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29.09.2011

Preisverleihung des Studentenwettbewerbs „Wissen schafft Stadt"

So sehen Sieger aus: Die Preisverleihung des Studentenwettbewerbs „Wissen schafft Stadt“ fand im Rahmen des Bauforums am 22. September 2011 in Leimen statt. (v.l.n.r.: Thorsten Erl (Städetbau-Institut, Universität Stuttgart), Preisträger Till Krüger, Andreas Lerchl und Jennifer Maier, Stephan Anders (Städtebau-Institut, Universität Stuttgart), Prof. Dr.-Ing. Helmut Bott (Institutsdirektor)). Foto: Stefan Kresin

Studierende entwickeln im Wettbewerb Ideen zu „Wissen schafft Stadt“

Die Förderung des interdisziplinären Dialogs im Bauwesen soll Studentinnen und Studenten zum konstruktiven Dialog und kreativen Teamplaying anregen sowie fachübergreifende Denk- und Arbeitsweisen fördern. Aus diesem Grund hat die HeidelbergCement AG begleitend zum jeweiligen Kongressthema des Heidelberger Bauforums einen Studentenwettbewerb ins Leben gerufen, der sich in diesem Jahr mit dem Thema „Wissen schafft Stadt“ beschäftigte.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Bauforums am 22. September 2011 in Leimen statt. Durchgeführt und betreut wurde der Wettbewerb vom Lehrstuhl „Städtebau und Entwerfen“ der Universität Stuttgart, der in Absprache mit dem Stadtplanungsamt Heidelberg einen Masterplan für die Stadt Heidelberg zum Thema des Wettbewerbs gemacht hat. Teilgenommen haben Studierende des Fachbereichs Architektur im Rahmen einer Studienarbeit.

Zukunftsvision für das Jahr 2030
Wie müssen Orte beschaffen sein, damit sie zwischen Wissenschaftswelt und Stadtgesellschaft vermitteln können? Unter dieser Fragestellung sollten die Studierenden räumliche Strategien entwickeln, mit denen die unterschiedlichen Wissenschaftsstandorte in Heidelberg besser integriert und miteinander vernetzt werden können. Ziel des Ideenwettbewerbs war es, für Heidelberg eine Vision als Wissenschaftsstadt im Jahr 2030 zu entwickeln, die sich am Leitbild der „europäischen Wissenschaftsstadt“ orientiert. Die Studierenden hinterfragten dabei nicht nur bestehende städtebauliche und architektonische Planungen in Heidelberg, sondern entwarfen und verknüpften sie mit neuen Ansätzen. Ganz konkret wurden anschließend mehrere Flächen zwischen dem bestehenden Campus im Neuenheimer Feld und dem neuen Campus in der Bahnstadt näher untersucht. Dabei hatten die Studierenden nicht nur bauliche Themen im Blick, sondern berücksichtigten auch kulturelle, wirtschaftliche und soziale Fragestellungen.

In der Jury des Wettbewerbs waren vertreten: Lehrstuhlinhaber der Hochschule Stuttgart und Fachhochschule Frankfurt, Vertreter des Bereiches Landschaftsarchitektur, Vertreter des Stadtplanungsamtes Heidelberg sowie ein freier Journalist. Der Wettbewerb ist mit 5.000 Euro dotiert.

Till Krüger (1. Preis)
Um Heidelberg als Wissenschaftsstadt am Neckar nachhaltig profilieren zu können, regt Preisträger Till Krüger ein Umdenken bezüglich der innerstädtischen Verkehrsführung an. In seinem Entwurf schlägt er eine Bündelung des Hauptverkehrs durch eine Innenstadtumfahrung und eine fünfte Neckarbrücke vor. Für Krüger gilt der Neckar als Herzstück und Rückgrat der Wissenschaftsstadt. Die Erweiterung der Hauptstraße in Ost-West-Richtung entlang der Bergheimer Straße verbindet demnach in Form eines Wissenschaftsboulevards die Hochschulstandorte wie Perlen an einer Schnur.

Jennifer Maier (1. Preis)
Schwerpunkt des Entwurfs von Preisträgerin Jennifer Maier ist es, den Austausch zwischen den Bewohnern Heidelbergs, den Angestellten und den Studenten im Campus am Neuenheimer Feld zu verstärken. Dabei sollen gezielt Schnittstellen zwischen der Bevölkerung und der Universität in unterschiedlichen Bereichen des alltäglichen Lebens wie Freizeit, Unterhaltung, Erholung und Kultur geschaffen werden. Als erste Maßnahme empfiehlt die Preisträgerin etwa den Bau eines neuen Uniforums mit Uniplaza am westlichen Ende der Ernst-Walz-Brücke mit Zugang zum Neckar. Dieses soll als Eingangsbereich für den Campus dienen.

Andreas Lerchl und Stephan Wildermuth (2. Preis)

In ihrem Entwurf verstehen die beiden Preisträger Andreas Lerchl und Stephan Wildermuth Heidelberg als Vorbild für andere Wissenschaftsstädte, nicht nur in Bezug auf die Wissenschaften, sondern auch auf die Lebensqualität und eine ressourcensparende Lebensweise. Der Neckar wird dabei als Schlüssel gesehen, um die Stadt besser zu vernetzen. Hier sollen demnach zahlreiche kleine Parks und Hauptfahrradwege entstehen. Die beiden Preisträger sehen in ihrem Entwurf zudem den Ausbau der Fahrradwege im gesamten Stadtgebiet vor. Hierdurch soll die Vernetzung der wissenschaftlichen Einrichtungen und der Stadtteile verstärkt werden.

Weitere Informationen unter www.heidelberger-bauforum.de .

Quelle: HeidelbergCement in Deutschland

 


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