentieren mit Beton und daraus entsteht ein Kunstwerk. Zu den sogenannten Schul-Bau-Tagen in den Wolfsburger Stadtteil Westhagen laden vom 9. bis 22. Juni das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg und die BetonMarketing Nord GmbH aus Hannover ein. Rund 500 Schüler fünften bis zwölften Klassen erhalten hier die Möglichkeit, mit dem Baustoff Beton zu experimentieren. In einer Projektwoche entstehen mehrere hundert Betonbausteine, die letztlich eine neue künstlerische Platzgestaltung am Verbindungspunkt der beiden Westhagener Schulzentren ergeben soll. Die Entwürfe und die praktische Anleitung vor Ort liefert die Braunschweiger Künstlerin Antje Koos. Die Auszubildenden des Geschäftsbereichs Tiefbau der Stadt sorgen schließlich für eine fachgerechte Umsetzung.


Der Entwurf der Designerin Antje Koos 

Während der Schul-Bau-Tage soll der Versuch unternommen werden, den Schülern Wissen zum Thema Architektur und Beton zu vermitteln und dieses Wissen in praktische Erfahrungen umzusetzen. Unsere bebaute Umgebung besteht zu einem großen Teil aus Beton. Ob als ,,Betonwüste’’ oder als ,,Marmor des 20. Jahrhunderts’’ bezeichnet, wir nehmen den Baustoff in unserem Alltagserleben beinahe nicht mehr wahr. Die Auseinandersetzung gerade mit diesem Thema soll die Betrachtung unserer Umwelt schulen und den Blick für das gestaltete Lebensumfeld schärfen.

 Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Einheiten, eine theoretische Phase zur Betontechnologie und eine betonkünstlerische Phase als praktischer Workshop. In der theoretischen Phase steht die Auseinandersetzung mit dem Material im Vordergrund. Was ist bautechnisch und gestalterisch mit dem Material möglich? Wo stoße ich an Grenzen und warum? In der betonkünstlerischen Unterrichtseinheit werden die Schüler sich mit den besonderen gestalterischen Möglichkeiten des Betons auseinander setzen. Hier heißt es, Ideen zu finden, kreative Lösungen zu suchen, dreidimensionales Empfinden zu schulen und nicht zuletzt sinnliche Erfahrungen zu machen. Wissen und Erkenntnisse um Raum und Material werden gemeinschaftlich in einem künstlerischen Objekt präsentiert.

Unter Anleitung der Künstlerin Antje Koos erarbeiten die Schüler ein additives Kunstwerk, eine Platzgestaltung für den öffentlichen Raum. Jeder Teilnehmer fertigt einen Betonstein an. Dazu gehört die Gestaltung der Schalung und damit der späteren Oberfläche des Steins ebenso wie die Befüllung der Schalung mit dem Beton, der unter Anleitung nach vorgegebener Rezeptur vor Ort zu mischen ist. Nach einigen Tagen werden die einzelnen Steine ausgeschalt und von den Schülern begutachtet, bevor die Künstlerin diese Elemente zu einem Objekt zusammengefügt.

Eingeladen wurden zwei Altersklassen unabhängig vom Schultyp. Für die Schüler der fünften und sechsten Klassen und der zehnten bis zwölften Klassen werden die Inhalte unterschiedlich aufbereitet. Das Projekt findet im Juni 2010 zwischen den Zensurenkonferenzen und der Ausgabe der Zeugnisse statt. Jeweils 50 Kinder und Jugendliche durchlaufen in einem Projekttag beide Phasen, Theorie und Betonkunst. Insgesamt werden etwa 500 Schüler ihren Beitrag zu dem neuen Platz leisten.

Orte der Veranstaltung sind die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule und das Schulzentrum Westhagen-Mitte in Wolfsburg. Beide Schulen sind Betongebäude. Eine Fußgängerbrücke verbindet die beiden Gelände. Das Projekt markiert einen der beiden Brückenköpfe. Hier soll das Gemeinschaftswerk, eine rund 18 Quadratmeter große Fläche, neben einem Fuß- und Radweg als neue Aufenthaltsfläche begehbar sein.

Die eigentliche Konstruktion beziehungsweise die bauliche Umsetzung findet in den Ferien statt. Auch hier werden junge Menschen, die Auszubildenden des Geschäftsbereichs Tiefbau der Stadt Wolfsburg, die Umsetzung nach den Vorstellungen der Künstlerin Antje Koos übernehmen

Beteiligte Schulen sind die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule, das Albert-Schweitzer-Gymnasium, das Theodor-Heuss-Gymnasium und das Gymnasium Vorsfelde, Standort Kreuzheide.

Eingeweiht werden soll das Gebilde dann am 1. September.

 

Quellen und Bilder:  Presseservice der Stadt Wolfsburg // BetonMarketing Nord


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