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06.04.2011 Moscheebau-Architektur mitten in Köln 
Herausforderung Moschee: Fünf über die Höhe allmählich zusammenwachsende Betonschalen bilden die mittlere Kuppel. Foto: Doka
Aufwändige Kuppel in Ortbetonln
Mit dem Bau des größten islamischen Gemeindezentrums mit Moschee in Deutschland zieht die Türkisch-Islamische Union (Diyanet Isleri Türk Islam Birligi DITIB) die Aufmerksamkeit auf sich. Bis Ende 2011 entsteht ein neues Gemeindezentrum mit über 20.000 m² Brutto-Grundfläche und eine Moschee mit zwei jeweils 55 m hohen Minaretten.
Nach einem Architekturwettbewerb im Jahr 2005, den das Kölner Büro Paul Böhm für sich entscheiden konnte, begannen die Bauarbeiten. Neben seiner Größe und exponierten Lage fügt sich der Gebäude-Komplex harmonisch in die umgebende Bebauung. Großflächige Glasfronten sorgen für einen offenen und einladenden Charakter.
Es entsteht ein großzügiger Gesamtbau aus Büroräumen, Einkaufs-Magistrale, Versammlungssaal, Innenhof mit Brunnenskulptur und Gebetsraum. Er wird unter einer rund 1.000 m² großen, aufgefächerten und geschwungenen Stahlbetonkuppel mit 34,50 m Höhe exakt nach Mekka ausgerichtet sein und rund 1.200 Muslimen Platz bieten.
Gute Planung von Beginn an
Wegen der anspruchsvollen Geometrie des Stahlbetonbauwerks haben Bauherrin, Architekten und Tragwerksplaner den Schalungslieferanten Doka schon in der Planungsphase hinzugezogen. Die Schalungstechniker konnten so bereits zur Rohbauausschreibung wertvolle Hinweise für einen termingerechten Bauablauf und zu wirtschaftlichen Schalungskonzepten einbringen.

Mehr als 2.000 m² runde und dreidimensional gewölbte Sonderschalungen für die komplexe Geometrie der Kuppel hat der Doka-Fertigservice maßgenau vormontiert Foto: Doka
Geometrien, die es in sich haben
Alle Gebäudeteile sind vollständig in Ortbeton auszuführen. Alle Außenflächen – einschließlich der Kuppel – sogar in Sichtbeton, der auf einer Fläche von über 10.500 m² nachträglich gestockt wird.
Eine weitere Herausforderung für alle Beteiligten ist das Tragwerk der Kuppel: Fünf über die Höhe allmählich zusammenwachsende Betonschalen bilden die mittlere Kuppel. Die Schalen stehen zu ebenem Boden noch vollkommen unabhängig voneinander. Sie bleiben frei bis zu einer Höhe von 21,00 m, bei gleichzeitigem Aufweiten und Auskragen um bis zu 12,00 m. Erst im obersten Bereich der Kuppel schließen Stahl-Ringverbindungen die Schalen zu einem Gesamttragwerk zusammen. Doka liefert hier neben dem Schalungskonzept auch Wandschalungen aus dem Baukasten der Trägerschalung Top 50. Das besonders hoch belastbare Traggerüst Staxo 100 dient zur zuverlässigen Unterstützung der bis zu 1,20 m starken Bauteile.
Für die komplexe Geometrie der Kuppel hat der Doka-Fertigservice mehr als 2.000 m² runde und dreidimensional gewölbte Sonderschalungen maßgenau vormontiert. Bei Sonderschalungen greift Doka immer auf möglichst viele Normteile aus dem Mietpark zurück – das gestaltet die Kosten günstig. Darüber hinaus planen die Schalungstechniker unter Berücksichtigung aller Randbedingungen immer möglichst wenig Schalung ein, bei möglichst häufigem Einsatz, was die Kosten abermals günstig beeinflusst. Die Elemente werden im Doka-Lager zunächst „geparkt“ und mit dem Baufortschritt just-in-time zur Baustelle geliefert. Das schafft Vorlauf und Terminsicherheit für die Planung der Bauleitung. Doka versteht sich als Partner der Baufirmen und möchte zum wirtschaftlichen Erfolg jeder Baustelle beitragen – sei sie auch noch so kompliziert wie hier in Köln.
30 Jahre verbindender Dialog
Seit fast 30 Jahren ist der muslimische Verband Türkisch-Islamische Union (Diyanet Isleri Türk Islam Birligi) mit ihren muslimischen Religionsgemeinschaften, ihren Gemeindezentren und Gebetsräumen weit über Köln hinaus fester Bestandteil Deutschlands. Im Stadtteil Ehrenfeld ist sie mit ihrer Gemeinde und ihrem Bildungswerk ein religiös-gesellschaftlicher Akteur und darin seit jeher im verbindenden Dialog aktiv. Die bisher genutzte alte Fabrikanlage entsprach keinesfalls mehr den Anforderungen und dem Leistungsprofil der ansässigen Orts-Gemeinde und der Funktion als Dachverband – daher der Neubau.
Bauherrin: DITIB-Dachverband, Köln Bauausführung: Nuha Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Düsseldorf Schalungsberatung: Doka NL Bonn und Doka NL Düsseldorf

Quelle und weitere Informationen zur Schaltechnik: Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH

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